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Alle Macht Florian Mayer – Viertelfinale gegen Federer

Quelle: Getty Images Sport,  Foto: Julian Finney

Im westfälischen Halle buhlt die Tennis-Elite derzeit um die Krone der Gerry Weber Open. Kohlschreiber und Co. sind raus, als einziger Deutscher steht Florian Mayer im Viertelfinale. Und er erwartet einen unangenehmen Gegner.

Veröffentlicht am 18. Juni 2015 von

(Hannover.) Kaum hatte das prestigeträchtige Tennisturnier begonnen, war es für die deutsche Tenniselite um Philipp Kohlschreiber, Jan-Lennard Struff und Dustin Brown schon wieder vorbei. Bei den Gerry-Weber Open im westfälischen Halle scheiterte nach Kohlschreiber und Struff nun auch Brown. Somit steht nur noch der aus Bayreuth stammende Florian Mayer im Turnier. Das gab es zuletzt vor zwölf Jahren.

Nishikori bändigt Brown

68 Minuten dauerte der Kampf zwischen Deutsch-Jamaikaner Dustin Brown und dem an Position zwei gesetzten Japaner Kei Nishikori. Zunächst sahen die Zuschauer im Haller Stadion ein Duell auf Augenhöhe, dem sich Brown nach dem ersten Durchgang (5:7) nur knapp geschlagen gab. Im zweiten Durchgang schöpfte Nishikori frische Kraft, spielte Brown an seine Grenzen und bewies damit einmal mehr, weshalb er zum Favoritenkreis des Turniers zählt.

Nishikori trifft nun auf den Polen Jerzy Janowicz, der sich bereits gegen Vorjahresfinalist Alejandro Falla durchsetzte. Nishikori selbst hatte 2014 das Halbfinale erreicht, musste sich jedoch damals Roger Federer geschlagen geben.

Florian Mayer als einziger Deutscher im Viertelfinale

Der Schweizer trifft am heutigen Freitag auf den letztverbliebenen deutschen Spieler. Florian Mayer konnte sich als Einziger für das Viertelfinale im Haller Tenniscourt qualifizieren. Seine Chancen auf einen Einzug ins Halbfinale sind angesichts seines starken Kontrahenten jedoch sehr gering.

Der 31-jährige Mayer, besser bekannt unter „Flo“ spielt für den TK Kurhaus Aachen in der ersten Bundesliga. Größere Bekanntheit erlangte er bereits 2004, als er bei den Australian Open als einziger Deutscher die erste Runde überstand. Er gilt als ruhig und fokussiert. Wenn sich der Bayreuther einer Sache annimmt, dann zieht er sie auch durch. Gerne auch zu 200 statt zu 100 Prozent.

„Meine Geduld hat mir geholfen“

Doch vor zwei Jahren zwang ihn eine Verletzung zu einer Karrierepause. Ödem im Schambein lautete die Diagnose. Damals war Mayer bereits 29. Karriereende? Für den deutschen Tennisprofi undenkbar. Das Wichtigste, was ihm geholfen habe die Verletzungspause zu überstehen, sei seine Geduld gewesen, sagte er in einem Interview mit dem Tennismagazin. Noch eine Eigenschaft, die Mayer ausmacht und ihm vielleicht auch am Freitag beim Aufeinandertreffen mit Roger Federer einen Erfolgsschub gewährt.


Schlagworte: Federer, Gerry-Weber-Open, Tennis

Artikelinformationen


Datum: 18. Juni 2015
Veröffentlicht von:
Korrektur: Katharina Freise


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