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Berlin-Marathon: Anna Hahner verpasst Olympianorm

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(Hannover) Bereits zum 42. Mal fand am Wochenende der Berlin-Marathon in der Innenstadt von Berlin statt. Trotz optimaler Wetterbedingungen konnte Anna Hahner die Olympianorm für Rio 2016 nicht unterbieten.

Veröffentlicht am 28. September 2015 von

Mit über vierzigjähriger Tradition ist der Berlin-Marathon (derzeit offizieller Name: BMW BERLIN-MARATHON), der alljährlich am letzten Septemberwochenende stattfindet, zu einem der größten und renommiertesten Marathonläufe der Welt geworden. Gleichzeitig gilt die Strecke auch als besonders schnell, wodurch schon mehrfach Weltrekorde auf der Strecke gefeiert werden konnten.

Trotz dieser positiven Voraussetzungen wurde es für Olympiaanwärterin Anna Hahner (run2sky.com) ein sehr schweres Rennen. In der ersten Hälfte befand sich die 25-Jährige lange Zeit auf Kurs zur Olympianorm (2:28:30h). Doch im weiteren Verlauf des Rennens hatte die Gengenbacherin schwer zu kämpfen. Letztendlich erreichte sie nur als 13. Frau das Ziel und musste sich mit einer Zeit von 2:30:19h zufrieden geben. „Ich war mir eigentlich sicher, dass ich Bestzeit laufen kann. Bis zum Halbmarathon lief es noch gut. Ich habe gut trainiert in diesem Jahr und konnte es nicht ganz zeigen, was ich drauf habe“, resümierte Hahner, die im Vorjahr auf dieser Strecke noch persönliche Bestzeit gelaufen war.

Philipp Pflieger bester Deutscher

Es war ein mutiges Rennen, was Pflieger am Sonntag in Berlin ablieferte. Mut, der mit einer Zeit von 2:12:50h und als bester Deutscher belohnt wurde. Diese Zeit bedeutete für den Regensburger gleichzeitig eine persönliche Bestzeit, da der Berlin-Marathon der Erste war, den der 28-Jährige ins Ziel brachte. Im vergangenen Herbst war Hahner bei seinem Marathondebüt in Frankfurt bei Kilometer 36 kollabiert.

Nun zeigte sich seine deutlich verbesserte Vorbereitung. Auf den ersten 20 Kilometern machte er mit Julian Flügel (Team Memmert/ TSG Roth 08) ein gemeinsames Rennen. Zwischenzeitlich lagen beide sogar mit ihrer Zwischenzeit auf Olympianorm-Kurs. Zu Beginn der letzten Hälfte konnte sich Philipp Pflieger von seinem Mitläufer absetzen und sicherte sich mit deutlich mehr Biss Platz 16 in der Gesamtwertung der Männer. Auch für Julian Flügel sprang am Ende eine neue Bestzeit von 2:13:57h heraus.

Der Sieg ging an Kenia

Nicht überraschend ging der Gesamtsieg an einen Kenianer: Eliud Kipchoge sicherte sich souverän mit einer Zeit und gleichzeitig persönlichen Bestleistung von 2:04:00h den Sieg vor Landsmann Eliud Kiptanui (2:05:21h). Den entscheidendsten Schachzug auf dem Weg zum Sieg lieferte der 30-Jährige zwischen Kilometer 30 und 35 ab: Er schüttelte die letzten Konkurrenten ab und lief sich fast eine halbe Minute Vorsprung heraus, den er bis zum Ziel noch weiter ausbauen konnte. „Damit bin ich sehr zufrieden. Aber mein Ziel war der Weltrekord. Dafür möchte ich nächstes Jahr zurückkommen“, kommentierte der siegreiche Kenianer, der unterwegs mit Schuhproblemen zu kämpfen hatte, nach seinem Zieleinlauf.

Auch bei den Frauen ging der Gesamtsieg an Kenia. Gladys Cherono ging mit einer Zeit von 2:19:25h als schnellste Frau von der Strecke. Die 32-Jährige verpasste den zehn Jahre alten Streckenrekord der Japanerin Mizuki Noguchi um nur wenige Sekunden. Die Plätze zwei und drei bei den Frauen gingen an Aberu Kebede (Äthiopien; 2:20:48h) und Meseret Hailu (Äthiopien; 2:24:33h).


Schlagworte: Anna Hahner, Berlin-Marathon, Bestzeit, BMW, Leichtathletik, Philipp Pflieger

Artikelinformationen


Datum: 28. September 2015
Veröffentlicht von:
Bildquelle: © Kiefner
Autor: Svenja Ebeling
Korrektur: Isabel Fröbius


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