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CHIO Aachen – Brüsewitz siegt für Deutschland

thomas brüsewitz

Der CHIO in Aachen ist für die deutschen Voltigierer die letzte Möglichkeit, sich vor der kommenden Weltmeisterschaft noch einmal auf großer Bühne zu beweisen. Doch auch wenn Thomas Brüsewitz den Sieg im Einzel der Herren nach Deutschland holte, ist die Bilanz ernüchternd. Denn Deutschland hatte auch auf die Plätze zwei und drei gehofft.

Veröffentlicht am 26. Juli 2016 von

(Hannover) Thomas Brüsewitz – Für Kenner des Voltigiersports ist dieser Name schon lange kein unbekannter mehr. Die Liste der Titel, die der 22-Jährige aus Garbsen bereits verbuchen kann ist lang. Fünf EM-Medallien, fünf Mal stand er bereits bei Deutschen Meisterschaften auf dem Treppchen. Hinzu kommen Platzierungen in Worldcups. Seit dem vergangenen Wochenende ist diese Liste nun um einen Titel länger. Auf dem weltbekannten Traditionsturnier CHIO in Aachen konnte der junge Sportler den Preis der Sparkasse für sich entscheiden.

Bekannter Zirkel – Neue Herausforderung

Es war ein altbekannter Zirkel, in den Brüsewitz am Sonntag einlief. Zuletzt hatte er sich hier im vergangenen Jahr die Silbermedaille bei den Europameisterschaften gesichert. Doch mit einem Sieg des sympathischen Einzelvoltigerers rechnete zunächst niemand. Schließlich sind Brüsewitz und sein Pferd Big Star (Longe: Irina Lenkeit) erst seit September vergangenen Jahres ein Team. Die Konkurrenz war stark. Vor der Kür lag er an zweiter Stelle.

Die entscheidende Kür

Als Thomas Brüsewitz zur Kür in den Wettkampfzirkel einlief, hatte er es in der Hand. Um seinen stärksten Konkurrenten Stefan Csandl aus Österreich hinter sich zu lassen, musste er eine überragende Leistung bringen, sich selbst übertreffen. Und genau das gelang dem Athleten. Mit einer exzellenten Endnote von 8,681 beendete der Niedersachse diese Prüfung. Für seine Technik strich er sogar eine herausragende 9,300 ein. Er sei so aufgeregt wie nie zuvor gewesen, gab er in der anschließenden Pressekonferenz zu.

Generalprobe für die Weltmeisterschaften

Das Brüsewitz auch unter einem solchen Druck herausragende Leistungen bringen kann, stellte er nun in Aachen eindrucksvoll unter Beweis. Und macht damit Hoffnung für die kommenden Weltmeisterschaften vom 18. bis 21. August in Le Mans. Aachen war für die deutschen Voltigierer eine Art Generalprobe, eine letzte Übung auf dem großen Parkett, bevor es richtig ernst wird.

Die Plätze zwei und drei

Den Konkurrenten Csandl verschlug es mit einem dritten Rang in der Kür letztendlich auf Platz zwei in der Gesamtwertung. Der Österreicher hatte seine Neptun-Kür zu dramatischer Musik aus dem Film „Der Weiße Hai“ präsentiert. Platz drei sicherte sich der Franzose Vincent Haennel, der zuvor einen Sieg in der Pflichtprüfung eingefahren hatte. Bei Technik und Kür reichte es dann allerdings nur noch für Rang fünf.

Ein Sieg war nicht genug

Mit Daniel Kaiser und Janik Heiland hielten auf Platz vier und fünf zwei weitere potenzielle WM-Kandidaten die deutsche Fahne hoch. Bundestrainerin Ulla Ramge zeigte sich von diesem Ergebnis überrascht. Die Deutschen waren zu diesem Turnier als haushohe Favoriten angereist. Man hatte gehofft, dass sie die vorderen Plätze unter sich ausmachen. Daniel Kaiser, der noch im März einen Sieg im Weltcupfinale verbuchen konnte, scheiterte am Sprung in die Grätsche und stürtze vom Pferderücken. Trotz eines deutschen Siegers sind diese Ergebnisse für die Deutschen ernüchternd. Doch Aachen galt schließlich als Generalprobe für die WM. Und bei der Generalprobe darf ja bekanntlich auch mal etwas schief gehen.


Schlagworte: CHIO Aachen, Daniel Kaiser, Einzelvoltigeren, Janik Heiland, Stefan Csandl, Thomas Brüsewitz, Ulla Ramge, Voltigieren

Artikelinformationen


Datum: 26. Juli 2016
Veröffentlicht von:
Autor: Maya de Wall


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