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Das fehlende Puzzleteil: Schweinsteiger füllt Uniteds Lücke

Quelle: getty images
Foto :Karwai Tang

Nach 17 Jahren im Verein hat Bastian Schweinsteiger dem FC Bayern am Montag offiziell den Rücken gekehrt und beim englischen Rekordmeister Manchester United einen Dreijahres-Vertrag unterschrieben.

Veröffentlicht am 14. Juli 2015 von

(Hannover) Während man in Süddeutschland bittere Tränen vergießt, freut sich sein neuer und alter Trainer Louis van Gaal auf den langersehnten Chef im Mittelfeld.

Lange stand ein großes Fragezeichen hinter der Zukunft von Bastian Schweinsteiger. Der 30-Jährige hatte nach einer kräfteaufreibenden Weltmeisterschaft ein durchwachsenes Jahr bei den Bayern hinter sich. So wurde spekuliert, ob Pep Guardiola den einstigen Taktgeber überhaupt noch benötigt. Schließlich stünden ihm sein Liebling Xabi Alonso und der Rückkehrer Javi Martinez zur Verfügung.

Unter van Gaal zum Weltstar

Und was oft als unmöglich galt, ist am vergangenen Freitag Realität geworden. Nach 17 (!) Jahren beim FCB entschloss Schweinsteiger sich dazu, mit 30 Jahren in ein neues Abenteuer zu stürzen. Das da heißt Premier League und Manchester United. Der englische Rekordmeister buhlte schon oftmals vergebens um Schweinsteiger, doch nun bekommen sie ihren Wunschspieler, endlich. Bei United wird „Schweini“ die klaffende Lücke vor der Abwehr ausfüllen. Ausgerechnet die Position, zu der ihn sein neuer und alter Trainer Louis van Gaal einst bei den Bayern umschulte. Vorher hatte er auf der linken und rechten Außenbahn nur mäßige Leistungen gezeigt. Doch in der Zentrale avancierte Schweinsteiger unter van Gaal zum Weltklasse-Spieler. Sinnbildlich für den Triumph der deutschen Nationalmannschaft in Rio prägt sein blutüberströmtes Gesicht wie kein zweites den WM-Titel 2014.

In Manchesters Starensemble fehlte in den vergangenen beiden Jahren ein Ideengeber im Umschaltspiel von Defensive auf Offensive. Nach der Ära Ferguson sollte unter David Moyes ein Umbruch stattfinden, doch der Verein versäumte es personell nachzulegen. Und so wurden auf den letzten Drücker „Nottransfers“ getätigt, deren sportlicher Beitrag bis dato überschaubar ist. Seit vergangenem Sommer schwingt van Gaal das Zepter im „Theater der Träume“. Seitdem wurden mehr als 200 Millionen Euro in neue Spieler investiert. Letztes Jahr hießen diese unter anderem Angel di María, Falcao, Marcos Rojo, Ander Herrera, Luke Shaw etc. Nun wurden erneut rund 100 Millionen in Schweinsteiger, Memphis Depay, Morgan Schneiderlin und Matteo Darmian investiert. „Eine echte van Gaal-Mannschaft“ kündigte der niederländische Coach für die kommende Saison an und freut sich besonders auf seinen neuen Mittelfeldchef: „Bastian ist der ultimative Profi, an seinem Talent und seiner Fähigkeit, Spiele zu kontrollieren, gibt es keinen Zweifel. Er bringt enorme Erfahrung mit und ist eine absolute Bereicherung unseres Kaders.“

Schweinsteiger ist „bereit für die neue Herausforderung“

Und auch Schweinsteiger, der mit dem gesamten United-Tross bereits zu einer Vorbereitungstour in die USA geflogen ist, zeigte sich begeistert von seinem neuen Klub: „Manchester United ist der einzige Klub, für den ich München hätte verlassen wollen. Ich fühle mich bereit für diese neue und spannende Herausforderung in der meiner Meinung nach konkurrenzstärksten Liga der Welt. Und ich freue mich darauf, wieder mit Louis van Gaal zusammenzuarbeiten.“

Der Weltmeister ist im Übrigen der erste deutsche Spieler in der langen und ruhmreichen Historie der „Red Devils“.


Schlagworte: Bastian Schweinsteiger, Bayern München, Louis van Gaal, Manchester United, Nationalmannschaft, Weltmeister, WM 2014

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Datum: 14. Juli 2015
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