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An der Weser brennt’s – Bremen erwartet den VfL

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Heimspiel für den SV Werder Bremen. Seit vier Spielen wartet der Nordklub auf einen Dreier, genauso wie der VfL Wolfsburg. Die Medien heizen zudem die Trainerdiskussion am Weserstadion auf. SVW-Coach Viktor Skripnik muss Leistung zeigen, bleibt aber dennoch gelassen: „Ich muss nicht den Kasper geben oder Clown sein, der sich plötzlich anders gibt.“

Veröffentlicht am 15. April 2016 von

Mit dem VfL Wolfsburg kommt am Samstag eine Mannschaft, die den Bremern nicht unbedingt liegt. Die Bilanz zeigt: Der letzte Sieg datiert aus dem Jahr 2011, im Hinspiel fegten die Wölfe Werder mit 6:0 aus dem Stadion und seit acht Partien glückte kein Sieg. Zudem kommt die mangelhafte Punkteausbeute der Bremer vor heimischen Publikum hinzu. Vier Unentschieden aus den letzten fünf Spielen und die letzte Heimniederlage gegen Augsburg (1:2) als Negativbeispiel für die derzeitige Krise.

Skripnik gibt sich kämpferisch

Viktor Skripnik ist Werderaner durch und durch. Trotz der derzeitigen Misere bemüht sich der Ukrainer gelassen aber kämpferisch zu wirken: „Ich bin der Viktor Skripnik genauso wie früher“, behauptete der Mann, um den sich seit dem Schock der letzten Niederlage alles dreht an der Weser. Er betonte aber nochmals: „Ich bin der Viktor wie immer.“ Ist das kommende Match gegen Wolfsburg für den 45-Jährigen ein Spiel auf Probe? Häufig genug schwirrten Gerüchte um eine baldige Trennung vom Chefcoach herum. Außerdem ist die Ausgangslage der Bremer mit dem 16. Tabellenplatz alles andere als angenehm. Skripnik aber konzentriert sich voll und ganz auf den Fußball: „ Ich sehe keine Sinn darin, irgendetwas grundsätzlich zu verändern. Die Situation ist kritisch, das ist jedem Spieler klar. Wir sind sehr unzufrieden und wollen die Lage ändern. Dafür haben wir hart trainiert.“

Pizarro kehrt zurück

Claudio Pizarro kehrte am Donnerstagnachmittag wieder ins Mannschaftstraining zurück. Schmerzen an Rippen und Bachmuskulatur hatten den ehrgeizigen Toptorjäger der Bremer ausfallen lassen. Insbesondere der VfL liegt dem 37-Jährigen besonders gut. In 22 Spielen traf er gegen die Niedersachsen ganze zwölf Mal. Auch Skripnik hofft auf einen Einsatz seines Stürmers: „Es ist wichtig, dass eine solche Persönlichkeit auf dem Platz steht.“ Außerdem überzeugte Werder in der Offensive. Mit 22 Rückrundentreffer verbucht der SVW gemeinsam mit Dortmund die viertbeste Offensive der Liga. Wolfsburg hat generell nur ein Saisontor mehr geschossen (40), stehen aber mit 39 Zählern elf Punkte vor Werder.

Wolfsburg geschwächt aus der Champions league?

Nach dem starken 2:0 der Wolfsburger aus dem Hinspiel des Champions League Viertelfinales folgte eine Retourkutsche in Madrid. 3:0 hieß es am Ende für die Spanier. Die Wölfe erspielten sich kaum Torchancen, patzten vorm eigenen Tor und konterten schwach. In der Liga belegt man in der Auswärtstabelle den vorletzten Rang, holte lediglich elf Punkte in 14 Auswärtspielen. Zudem droht Draxler, der zuletzt mit guten Leistungen überzeugte, das Saisonaus. Dennoch darf man die Niedersachsen nicht unterschätzen, auch nach dem Viertelfinalaus in der Königsklasse. Trainer Dieter Hecking fordert deshalb „Willen und Charakter“ seiner Mannschaft ein. Mit einem ordentlichen Endspurt ist die Qualifikation für die Europa League noch möglich. Am Samstag wird der Werksklub allerdings auf „eine hoch motivierte Bremer Mannschaft treffen“ weiß VfL-Coach Dieter Hecking.

 


Schlagworte: Claudio Pizarro, SV Werder Bremen, VfL Wolfsburg, Viktor Skripnik

Artikelinformationen


Datum: 15. April 2016
Veröffentlicht von:
Autor: Mirco Broers


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