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Auftakt nach Maß

Erstes Gruppenspiel der Hockey-Herren bei der EM 2015

Vor 4.500 Zuschauern gewann die deutsche Hockeynationalmannschaft der Männer ihr erstes Gruppenspiel gegen Belgien mit 4:0. Das enge und abwechslungsreiche Spiel konnten die deutschen Herren aufgrund einer stabilen Defensive und eines herausragenden Torwarts für sich entscheiden.

Veröffentlicht am 22. August 2015 von

Perfekter Einstand der deutschen Hockey-Herren bei der EM 2015 in London

(Hannover) Die Belgier versuchten von Anfang an das Zepter in die Hand zu nehmen, sodass sie bei gegnerischem Ballbesitz früh attackierten. Die deutsche DHB-Auswahl zeigte sich allerdings davon wenig beeindruckt und befreite sich aus ihrer Hälfte mit einfachen, schnellen Kombinationen, die in der sechsten Minute durch einen Stecher von Staib zur ersten gefährlichen Torchance führte. Nur eine Minute später erspielte sich dann auf der anderen Seite das belgische Hockeynationalteam ihre erste Torchance in aussichtsreicher Position. Cedric Charlier kam aus ca. sechs Metern halblinker Position frei zum Schuss, doch traf er dabei seinen eigenen Mitspieler. In einer unterhaltsamen Partie erspielten sich beide Teams viele Torchancen, sodass die Zuschauer ein sehr abwechslungsreiches Spiel mit vielen Torraumszenen zu sehen bekamen. Die deutschen Herren investierten immer mehr Kraft in das Duell, sodass ab der zehnten Minute daraus eine Feldüberlegenheit resultierte. Die Mannschaft von Bundestrainer Markus Weise war dadurch allerdings konteranfällig, allerdings konnte Torwart Jacobi die Chance von Charlier vereiteln. Wenig später bekam die belgische Nationalmannschaft eine Strafecke zugesprochen, die das Tor knapp unten links verfehlte. Nachdem die Deutschen ihre Feldüberlegenheit nicht ausnutzen konnten, verlagerte sich die Ballkontrolle und Überlegenheit hin zu den Belgiern. Das DHB-Team konzentrierte sich in der Phase mehr auf die eigenen inszenierten Konter. Beispielhaft war dafür ein Zuspiel in den Schusskreis, doch Grambusch konnte den Ball nicht kontrollieren. Im Gegenzug hielt Jacobi einen Stecher von Cosyns, sowie einen Lupfer parierte der Schlussmann vom Uhlenhorster HC stark. Mit diesen zwei Glanztaten hielt Jacobi seine Mannschaft im Spiel. Auch der belgische Torwart glänzte mit einer Weltklasseparade, als er beim Schuss von Grambusch reaktionsschnell agierte. Den Nachschuss schoss Staib ganz knapp am rechten Pfosten vorbei. Keines der beiden Teams konnte ihre Chancen in Tore ummünzen, sodass es mit 0:0 in die Kabine ging.

Glück für Deutschland

Den ersten und einzigen Aufreger der Partie gab es in der 34. Minute, als der Belgier Boon einen Treffer erzielte, der allerdings vom Schiedsrichter nicht anerkannt wurde. Der Videobeweis gab keine hundertprozentige Aufklärung über das Tor, sodass die mitgereisten belgischen Fans verärgert über die Schiedsrichterleistung reagierten. Unbeeindruckt spielte das deutsche Herrennationalteam weiter auf und erarbeitete sich in der 40. Spielminute ihre erste Strafecke. Nur zwei Minuten später machten es die Mitspieler um Moritz Fürste besser. Gucasoff konnte die zweite Ecke mit seinem Schläger abwehren, doch am daraus resultierenden Angriff war der Belgier chancenlos. Fuchs spielte den Abpraller zu Butt, der wiederum für Niklas Wellen zum Stecher auflegte. Dieser Spielzug, resultierend aus der zweiten Strafecke, brachte den Deutschen die 1:0 Führung. Die Belgier reagierten auf den 0:1 Rückstand mit einer „Jetzt erst Recht“- Mentalität und erspielten sich im letzten Viertel eine weitere Ecke. Auch hierbei zeigte Jacobi seine Weltklasse und vereitelte mit dem Schläger den Flachschlenzer von Boons. Bemerkenswert war, dass die Belgier in Unterzahl alles für den Ausgleich probierten, trotz der gelben Karte für Kapitän Dohmen. Der nächste Gegenangriff der Deutschen sorgte schließlich für die Vorentscheidung. Ein weiterer Stecher, diesmal von Constantin Stab, traf hoch oben rechts in die Maschen. Die Überzahlsituation verhalf dem Team von Trainer Markus Weise anschließend zum 3:0, als Niklas Wellen den Pass von Milkau flach über die Linie drückte und damit seinen Doppelpack schnürte. Ein Pfostentreffer von Staib verhinderte anschließend das 4:0. Der Vize-Europameister von 2013 gab dennoch nicht auf und erkämpfte sich die vierte Strafecke, die der unbezwingbare Jacobi parierte. Den Schlusspunkt setzte Florian Fuchs in der 58. Minute, als er einen Pass von Fürste per Rückhand in das linke Eck schoss.

Nach dem Einstand war das gesamte deutsche Team zu Recht völlig zufrieden, doch der Bundestrainer stellte fest: „Für einen Turnierstart ist ein 4:0 gegen Belgien sicher kein alltägliches Resultat. Also, ein richtig guter Start! Wir haben gut verteidigt und auch gut gespielt. Das Ergebnis ist vielleicht etwas zu hoch ausgefallen.“

Mit einem weiteren Sieg im nächsten Spiel gegen Irland könnte das DHB-Team schon ihr Halbfinalticket buchen.


Schlagworte: Belgien, Deutschland, EM 2015, Hockey, London

Artikelinformationen


Datum: 22. August 2015
Veröffentlicht von:
Autor: Louis Lambert


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