Logo

Das Nachrichtenportal für Sport

Fußball

Burnout-Aus für Lewandowski

Quelle: gettyimages

Sascha Lewandowski tritt aufgrund von Herzbeschwerden als Trainer des Zweitligisten 1. FC Union Berlin mit sofortiger Wirkung zurück.

Veröffentlicht am 04. März 2016 von

Hannover. Sascha Lewandowski, vielen sicherlich noch als Ex-Trainer von Bayer Leverkusen in Erinnerung, leidet an funktionellen Herzbeschwerden infolge eines Burnout-Syndroms. Zusammen mit dem 1. FC Union Berlin Präsidenten Zingler einigte man sich, den Vertrag aufzulösen, denn die Gesundheit ist wichtiger als die Fortsetzung seiner Arbeit.

Folgen eines Burnout-Syndroms

Immer mehr Menschen erkranken in den letzten 20 Jahren an den Folgen eines Burnout-Syndroms (engl. burn out ‚ausbrennen‘). Offiziell nicht als Krankheit, sondern als ein Problem der Lebensbewältigung definiert, fühlen sich nicht immer nur noch Top-Manager ausgebrannt und am Ende ihrer Kräfte. Meist werden die Folgeerkrankungen durch Stress aufgrund beruflicher oder anderweitiger Überlastung ausgelöst. Äußern tut sich ein Burnout durch körperliche, emotionale und geistige Erschöpfung. Manch einer neigt zu erhöhter Aggressivität, wiederum andere erleiden Depressionen oder funktionelle Herzbeschwerden, wie in dem Fall Lewandowski.

Präsident war von Anfang an über Krankheit informiert

Im September letzten Jahres trat er das Amt des Trainers des 1. FC Union Berlin an. Seit dem 22. Februar 2016 wurde Lewandowski erstmal für drei Wochen krankgeschrieben und durch seinen Co-Trainer André Hofschneider auf der Bank ersetzt. Nun wird allerdings doch die Notbremse seitens Trainer und Präsidenten gezogen. Letzterer war von Anfang an umfassend über die Erkrankung informiert.

Ich hatte gehofft, dass eine kurze Pause reichen könnte, die Beschwerden deutlich zu verringern. Dies war aber leider überhaupt nicht der Fall. Neben den gesundheitlichen Risiken muss ich auch akzeptieren, dass ich aktuell einfach nicht annähernd die Power habe, mit so viel Energie zu arbeiten, wie ich es als Cheftrainer gewohnt bin und wie die Mannschaft es verdient“ so Lewandowski am Freitag Nachmittag über seinen Zustand.

„Union war selbst in dieser kurzen Zeit etwas Besonderes für mich.“

Die Gesundheit geht vor, deswegen befindet sich Sascha Lewandowski nun auch schon bereits in einem Reha-Aufenthalt. Er dankt dem Klub für die Unterstützung: „Die Anteilnahme der Menschen an ihrem Verein, die positive Unterstützung in schwierigen Phasen, immer wieder Zuspruch und Aufmunterung der Fans auch für mich als Trainer – Union war selbst in dieser kurzen Zeit etwas Besonderes für mich.“ Umso schwerer fiel ihm dieses, nun doch plötzliche, Ende.

Auch der Geschäftsführer Sport bei Union, Lutz Munac, wünscht im Namen des Klubs vollständige Genesung und hofft, dass man sich irgendwann unter besseren Vorzeichen wiedersieht. Wann dies allerdings sein wird, ist ungewiss denn nach Einschätzung seiner Ärzte wird es noch Monate dauern, bis er wieder der Alte sei.

 


Schlagworte: 1. Fc Union Berlin, 2. Bundesliga, Fußball, Gesundheit

Artikelinformationen


Datum: 04. März 2016
Veröffentlicht von:


Teilen & Versenden


Auf teilen
Auf teilen

Kurzlink: bit.ly/1DASnWi