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49ers-Quarterback erhält Todesdrohung

49ers Quarterback Colin Kaepernick kniete vor den letzten NFL-Spielen während der Hymne, und erhielt dafür Todesdrohungen. Doch sieht er sich durch diese nur in seinem Ansinnen bestätigt. Kaepernick wollte damit ein Zeichen gegen die Diskriminierung von Schwarzen in den USA setzen.

Veröffentlicht am 21. September 2016 von

Das Stadion ist vollgefüllt. 68.500 Zuschauer warten auf das Sportspektakel. Die US-Amerikanische Hymne ertönt im Levi´s Stadium, dem Stadion der San Francisco 49ers. Doch der Quarterback der Heimmannschaft steht nicht geschlossen mit seinen Kameraden und singt die Hymne, sondern kniet auf dem Rasen. Dafür erhielt Colin Kaepernick nach eigener Aussage kürzlich Todesdrohungen.

Der 28-Jährige hatte aufgrund von Polizeigewalt und Rassendiskriminierung in den USA mit seiner Aktion protestieren wollen. Besonders auf die Ungleichbehandlung von Minderheiten durch Polizei und Sicherheitskräfte will Kaepernick aufmerksam machen. In den vergangenen Jahren wurden in zahlreichen Städten, darunter Ferguson, Baltimore und Cincinnati, Schwarze von Beamten getötet.

Todesdrohung bestärken Kaepernick nur

Der in Milwaukee geborene Afroamerikaner Kaepernick antwortete auf die Frage hin, ob die Drohung wahr werden könnte: „Sollte so etwas passieren, würde es genau mein Ansinnen beweisen.“ Weiter sagte er, dass er zwar mit Kritik an seinem Verhalten gerechnet habe, er „an so etwas aber nicht gedacht hat“. Mit den Worten: „Ich werde nicht aufstehen, um Stolz für die Flagge eines Landes zu zeigen, welches Schwarze und Menschen anderer Hautfarbe unterdrückt“, rechtfertigte er sein Verhalten. „Es ist größer als Football für mich, und es wäre egoistisch von mir, einfach wegzusehen.“ Allgemein hatte der Protest eine große Diskussion in den Staaten ausgelöst.

Der Spielmacher der San Francisco 49ers war mit seinem ´Knie-Protest´ allerdings nicht der einzige. Weitere NFL-Spieler schlossen sich seiner Aktion an. Auch Fußball-Nationalspielerin Megan Rapinoe kniete vor ihrem letzten Spiel als Zeichen gegen die Diskriminierung.

Tulsa-Todesfall wird „viel aussagen“

Die jüngsten Ereignisse um den Todesfall eines Schwarzen in Tulsa werden die Diskussion anheizen. Eine US-Polizisten hatte am vergangenen Freitag im Bundesstaat Oklahoma auf einen Schwarzen geschossen. Die Polizei veröffentlichte von dem Vorfall zwei Videos, in denen zu sehen ist, dass der Erschossene unbewaffnet war und sich nicht gefährlich verhielt.

Kaepernick bezog auf den Tulsa-Todesfall folgendermaßen Stellung: „Das ist das perfekte Beispiel dafür, um was es geht. Es wird viel aussagen, was mit der Beamtin geschieht, die den Mann erschossen hat.“


Schlagworte: Kaepernick, NFL, San Francisco 49ers, USA

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Datum: 21. September 2016
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