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Fußball

Austritt gegen Einzug

Am heutigen Abend werden zwei Mannschaften gegeneinander antreten, die zurzeit beide Geschichten schreiben. Zum einen Island mit ihrem Einzug ins EM- Achtelfinale und England mit dem Austritt aus der EU.

Veröffentlicht am 27. Juni 2016 von

Hannover. Nach dem Last-Minute-Sieg gegen die Österreicher wurde ein Traum für Islands Fußballhelden wahr, denn noch nie zuvor hatten sie den Einzug ins EM-Achtelfinale geschafft. Mit dem 2:1 Sieg am Mittwoch waren sogar ein paar freie Tage bis zum nächsten wichtigen Spiel möglich. Islands Trainer Heimir Hallgrimsson sagte nach dem Spiel: „Wir werden ihnen jetzt einfach sagen: „Geht schlafen und erholt euch.“

Träume werden wahr

Nicht nur der Traum vom Einzug ins Achtelfinale ist wahr geworden, sondern auch der Traum gegen England zu spielen, wird am Montag für die Isländer in Erfüllung gehen. „Eigentlich bin ich Fan von England, wenn ich sie im Fernsehen sehe. Das ist also etwas ganz Besonderes“, so der Innenverteidiger Kari Arnason. Auch Islands Kapitän Aron Gunnarsson konnte es kaum fassen: „Wir haben Charakter gezeigt und es aufgrund unserer Mentalität geschafft. Wir haben unsere Handballer als Vorbild genommen, die haben das oft gezeigt. Wir wussten, dass wir es schaffen können.“ Zuversichtlich und kampfbereit zeigen sich die Isländer schon jetzt. Denn mit den vier Tagen Pause, können sie sich gut auf das Spiel gegen die Engländer vorbereiten. „Island ist verrückt nach dem englischen Fußball. Wir wissen alles über sie- aber sie nicht über uns. Das ist vielleicht ein Vorteil“, so Hallgrimsson.

Trotz Nullnummer im Achtelfinale

Die Engländer schafften trotz dem 0:0 Spiel gegen die Slowakei den Einzug als Zweiter ins Achtelfinale. Die Mannschaft bestimmte die meiste Zeit das Spiel, doch fehlte ihnen die nötige Entschlossenheit, um Tore zu erzielen. Nach dem 2:1 gegen Wales entschied sich der Three-Lions-Coach Roy Hodgson für sechs Veränderungen in der Aufstellung. So stellte er Vardy, Sturridge, Henderson, Wilshere, Bertrand und Clyne auf. Wer von Anfang an im Achtelfinale gegen Island aufgestellt wird, ist noch offen.

Wenn schon Brexit, dann richtig!

Seit Freitag Morgen steht fest: England ist raus aus der EU. Doch nun werden auch Witze über Nordirland, Wales und England gemacht. Es heiße: Dürfen die drei Länder denn eigentlich weiter in Frankreich mitspielen? Der englische Auswahltrainer Roy Hodgson äußerte sich zu der Entscheidung: „Ich hatte ein so gutes Gefühl mit dieser jungen und weltoffenen Mannschaft, die im Falle einer Brexit-Entscheidung England natürlich nicht mehr repräsentieren würde.“ Doch das englische Nationalteam möchte sich ihren bisherigen Erfolg nicht von den negativen Nachrichten kaputtmachen lassen. „Ich denke, dass keiner von uns genug darüber weiß, um es zu kommentieren, so Harry Kane, Stürmer der Mannschaft. Die Konzentration liege daher auf dem Spiel anstatt auf dem Austritt Großbritanniens, da ist sich jeder einig. Wales-Trainer Chris Coleman möchte vor dem Achtelfinale gegen die Nordiren keinen Gedanken an den Brexit verlieren. „Noch sind wir in Europa. Über alles andere reden wir, wenn wir zuhause sind“, so der Coach.


Schlagworte: Achtelfinale, EM 2016, Iceland, Island vs England

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Datum: 27. Juni 2016
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