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Das französische 50 Millionen Euro Juwel

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Das französische Juwel Anthony Martial, das letzte Saison im Alter von nur 19 Jahren, für 50 Millionen zu Manchester United gewechselt ist, stieß bei vielen auf Verwunderung. Doch Martial hat sein ganzes Potential bereits mehrfach im Trikot des Manchester Klubs gezeigt. Doch es ist nicht alles Gold was glänzt, und Martial steht vor einer schwierigen richtungsweisenden Saison.

Veröffentlicht am 08. September 2016 von

Den Moment, in dem Weltklassespieler wie Chiellini, Barzagli und Buffon aussehen wie Trainingspartner, gibt es nicht oft. Doch der Antritt, die Technik und der trockene Abschluss von Anthony Martial bringt auch die Elite des Italienischen Fußball ins Schwitzen. Es war das 1:0 für die Franzosen in einem Spiel nach der, für ihn enttäuschenden EM. Doch nichtsdestotrotz, alle sind sich einig: Martial hat es geschafft, trotz der 50-Millionen-Last auf seinen Schultern.

Antritt in die Herzen der Fans

Seine unbekümmerte Spielweise setzte sich schnell in den Herzen der Zuschauer fest. Die Personen im Theatre of Dreams achteten nicht auf die immense Ablösesumme des jungen Franzosen, sondern waren begeistert von seiner Technik, seinem Offensivdrang, dem Mut und dem frischen Wind den er in das Spiel von United brachte.

Auch unter dem neuen Trainer Jose Mourinho, der eher als Defensivspezialist bekannt ist, glänzt Martial weiter. Martial ist gesetzt und hat in 5 Spielen bisher 2 Torvorlagen zu verbuchen. Und das in einer Mannschaft die sich in einer Findungsphase befindet und ihr gesamtes Potential noch nicht abgerufen hat.

Gnadenlose englische Presse

Doch Abseits des Platzes glänzt der Franzose bisher eher weniger. Die Yellow Press stürzt sich auf die Vorwürfe seiner Ex-Frau, dass er sie seit Manchester betrüge und sich um das Kind nicht mehr kümmere. Auch ohne konkrete Beweise hat die englische Presse es geschafft, dass Martial bereits jetzt als Megatalent gilt, dem der Ruhm zu Kopf gestiegen ist.

Heim-EM als weiterer Dämpfer

Es schien, als ob die EM der perfekte Ort wäre, Martials Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Doch es kam anders. Martial durfte nur einmal von Beginn an ran und enttäuschte sehr. „Es war eine sehr schwere EM. Wir haben es nicht geschafft, den Titel zu holen und der Coach ließ mich nur einmal für 45 Minuten von Beginn an spielen – das war ziemlich desaströs“, sagte Martial selbst gegenüber Telefoot, nach dem verlorenem Finale in Paris. Auch Deschamps, französischer Nationaltrainer, äußerte sich zu der enttäuschenden EM. „Er und auch ich haben mehr erwartet. Es war eine schwierige Situation für ihn, aus der er für die Zukunft lernen muss.“

„Er erinnert mich sehr an Thierry Henry“

Doch die EM ist kein Gradmesser für das Können des jungen Franzosen. Erinnern wir uns nur an Thomas Müller, der regelmäßig bei Weltmeisterschaften glänzt und bei Europameisterschaften kaum einen Fuß neben den Anderen bekommt. Den Vergleich zu der französischen Stürmer-Legende Thierry Henry äußerte Jamie Carragher vor einigen Monaten und schob aber hinterher: „Um ein Spieler wie Henry zu werden, muss man hart arbeiten und bereit sein, sich ständig weiterzuentwickeln. Momentan ist Martial noch zu naiv. Er macht immer wieder die gleichen Fehler.“

Und Carragher hat Recht. Bei näherer Betrachtung des Spielstils Martials kann man erkennen, er macht immer wieder dieselben Fehler. Im fehlt noch die Übersicht und Intelligenz auf dem Spielfeld um mit Spielern wie Henry verglichen zu werden. Doch das sind sicherlich keine Faktoren, die man nicht durch hartes Training erarbeiten kann. Martial hat das Potenzial, doch hat er auch den Willen alles zu tun, um besser zu werden?

Martial will es

Was Martial bereit ist zu geben, kann man auf dem Trainingsgelände von United beobachten. Er steht dort alleine, schiebt Sonderschichten für seine Karriere. Er arbeitet hart, um irgendwann mit Namen wie Henry, Zidane und Ronaldo in ein und demselben Atemzug genannt zu werden. Gerade wenn man Aktionen, wie gegen Italien, von dem jungen Franzosen sieht, wünscht man sich selbst, dass er es schafft.


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Datum: 08. September 2016
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