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Das fehlende Vertrauen von Beiersdorfer

HAMBURG, GERMANY - APRIL 15: (L-R) Dietmar Beiersdorfer, chairman of Hamburger SV, Bruno Labbadia, new head coach of Hamburger SV and Peter Knaebel, director of professional football pose for a photo during a press conference on April 15, 2015 in Hamburg, Germany.  (Photo by Martin Rose/Bongarts/Getty Images)

Beim Hamburger SV hat man nach dem verunglückten Saisonstart die Konsequenzen gezogen und Trainer Bruno Labbadia beurlaubt. Sportlich ist die Entlassung des Trainers nachvollziehbar, zumal der Bundesliga-Dino noch kein Spiel gewinnen konnte und nach fünf Spieltagen bereits auf dem Relegations-Platz 16 steht. Doch die Art und Weise, wie Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer seinen alten Freund entlassen

Veröffentlicht am 28. September 2016 von

Beim Hamburger SV hat man nach dem verunglückten Saisonstart die Konsequenzen gezogen und Trainer Bruno Labbadia beurlaubt. Sportlich ist die Entlassung des Trainers nachvollziehbar, zumal der Bundesliga-Dino noch kein Spiel gewinnen konnte und nach fünf Spieltagen bereits auf dem Relegations-Platz 16 steht. Doch die Art und Weise, wie Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer seinen alten Freund entlassen hat, überraschte.

 

Rund 18 Monate war Bruno Labbadia Cheftrainer beim Hamburger SV. Eine, wie er sagt „sehr intensive“ Zeit ist nun zu Ende gegangen. Dem Fast-Abstieg und der Rettung durch Labbadia folgte eine ordentliche Saison im gesicherten Mittelfeld der Tabelle. Doch in Hamburg klaffen Ansprüche und Realität weit auseinander. Das Team wurde im Sommer zwar kräftig verstärkt, allerdings fast nur in der Offensive. Defensivspieler wurden gebraucht, aber nicht verpflichtet.

Dass Geldgeber Klaus-Michael Kühle dann Öffentlich eine Platzierung zwischen „Platz 6 bis 8“ forderte, setzte Labbadia dann noch weiter unter Druck. Eine solche Platzierung für den HSV schien dem neutralen Beobachter doch sehr weit hergeholt. Und dennoch präsentierte sich der Bundesliga-Dino zwar teilweise etwas ideenlos, hielt aber gegen jeden Gegner in den ersten fünf Spielen ordentlich mit. Erst in der Schlussphase schien dem HSV immer etwas die Luft auszugehen. Auch gegen die Bayern zeigte die Mannschaft eine ordentliche Leistung, auch wenn man spät das 0:1 kassierte und erneut als Verlierer vom Platz ging.

Doch nicht nur der sportliche Aspekt sorgte für die Entlassung. Vor der Saison wollte Labbadia unbedingt seinen ehemaligen Schützling Aogo von Schalke loseisen. Beiersdorfer hingegen stemmte sich mit aller Kraft dagegen um diesen Transfer zu verhindern. Seitdem liegt diese Freundschaft auf Eis und Labbadia ist nicht gut auf Beiersdorfer zu sprechen.

Ein Bericht der „Bild“ hat etwas offenbart, was viele ohne schon wussten: Beim HSV ziehen die Verantwortlichen nicht an einem Strang: Dass ein Sportdirektor und ein Trainer sich nicht auf einen Spieler einigen können – geschenkt. Aber dass Beiersdorfer dann eigenmächtig einen ganz anderen Spieler verpflichtet hat, ohne sich vorher mit Labbadia über den Spieler auszutauschen, ist schon kurios. Absolut verständlich, dass sich Labbadia das nicht hat gefallen lassen. Sollte der Streit tatsächlich zur Entlassung des Trainers beigetragen haben, würde es dem ohnehin schon würdelosen Labbadia-Aus die Krone aufsetzten.


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Datum: 28. September 2016
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