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Fußball

96 findet auch gegen Werder Bremen nicht zurück in die Spur

Hannover 96

(Hannover) In der heutigen Bundesligabegegnung zwischen Hannover 96 und dem SV Werder Bremen mussten sich die Gastgeber mit einem 1:1 begnügen.

Veröffentlicht am 18. Mai 2015 von

Vor der Partie machte Trainer Michael Frontzeck mit den Wechseln Stindl für Andreasen und Briand für Joselu deutlich, dass ein positives Ergebnis im Nordderby von immenser Bedeutung für den Abstiegskampf ist. Auch Werder-Trainer, Viktor Skripnik, tauschte seine Elf durch. Für den erkrankten Prödl kam Lukimya in die Partie. Außerdem gab Vestergaard nach langer Verletzungspause sein Comeback.

 

Von Beginn an bissig

 

Schon zu Beginn des Spiels zeigten die Gastgeber eine engagierte Leistung. Immer wieder kamen Flanken von der rechten Seite auf den heute gesetzten Stürmer Jimmy Briand. Die erste gute Chance für 96 entstand allerdings durch einen aus den Halbfeld geschlagenen Freistoß von Kiyotake. Salif Sané konnte die daraus resultierende Chance nicht verwerten. Nur drei Minuten später schickte Edgar Prib den in der Mitte einlaufenden Lars Stindl, der den Ball in dieser Situation nicht unter Kontrolle bringen konnte. In der 17. Minute vergab Jimmy Briand die bis hierher beste Chance, als der Franzose nach einer Konterchance frei vor Bremens Torhüter, Koen Casteels, links am Tor vorbeischoss. Das längst fällige 1:0 für Hannover fiel dann in der 21. Minute. Eine Ecke von Kiyotake konnte zunächst geklärt werden. Die erneute Hereingabe in den Strafraum landete auf dem Kopf von Briand, der den Ball per Kopf auf Stindl verlängerte. Stindl versenkte unten rechts eiskalt und beflügelte damit die Stimmungslage in der ausverkauften HDI-Arena. Beflügelt wurden auch die Spieler von Hannover 96. Innerhalb von sieben Minuten wurden zwei weitere große Chancen durch Schulz und Marcelo heraus gespielt. Zehn Minuten vor dem Halbzeitpfiff hatte dann auch Bremen seine erste Gelegenheit. Nach einem Konter über Junuzovic, legte der Bremer auf Selke auf, der im Strafraum nicht an Salif Sané vorbeikommen konnte. Danach gab es bis zum Halbzeitpfiff nur noch wenige Aktionen auf beiden Seiten. Die 96er waren zu jeder Zeit bissig in den Zweikämpfen und spielten ihre Chancen clever über die Außen aus. Bremen dagegen wirkte in der ersten Halbzeit wie gelähmt und erspielte sich keine klare Torchance.

 

Verkehrte Welt nach der Halbzeit

 

Wie schon gegen Wolfsburg, drehte das Spiel in der zweiten Halbzeit. Diesmal allerdings zugunsten der Bremer. Öztunali und Bartels kamen für die blass gebliebenen Bargfrede und Hajrovic in die Partie. Zwar kam Hannover in der 53. Minute noch einmal mit Kiyotake gefährlich vors Tor, jedoch war die geforderte Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor nicht vorhanden. Fünf Minuten später war nun auch Werder im Spiel. Durch die angesprochenen Wechsel in der Pause, erlebte Trainer Skripnik nun mehr Leben im Spiel seines Teams. Werders Freisoß von Junuzovic wehrte Zieler mit einer Faustabwehr ab. Michael Frontzeck reagierte in der 67. Minute auf die Druckphase der Gäste. Für Kiyotake kam nun Kenan Karaman ins Spiel. Der Druck der Bremer lies nun ein bisschen nach und es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Den Unterschied machte Zlatko Junuzovic in der 78. Minute. Nach einem Foul von Marcelo an den Spielmacher, verwandelte er den folgenden Freistoß direkt aus etwa 18 Metern. Der Versuch von Prib, den Ball im letzten Moment noch per Kopf zu klären, scheiterte und irritierte Ron-Robert Zieler augenscheinlich. Im Interview dementierte Zieler dies: „Ich wurde nicht behindert.“ Der Freistoß-Treffer war nicht nur der Ausgleich, sondern setzte auch den Schlusspunkt der Partie. Mit einem Unentschieden müssen sich vor allem die Hannoveraner begnügen. Mit nun 31 Punkten ist man derzeit punktgleich mit dem Sport-Club aus Freiburg und dem SC Paderborn, der am morgigen Sonntag noch sein Spiel gegen den VfL Wolfsburg bestreiten muss. Auch der VfB Stuttgart kommt den Niedersachsen immer näher. Im Abendspiel gewannen die Schwaben gegen Mainz 05 mit 2:0 und sind somit nur noch einen Punkt hinter den Roten.

 

Stimmen zum Spiel

 

Bremens Trainer, Viktor Skripnik, sagte nach der Partie: „Glücklich sein können wir nach dem Spiel nur über das Ergebnis. Wir mussten wohl erst in Rückstand geraten, um besser ins Spiel zu finden. Es ist nur gut, dass wir nicht mehr im heißen Tabellenkeller sind. Zu einer möglichen Europa-League-Qualifikation äußerte sich der Trainer wie folgt: „Die Konkurrenten sind jetzt schon weiter.“

 

Micheal Frontzeck dagegen meint: „Den einzigen Vorwurf, den ich meiner Mannschaft heute machen kann ist, dass wir nach einer sehr guten ersten Halbzeit nur mit einem 1:0 rausgegangen sind. Wir hatten eine Vielzahl von Torchancen, das höher zu gestalten. Das hätte es ein Stück weit leichter gemacht. Meine Mannschaft hat auch im Defensivverbund sehr wenig falsch gemacht. Man muss die Dinge im Fußball auch mal so akzeptieren, wie sie sind. Heute ist es vollkommen legitim, wenn wir den Kopf runter lassen, aber ab morgen heißt es, den Kopf hochzunehmen und auf Augsburg vorzubereiten.“

 

Der 96-Trainer hofft, in den nächsten Wochen sagen zu können, dass „er mit der Mannschaftsleistung nicht zufrieden ist, aber wir den Sieg gerne mitnehmen.“ Er versichert, dass die Mannschaft alles versucht und glaubt daran, dass man am Ende belohnt wird.

 

Am Samstag geht es gegen die Bayern-Besieger

 

Bereits am kommenden Samstag muss Hannover 96 zum Auswärtsspiel nach Augsburg reisen. Während Hannover nun seit 16 Spielen auf einen Sieg wartet, können die Augsburger sich immer noch für die Europa-League qualifizieren. Im heutigen Duell gegen den FC Bayern München siegte der FCA mit 1:0 durch ein Tor von Raul Bobadilla. Michael Frontzeck glaubt, dass „es ein äußerst schwieriges Spiel“ und „ein heißer Tanz“ wird.

 

Hannover: Zieler – Hiroki Sakai, Marcelo, Christian Schulz, Albornoz – Schmiedebach, Salif Sane – Stindl, Kiyotake (67. Karaman), Prib – Briand (86. Ya Konan). – Trainer: Frontzeck

Bremen: Casteels – Gebre Selassie, Lukimya, Vestergaard, Sternberg – Fritz, Bargfrede (46. Öztunali) – Hajrovic (46. Bartels), Junuzovic – Di Santo, Selke (90.+2 Makiadi). – Trainer: Skripnik

Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberasbach)

Tore: 1:0 Stindl (21.), 1:1 Junuzovic (78.)

Zuschauer: 49.000 (ausverkauft)

 

Autor: Alexander Flohr

 


Schlagworte: Fußball, Hannover 96

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Datum: 18. Mai 2015
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