Logo

Das Nachrichtenportal für Sport

Tennis - Australian Open

Vorschau: Federer fordert den Djoker

Australian-Open

Am Donnerstag kommt es im Halbfinale der Australian Open in Melbourne zu einem wohl vorweggenommenen Finale. Der Weltranglistenprimus Novak Djokovic trifft zum 45. Mal auf den Weltranglistendritten Roger Federer. Beide Spieler konnten bislang 22 Matches für sich entscheiden.

Veröffentlicht am 27. Januar 2016 von

In 44 Aufeinandertreffen eine ausgeglichene Bilanz – das allein ist schon beeindruckend und spricht für die beiden Ausnahmeathleten.

Morgen geht es für beide um den Finaleinzug, den vorletzten Schritt auf dem Weg zum ersten Grand Slam des Jahres Down Under. Und wer, wenn nicht Roger Federer sollte diesen Novak Djokovic schlagen? Der Schweizer bringt potenziell alles mit, um den „Djoker“ aus dem Turnier zu werfen. Doch genauso hat der Weltranglistenerste aus Serbien die Mittel, sich gegen seinen Dauerkonkurrenten durchzusetzen. Djokovic  gilt als bester Returnspieler, Federer steht schon bei eigenem Aufschlag enorm unter Druck. Dazu muss Federer viel Risiko gehen, um die starke Defensive des Serben zu überwinden. Für den Schweizer gilt, sein Aufschlagspiel durchzubringen und es irgendwie zu schaffen, den Rhythmus der Nummer 1 zu unterbrechen. Unmöglich ist  es sicher nicht, Federer überzeugte schon in Wimbledon und bei den US Open, wo er jeweils das Finale erreichte, dann jedoch gegen eben jenen Novak Djokovic unterlag. Doch mit seiner Aufschlagstärke und seiner neuen Lust am Netzangriff hat der Schweizer sein ohnehin schon beeindruckendes Repertoire noch einmal erweitert.

Federer muss sein bestes Tennis spielen

Im letzten Jahr konnte „FedEx“ Djokovic immerhin drei Mal besiegen, fünf Mal hatte „Nole“ am Ende die Nase vorn. Allerdings gewann Djokovic die wichtigsten Matches, die beiden Grand-Slam-Finals und das Endspiel des Jahresend-Turniers. Für Roger Federer also durchaus ein Grund, sich am Donnerstag zu revanchieren.

Vor dem morgigen Match gilt Novak Djokovic trotzdem als Favorit. Ganz viel abhängen wird besonders von einem Schlag – dem Aufschlag.  Kann Federer seinen ersten Aufschlag konsequent und gut übers Netz bringen, stehen die Chancen nicht schlecht, sich langen und kraftraubenden Ballwechseln zu entziehen. Ist die Quote beim ersten Aufschlag hingegen nicht hoch genug, dürfte es Federer ähnlich ergehen wie in den vergangenen verlorenen Matches gegen den Djoker.

Alles in allem befinden sich beide Spieler in absoluter Topform, spazierten  locker und nahezu problemlos bis ins Halbfinale. Die Tagesform wird eine wichtige Rolle spielen, wer das Match schließlich für sich entscheidet und Down Under nach dem ersten Grand Slam Titel des Jahres greifen kann. Fest steht: Federer braucht im Normalfall eine Ausnahmeleistung, will er Djokovic das erste Mal seit 2012 bei einem Grand Slam schlagen.


Schlagworte: Australian Open, Grand Slam, Halbfinale, Novak Djokovic, Roger Federer, Tennis

Artikelinformationen


Datum: 27. Januar 2016
Veröffentlicht von:
Autor: Tim Vrastil
Korrektur: Fabio Löber


Teilen & Versenden


Auf teilen
Auf teilen

Kurzlink: bit.ly/1DASnWi