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„Das Aachen der Jugend“ – Die Future Champions 2016 in Hagen

Flickr; Eva Schaab

Das Future Champions Turnier in Hagen am Teutoburger Wald gilt als eines der wichtigsten deutschen Events für internationale Nachwuchsreiter. In der verganenen Woche gelang es deutschen Spitzenreitern der Altersklassen Children, Ponyreiter, Junioren und Junge Reiter erneut eindrucksvoll die Stellung Deutschlands als Reiternation unter Beweis zu stellen. Ein Rückblick auf die deutschen Erfolge.

Veröffentlicht am 13. Juni 2016 von

Hannover. Jugend. Spitzensport. Internationalität. – All das verkörpert vor allem ein deutsches Event jedes Jahr aufs Neue. Die Future Champions Tour in Hagen am Teutoburger Wald. Das „Aachen der Jugend“ lockt in jedem Jahr die junge reiterliche Elite aus ganz Europa auf den Hof Kasselmann. Hier präsentieren sich die zukünftigen Champions in den einzigen offiziellen deutschen Nationenpreisen für Ponyreiter, Junioren und Junge Reiter. In jedem Land darf pro Jahr nur ein Veranstalter einen offiziellen Nationenpreis ausrichten. Während sich die Senioren beim weltbekannten CHIO in Aachen messen, trifft sich die Nachwuchsspitze bei den Future Champions in Hagen.

Das Mekka des deutschen Nachwuchses

Ausgeschrieben werden hier neben den wichtigen Nationenpreisen für Children, Ponyreiter, Junioren und Junge Reiter der Disziplinen Dressur und Springen auch Prüfungen der Klasse S für Junioren und Junge Reiter. Auch für junge Pferde ist Hagen eine Zukunftsofferte – hier werden unter anderem die 5-Jährigen Spring- und Dressurpferde für die Warendorfer Bundeschampionate gesichtet. Seit 2013 beheimaten die Turnierplätze des Hof Kasselmann zudem die LVM Masters und erweiterten ihr Programm somit durch einen Vergleich auf Länderebene.

Freundschaft über die Ländergrenzen hinweg

Doch ganz besonders wichtig ist es Veranstaltern und Sponsoren jedes Jahr aufs Neue mit diesem Turnier ein Zeichen zu setzen: Nicht nur für den Nachwuchs und die Zukunft des deutschen Reitsports, sondern auch für die Freundschaft quer über Ländergrenzen hinweg. Für den nationsübergreifenden Zusammenhalt.

Vom 06. bis zum 13. Juni trafen sich in diesem Jahr die talentiertesten Children,  Ponyreiter, Junioren und Jungen Reiter aus aller Welt in Aachen. Und Deutschland hatte – wie so oft im Reitsport – die Nase vorn.

Deutsche Teams dominieren die Dressur

Das deutsche Junioren Team mit Hannah Erbe, Semmieke Rothenberger und Rebecca Horstmann sicherte sich souverän den Sieg im Nationenpreis vor Dänemark und Russland. Die Vorstellung von Semmieke Rothenberger und ihrer Stute Dissertation bewerteten die Richter mit 69,45 Prozent, nachdem die Don-Crusador Tochter nach dem starken Galopp kurz vor der abschließenden Grußaufstellung ungewollt für einige Tritte in den Trab fiel. Rothenberger lieferte so untypischerweise das Streichergebnis in dieser Prüfung. Im Kür-Finale  fand das Paar jedoch zu gewohnter Form zurück und konnte die gemeinsame Kür-Premiere mit 79,125 Prozent für sich entscheiden. Zu Musik waren Semmieke und Dissertation ihre Aufgabe noch nie zuvor geritten.

Hannah Erbe sicherte sich mit ihrem 9-Jährigen Wallach Carlos ein weiteres Mal den zweiten Platz. Wenig überraschend, nachdem Semmieke und Hannah die Plätze eins und zwei nicht nur bei den Future Champions im vergangenen Jahr, sondern zuletzt auch beim Preis der Besten unter sich ausgemacht hatten.

Premierengold für Luca Michels

In der I-Tour der Dressurjunioren, der Prüfung für diejenigen U-18 Reiter,  die nicht am Nationenpreis teilnahmen, konnte Luca Michels sich seine erste goldene Schleife in diesem Turnier sichern. Er entschied das Kür-Finale mit 75,833 Prozent für sich. Hinter sich ließ er Maike Mende und Alexa Westendarp, die nicht nur die Vorprüfungen für sich entschied, sondern auch für die diesjährigen Europameisterschaften nominiert wurde. Sie eritt sich mit ihrem Diamond-Hit Sohn Der Prinz 74,583 Prozent. Die I-Tour bei den Ponyreitern konnte die Zweitplatzierte des Deutschen Dressurderbys, Luna Laabs mit ihrem Pony Carlos WE für sich entscheiden.

Lars Berkemeier reitet allen davon

Der Sieger im Großen Preis der Ponyspringreiter kommt ebenfalls aus Deutschland: Lars Berkemeier blieb im Sattel der Stute Luna S als einziger im Umlauf, sowie im Stechen strafpunktfrei. Hinter ihm folgten mit der absoluten Bestzeit von 41,71 Sekunden die Französin Nina Mallevaey und der Ire Harry Allen, der es in 46,34 Sekunden ins Ziel schaffte. Beide mussten allerdings vier Strafpunkte verbuchen.

Perfektes deutsches Doppel

Als besonders schwierig gilt der Sprung aus der Klasse der Junioren zu den Jungen Reitern. Viele einstige Erfolgspaare verloren hier bereits den Anschluss. Das es auch ganz anders geht demonstrierten in Hagen Theresa Ripke und Jesse Luther. Beide reiten ihre erste Saison als Junge Reiter. Und die könnte besser kaum laufen. Was in der Dressur der Junioren Semmieke Rothenberger und Hannah Erbe sind, das sind die beiden nun im Lager der Jungen Reiter im Springen. Wo diese beiden auftauchen, da verteilen sie die obersten Plätze auf dem Treppchen unter sich. Die Future Champions in Hagen bildeten da keine Ausnahme. Luther entschied den Großen Preis mit einer strafpunktfreien Runde in 40,16  Sekunden als Schnellster der drei Paare im Stechen, für sich. Gesattelt hatte er den KWPN-Wallach Tibro v. Lux. Rivalin Ripke brauchte mit ihrem Erfolgspferd Calmado genau eine halbe Sekunde mehr. Der dritte Platz ging hier nach Frankreich, Megane Moisonnier hatte sich ebenfalls für das Stechen qualifiziert.

Somit machten die deutschen Nachwuchsstars in dieser vergangenen Woche in Hagen wieder einmal eindrucksvoll deutlich, dass Deutschland nicht umsonst eine der führenden Reiternationen in allen Altersklassen ist.


Schlagworte: CHIO, Dressur, Future Champions, Hagen, Semmieke Rothenberger, Springen

Artikelinformationen


Datum: 13. Juni 2016
Veröffentlicht von:
Autor: Maya de Wall


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