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Castro der neue Offensivkoordinator des BVB

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Gonzalo Castro spielt bisher in einer unglaublichen Form und lässt den Abgang des letztjährigen Top-Scorers des BVB vergessen. Bei einer Mannschaft die sich nach eigenen Aussagen neu finden muss zeigt der Mittelfeldspieler ganz klar, dass er eine Stütze des dortmunder Spiels sein kann und will. Doch GC27 hat selbst noch höhere Ziele als einen Stammplatz beim BVB.

Veröffentlicht am 23. September 2016 von

Am vergangenem Spieltag brauchte Gonzalo Castro 45 Minuten für zwei Torvorlagen. „Nein, ich war nicht sauer und wollte es auch niemandem beweisen“, meinte Castro nach dem Spiel gegen den VFL Wolfsburg, nachdem er die erste Halbzeit nur auf der Bank saß. Doch nach seiner Einwechslung in der Halbzeit riss er das komplette Spiel an sich, fast jeder Angriff des BVB lief über ihn. Doch war es nun ein Fehler von Thomas Tuchel ihn erst draußen gelassen zu haben oder doch ein kluger Schachzug ihn zur zweiten Hälfte zu bringen und die stärker werdenden Wölfe somit aus dem Konzept zu bringen.

Doch Castro zeigt sich zufrieden. „Es läuft ja schon längere Zeit gut bei mir, aber momentan passt es einfach optimal mit der Mannschaft. Der Trainer verlangt, dass wir bis zum Schluss Vollgas geben, auch nach einem 3:0 nicht nachlassen. Das kommt meinem Spiel zugute“, meint der Mittelfeldspieler nach dem Spiel gegen Darmstadt 98.

Castro der Top-Scorer der Borussia

In bisher sieben Pflichtspielen des BVB war Gonzalo Castro bereits an acht Treffern (3 Tore, 5 Vorlagen) direkt beteiligt. Doch Castro zeigt sich weiter bissig.“ Ich gebe immer Gas, wenn ich spiele. Das System, beziehungsweise die Spielweise, ist klar und jeder weiß, was er zu tun hat“, verrät Castro. Und seine Aussagen sind nicht einfach nur daher gesagt. Alle 58 Minuten ist Gonzalo Castro an einem Tor des BVB beteiligt. Nie zuvor erreichte er einen solch bemerkenswerten Wert.

Castro bestätigt damit seine bisherigen Leistungen und zeigt einen deutlichen Trend nach oben. In Leverkusen war er durchschnittlich pro Saison an 12,8 Toren beteiligt, letztes Jahr waren es in Dortmund bereits 18 Torbeteiligungen und wir können gespannt sein auf welchen Wert er dieses Jahr kommen wird.

Dreh- und Angelpunkt des Angriffsspiels

Seine bevorzugte Position dabei ist das zentrale offensive Mittelfeld. Durch seine Beweglichkeit und Schnelligkeit kann er das Spiel an sich reißen, lenken und ist immer eingebunden. Seine bisherige Passquote von 88% in der gegnerischen Hälfte unterstreicht seinen Wert für das gefährliche Offensivspiel der Dortmunder bisher. Auch in der Vorbereitung von Torschüssen stellt Castro, mit 15 Vorlagen, den Bestwert der Liga.

„Gonzalo ist ein unglaublich guter und intelligenter Fußballer“, sagt Sportdirektor Michael Zorc über den 29-Jährigen. Auch seine Rolle im Team des BVB hat sich innerhalb des letzten Jahres verändert. War er im vergangenem Jahr selbst noch der Neue, muss er dieses Jahr eine Führungsrolle einnehmen und die jungen Spieler beim BVB unterstützen. „Die jungen Spieler sind lernwillig und hören aufmerksam zu. Sie denken nicht, sie wären die Größten. Das Klima ist sehr gut“, sagt Castro über das Teamgefüge des BVB.

Über den BVB wieder in die Mannschaft?

Natürlich macht Gonzalo Castro mit seinen derzeitigen Leistungen stark auf sich aufmerksam. Auch ein Comeback in der deutschen Nationalmannschaft kann er sich durchaus vorstellen. „Ich versuche stets, mein Bestes zu geben. Aber wenn es nicht reicht, dann reicht es nicht. Klar wäre es schön, noch mal eingeladen zu werden“, sagte Castro selbst. Bei seinen bisherigen Leistungen, ein nicht aus der Luft gegriffener Wunsch, den auch Bundestrainer Joachim Löw wahrnehmen muss und auch wird. Doch erstmal wird Castro weiter Gas beim BVB geben wollen und was dann passiert, werden wir sehen.


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Datum: 23. September 2016
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