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Altes Qualifying, aber neue Spannung

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Sebastian Vettel und Ferrari haben, nach den ersten Rennen, Wiedergutmachung gelobt. Nico Rosberg möchte seinen Lauf fortsetzen und den dritten Sieg im neuen Rennjahr feiern. Helfen würde dabei die Pole-Position in Shanghai. Mit dem alten Modus kehrt auch die Spannung wieder zurück, auch wenn diese nur indirekt mit den Modalitäten zu tun hat.

Veröffentlicht am 16. April 2016 von

(Hannover) Nico Rosberg setzt seinen Lauf weiter fort. In der momentanen Verfassung kommt nun auch das Glück zurück, welches ihm in der letzten Saison meist abhanden kam und seinem Teamkollegen Hamilton beiwohnte. Die Ferraris machen einen starken Eindruck, müssen aber die individuellen Fehler ausmerzen um Mercedes und Rosberg gefährlich zu werden. Zu allem Überfluss kommt für Ferrari und Vettel auch noch ein alter Bekannter dazwischen und wird das Rennen nicht einfacher gestallten.

Überraschungen nicht durch alte Qualifyingregelung

Das erste Rennenwochenende, nachdem zum alten Quali-Modus zurückgekehrt wurde. Auf noch leicht feuchter Strecke sorgte der Deutsche Pascal Wehrlein für den ersten Moment zum innehalten. Auf der Start- Zielgerade fuhr er mit seinem Manor über eine Bodenwelle, welche direkt vor einer nassen Stelle lag. Durch das leichte Abheben und dem Aufschlag auf den nassen Fleck, verlor Wehrlein die Kontrolle über seinen Wagen und rutschte in die Leitplanken. „Mit den Sliks auf dem feuchten Untergrund, war es schwierig die Kontrolle zu behalten“, gab der Manor-Fahrer zu Protokoll. Diese Aktion zog eine rote Flagge nach sich, erstmal sollte die Strecke gereinigt und abgetrocknet werden. Der nächste, aber überraschendere, Ausfall in Q1 gelang Lewis Hamilton. Mit einem Getriebewechsel schon vor dem Ausscheidungskampf, wurde Hamilton mit einer Strafversetzung von fünf Plätzen belegt. Es sollte aber noch prekärer werden für den Briten. Beim Versuch seine schnellste Runde zu finden, traten Probleme mit dem Motor auf, welche es ihm nicht ermöglichten die gesamte Power des Mercedesaggregats auf die Strecke zu bringen.

Bessere Streckenbedingungen in Q2, aber wieder rote Flagge

Der zweite Abschnitt startete mit nun deutlich verbesserten Streckenbedingungen. Die Strecke trocknete, bedingt durch die Wagen, immer weiter ab und die Zeiten wurden wieder schneller. Rosberg legte auf den gelben Reifen die erste Bestzeit hin. Der Deutsche wurde zum Ende des Qualifying jedoch noch von der Konkurrenz aus dem Ferrari-Lager eingeholt. Erst Kimi Räikkönen und kurze Zeit später auch Rosbergs Landsmann Vettel, sollten eine schnellere Zeit fahren. Diese Zeiten wurden allerdings auf den weicheren roten Gummis gefahren. Knapp zwei Minuten vor Ende des zweiten Ausscheidungslaufs, war es Nico Hülkenberg, der mit einem verlorenem Rad für ein Ende der Session sorgte. „Das ging ratzfatz, das Team und ich wissen nicht wie das passiert ist“, sagte Hülkenberg. Diese „Unsafe Release“ wird im Nachhinein von den Stewarts geahndet werden und eine Strafe für das Team Force India und damit für den Fahrer nach sich ziehen. Dieser Abbruch der Session beendete auch die Hoffnung von anderen Fahrern, eine schnelle Runde drehen zu dürfen. Allen voran Fernando Alonso war sichtlich genervt vom Abbruch. „Wir haben den Motor komplett ausgereizt, wir hätten weiter mitmachen können“, gab ein vollkommen frustrierter Spanier an die Journalisten weiter.

Heiße Phase im Qualifying

Zum Start in den dritten Abschnitt wechselte auch Rosberg auf die vermeintlich schnellste Reifenmischung. Mit diesen sollte er auch die erste Marke setzen. Aber wie schon in Q2 wurde diese Zeit schnell von Räikkönen gekontert. In der Folge fuhren auch die restlichen Fahrer ihre ersten Zeiten, welche aber nicht im Bereich des Ferrari- und Mercedes-Teams lagen. Eineinhalb Minuten vor Ende des finalen Laufs brachen alle nochmal auf, ihre letzte schnelle Runde zu drehen. Auch Vettel, der bis dahin in Q3 noch keine gezeichnete Runde absolviert hatte. Rosberg , als erster der großen drei, sorgte für die Zeit die es zu schlagen galt. Doch sowohl Vettel, der durch leichte Fahrfehler zum Ende der Runde eine gute Platzierung verpasste, als auch Räikkönen sollten diese Zeit nicht knacken. So schnappte sich ein Red Bull unbemerkt von allen Beteiligten den zweiten Rang in Shanghai. Daniel Ricciardo wird vom zweiten Startplatz ins Rennen gehen und sorgt damit für die faustdicke Überraschung im letzten Qualifyingabschnitt.

Vorläufige Startaufstellung
1. Nico Rosberg (1:35.402 Min), 2. Daniel Ricciardo (+ 0.515), 3. Kimi Räikkönen (+ 0.570), 4. Sebastian Vettel (+ 0.844), 5. Valtteri Bottas (+ 0.894), 6. Daniil Kvyat (+ 0.997),  7. Sergio Perez (+ 1.463), 8. Carlos Sainz (+ 1.479), 9. Max Verstappen (+ 1.792), 10. Nico Hülkenberg (ohne Wertung in Q3),

11. Felipe Massa (+ 1.945), 12. Fernando Alonso
(+ 3.424), 13. Jenson Button (+ 3. 691), 14. Romain Grosjean (+ 4.428), 15. Marcus Erricsson (+ 5.340), 16. Felipe Nasr (+ 7.028),

17. Kevin Magnussen (+ 3.271), 18. Esteban Gutierrez
(+ 3.368), 19. Jolyon Palmar (+ 4.126), 20. Rio Haryanato (+ 4.862), 21. Pascal Wehrlein (ohne Wertung in Q1), 22. Lewis Hamilton (ohne Wertung in Q1)


Schlagworte: China Grand Prix 2016, Daniel Ricciardo, Formel 1, Kimi Räikkönen, Lewis Hamilton, Nico Hülkenberg, Nico Rosberg, Pascal Wehrlein, Poleposition, Qualifying, Sebastian Vettel

Artikelinformationen


Datum: 16. April 2016
Veröffentlicht von:
Autor: Marcel Musielak


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Kurzlink: bit.ly/1DASnWi