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Basketball

Bamberg entthront den deutschen Meister

Meister

(Hannover) Es ist vollbracht. Nach einem hochdramatischen fünften Spiel entthronen die Brose Baskets Bamberg den amtierenden deutschen Meister FC Bayern München mit 88:84 (49:36) und sicherten sich die siebte Meisterschaft der Vereinsgeschichte. Dabei wurde es zum Ende nochmal spannend.

Veröffentlicht am 22. Juni 2015 von

Durch den Sieg gingen die Bamberger in der Best-of-five-Serie mit 3:2 in Führung und waren somit nicht mehr zu stoppen. „Wir haben uns diesen Titel verdient, denn wir haben ein großes Spiel gemacht. Insgesamt war das für uns eine unglaubliche Saison, da kann ich den Spielern nur danken“, sagte Brose-Coach Andrea Trinchieri.

Nach dem vergebenen Matchball am Mittwoch (Bayern siegte mit 83:73) holte sich der Rekordmeister nun vor heimischem Publikum den Titel. Großen Anteil daran hatte Bambergs Center Trevor Mbakwe, der mit 20 Punkten und 13 Vorlagen der Mann des Spiels war.

Starker Beginn des Gastgebers

Zu Beginn der Partie zeigte der Gastgeber, dass er den zweiten Matchball jetzt endlich verwandeln wollte. Bereits nach drei Minuten führten sie mit 9:0 und gingen nach dem ersten Viertel mit 15:8 vom Feld. Bis kurz nach der Halbzeit drückten die Bamberger dem Spiel deutlich ihren Stempel auf und hielten das Team von Trainer Svetislav Pešić bis drei Minuten vor Schluss mit 82:67 souverän auf Abstand.

Vor allem ein in der Anfangsphase überragend aufspielender Nationalspieler Daniel Theis stellte die Weichen. „Wir springen höher und laufen schneller“, sagte er in der Pause.

Spannende Schlussphase

Doch sie waren sich anscheinend schon zu sicher, den Sieg einzufahren. Viele Ballverluste in der Offensivbewegung brachten die Gäste aus München nochmal heran. Auch in der bis dato stabilen Verteidigung schlichen sich kleine Unaufmerksamkeiten ein. Fünf Sekunden vor Schluss kam der FCB in Person von John Bryant, der bereits in Spiel 4 eine überragende Partie machte, nochmal auf 84:86 heran. Bambergs Dawan Robinson behielt allerdings einen kühlen Kopf und machte an der Freiwurflinie den Sieg schlussendlich perfekt.

Münchens Nationalspieler Heiko Schaffartzik war nach der knappen Niederlage dementsprechend geknickt, gratulierte aber dem neuen deutschen Meister fair: „Es tut sehr weh, jetzt mit leeren Händen dazustehen. Aber Bamberg war über die gesamte Saison besser, sie haben sich die Meisterschaft absolut verdient.“

Statistik
Basketball · BBL · Play-offs Finale
Sonntag, 21.06.2015 | 15.00 Uhr
Brose Baskets Bamberg – 88 Punkte
Mbakwe (20), Miller (12), Strelnieks (11), Theis (10), Thompson (10), Wanamaker (9), E. Harris (6), D. Robinson (6), Tadda (4)

FC Bayern München – 84 Punkte
J. Bryant (16), Staiger (12), Zipser (11), B. Taylor (11), Schaffartzik (10), Djedovic (9), Stimac (7), Micic (6), Jagla (2), Gavel, Benzing, Savanovic

Fakten und Zahlen zum Spiel
Brose Baskets Bamberg FC Bayern München
Wurfbilanz 59 Würfe, 31 Treffer 67 Würfe, 27 Treffer
Trefferquote 52,0% 40,0%
Freiwurfbilanz 24 Würfe, 19 Treffer 22 Würfe, 18 Treffer
Trefferquote 79,0% 81,0%
Rebounds 39 28
Zuschauer 6800
Schiedsrichter Lottermoser, M. Reiter, Dr. Matip


Schlagworte: Basketball, Beko BBL, Brose Baskets Bamberg, FC Bayern München, Final

Artikelinformationen


Datum: 22. Juni 2015
Veröffentlicht von:
Autor: Marvin Sonnemann
Korrektur: Svenja Ebeling


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