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Blitztor rettet glanzlose Bayern

Quelle (gettyimages)
Fotograf (Jean Catuffe)

In der vergangenen Runde zeigten die Bayern in einem starken Rückspiel gegen Juventus Turin ihre Qualitäten. Im Viertelfinale gegen Benfica Lissabon sollten die Ambitionen auf den Titel verdeutlicht werden, doch die Münchner ließen die gewohnten Stärken vermissen.

Veröffentlicht am 06. April 2016 von

Im Vorfeld des Spiels wurde der FC Bayern als Favorit gehandelt, Benfica Lissabon galt als „Glückslos“. Doch die Münchner füllten die Favoritenrolle nicht aus, gewinnen glücklich mit 1:0. Durch dieses Ergebnis könnte das Rückspiel zur Zitterpartie werden – für Fans und Mannschaft.

(Hildesheim) Fernseher an – Tor für Bayern. So startete für die Fußballfans der Dienstagabend. Nach einem frühen Tor (2.) für die Münchner, befürchteten wohl viele Zuschauer ein Debakel der Extraklasse – doch die Dominanz der Bayern blieb aus. Torschütze Vidal rettet mit seinem Tor den Sieg für die Bayern, die besonders in der zweiten Halbzeit schwach aufspielten. Ein zeitweiliges Happy End, bei dem viele Fragen um die Stärke und Leistung der Mannschaft rund um Pep Guardiola offen bleiben.

Ein guter Start ins Spiel

Eine Reserve, von der viele andere Klubs nur träumen. Überraschenderweise ließ Trainer Pep Guardiola Spieler wie Javi Martínez, Mario Götze und Xabi Alonso auf der Bank platz nehmen. Doch auch eine solche Veränderung scheint zu Anfang kein Problem.
Vor 70.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena beginnen die Bayern stark. In der zweiten Minute des Spiels treffen die Münchner zum ersten Mal. Bernat flankt auf Vidal, der aus fünf Metern per Kopf trifft. Damit ist das bislang schnellste Pflichtspieltor der Bayern in dieser Saison eingenetzt.

Es fehlt an Aktivität und Tempo

Doch so furios das Spiel auch für die deutschen Fans begonnen hat, desto stärker entwickelt es sich zu einer Partie der Portugiesen. Die Mannschaft mit „der momentan besten Viererkette in Europa“, wie Guardiola bestätigte, fand immer besser ins Spiel, ließ kaum Chancen zu. Die Möglichkeit von Müller (21.) zum 2:0 wurde von Keeper Ederson vereitelt, es fehlte der Mannschaft zunehmend an Zielstrebigkeit und Lebendigkeit. Die Führung der Münchner zur Pause war zu diesem Zeitpunkt mehr schlecht als Recht.

Benfica als starker Gegner

Mit Verlauf des Spiels zeigt sich, wieso die „Adler“ verdient in das Viertelfinale der „Königsklasse“ eingezogen sind. Die ambitionierten Aktionen der Mannschaft boten noch vor der Pause die Ausgleichschance. Gaitan zog aus zwölf Metern ab, der Schuss wurde jedoch von Vidal geblockt.
In der zweiten Halbzeit wurde das Bild einer schwachen und ermüdenden Münchner Mannschaft zusätzlich bestätigt. Sie versuchten Druck aufzubauen, gefährliche Toraktionen kamen allerdings nur vereinzelt zustande. Ribéry (81.) scheitert am Keeper der Gäste, Lewandowski (89.) legt den Pass auf Lahm nicht präzise auf. Vor heimischer Kulisse blieb die Mannschaft unter ihrem Niveau, Zuschauer hofften vergeblich auf eine Vorstellung wie im Achtelfinal-Rückspiel gegen Juventus Turin. Dank Torwart Manuel Neuer blieben zwei Riesenchancen der Gäste in der 57. und 64. ungenutzt; Bayern sicherte sich den erhofften Sieg im Hinspiel.

Das Team von Trainer Rui Vitoria hingegen zeigte sich weite Strecken des Spiels kämpferisch, hatte keinerlei Probleme, Ausfälle, wie von Stammkeeper Julio Cesar, zu verkraften. Mit einer vergleichsweise starken Leistung im Rückspiel, stehen dem Team noch alle Türen Richtung Halbfinale offen.

Aufstellung:

Bayern München
Neuer – Lahm, Kimmich (60. Martínez), Alaba, Juan Bernat –
Vidal – Douglas Costa (70. Coman), T. Müller (85. M. Götze), Thiago, Ribéry – Lewandowski

Benfica Lissabon
Ederson – André Almeida, Lindelöf, Jardel, Eliseu –
Fejsa, Renato Sanches – Pizzi (90+1 Samaris), Gaitan – Mitroglou (70. Jimenez), Jonas (83.Salvio)


Schlagworte: Alianz Arena, Benfica Lissabon, Championsleague, FC Bayern München, Hinspiel, Pep Guardiola, Viertelfinale

Artikelinformationen


Datum: 06. April 2016
Veröffentlicht von:
Autor: Marie-Sophie Zieseniß


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