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Fußball

Chancenlos beim Branchenprimus

Bayern München eilt von Rekord zu Rekord: Durch den 4:0 (2:0) Sieg über den 1. FC Köln feierte der Rekordmeister im zehnten Spiel den zehnten Sieg und festigte dadurch die Tabellenführung in der Bundesliga. Zudem war es der insgesamt 1000. Sieg in der Münchner Bundesligahistorie. Die Geißböcke fielen durch die Niederlage auf den neunten Tabellenplatz zurück.

Veröffentlicht am 27. Oktober 2015 von

In der ausverkauften Allianz-Arena (75 000 Zuschauer) erzielten der nach einer Verletzung erstmalig nach sieben Wochen wieder spielende Arjen Robben (35.), Arturo Vidal (40.), Robert Lewandowski (62.) und Thomas Müller (75.). Die Kölner agierten über die ganze Spielzeit zu harmlos und waren lediglich darauf aus, mit einem Abwehrbollwerk einen Punkt aus München zu entführen. Gästetrainer Peter Stöger zeigte sich mit der Ausführung der Konter sehr unzufrieden: „ Da haben wir nicht genau genug gespielt und mehrere aussichtsreiche Aktionen liegen gelassen.“ Im Gegensatz zu seinem Arbeitskollegen war FCB-Coach durchweg mit der Leistung seiner Mannen zufrieden: „Ein großes Kompliment an das Team. Wir sind glücklich, dass wir gewonnen haben. Es war nicht einfach gegen die Verteidigung der Kölner.“

Anfängliche Probleme, dann der Doppelschlag vor der Pause

Schon ein Blick auf die Aufstellung verriet: Von den Rheinländern war kein Offensivfeuerwerk zu erwarten. Mit einer Fünferkette und drei defensiven Mittelfeldspielern war die Marschroute von Peter Stöger klar: Den Ballzauberern aus München möglichst wenig Platz für ihr Kombinationsspiel zu lassen. Zu Beginn der Partie ging die Taktik zunächst auf. Lediglich Arjen Robben prüfte mit einer Volleyabnahme Timo Horn (7.). Dieser konnte das Leder mit einer starken Reaktion noch um den Pfosten lenken. Lediglich drei Minuten später stand Thomas Müller völlig frei vor dem Kölner Schlussmann, bugsierte den Ball jedoch nicht ins Gehäuse sondern in Horns Arme.

In der Folgezeit taten sich die Münchner sehr schwer, große Chancen herauszuspielen. Die Domstädter verschoben ihre Abwehrreihe geschickt und wirkten in den brenzligen Szenen bei Hereingaben stets hellwach. Der Dosenöffner aufseiten der Münchner folgte letztlich in der 35. Minute. Müller flankte von rechts. Nach Zweikampf zwischen Lewandowski und Maroh am Fünfer prallte der Ball glücklich zu Robben, der sich das Leder noch zurechtlegte und überlegt flach ins linke Eck einschob. Nur fünf Minuten später erhöhte Arturo Vidal mit einem Flachschuss aus knapp  15 Metern. Der Ball wurde noch von Dominic Marohs linkem Unterschenkel abgefälscht, sodass Timo Horn keine Abwehrchance hatte. Die Partie war zum Pausentee so gut wie entschieden.

Köln weht früh die weiße Fahne

In der zweiten Hälfte bot sich den Zuschauern dasselbe Bild wie vor dem Seitenwechsel. Der Münchner Dauerdruck traf auf einen massiven Kölner Defensivverbund. Dass die Kölner selbst nicht mehr mit einem erfolgreichen Auswärtstrip rechneten zeigte die 58. Minute. Peter Stöger wechselte seinen einzigen nominellen Stürmer Anthony Modeste aus, um mit Yuya Osako einen im Vergleich zum Franzosen defensivorientierteren Spieler auf das Feld zu schicken. Dennoch fanden die Akteure von der Säbener Straße Mittel und Wege, sich weitere Chancen herauszuspielen (Robben/57.). In der 62. Minute schraubte Robert Lewandowski das Ergebnis weiter in die Höhe. Der Pole nickte eine Freistoßflanke David Alabas ins rechte untere Eck ein. Das Spiel entwickelte fortan mehr und mehr den Charakter eines Freundschaftsspiels. Der Rekordmeister ließ Ball und Gegner laufen, vor allen Dingen die Außenbahnspieler Coman und Costa spielten die Kölner Defensive mehrfach schwindelig.

Eine knappe Viertelstunde vor dem Schlusspfiff setzte Nationalspieler Thomas Müller den Schlusspunkt. Lewandowski wurde von Maroh im Strafraum zu Fall gebracht, Referee Meyer zeigte auf den Punkt. Müller verwandelte souverän und schraubte damit sein Torkonto auf zehn Treffer hoch (77.). Bei diesem Ergebnis blieb es letztendlich, nicht zuletzt aufgrund einer merklichen Spieltempodrosselung der Münchner. Gästetorwart Timo Horn zeigte sich trotz der herben Niederlage nicht unzufrieden: „Wir haben es versucht. Egal, ob man mit Vierer-, Fünfer- oder Sechserkette spielt, die Bayern finden immer Lücken.“

Nach den Pokalspielen unter der Woche eröffnet der Rekordmeister den nächsten Bundesligaspieltag am kommenden Freitag (20.30 Uhr) mit einem Gastspiel bei Eintracht Frankfurt, während der FC erst samstags (15.30 Uhr) die TSG Hoffenheim empfängt.

 


Schlagworte: 1. FC Köln, Bundesliga, FC Bayern München, Pep Guardiola, Peter Stöger, Rekord

Artikelinformationen


Datum: 27. Oktober 2015
Veröffentlicht von:
Autor: Julian Witzel
Korrektur: Sven Brinkmeyer


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