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Davis Cup 2016-Rückblick: Erstrunden-Aus für Deutschland

Source: getty images. during the doubles match against ***** on day two of the Davis Cup World Group first round tie at the Barclaycard Arena on March 5, 2016 in Birmingham, England.

Trotz teilweiser starker Leistungen der Deutschen musste man sich dennoch am Ende mit 2:3 gegen Tschechien geschlagen geben. Zverev fordert Berdych zeigt aber Nerven im entscheidenden Spiel gegen Rosol.

Veröffentlicht am 14. März 2016 von

(Hannover) Spannende Partien letztes Wochenende in der ersten Rundes des Davis Cups 2016: Deutschland verliert gegen Tschechien und verpasst damit den Einzug ins Viertelfinale – Andy Murray (GBR) mit Marathon-Leistung gegen Japan – Djokovic (SRB) sichert Sieg gegen Kasachstan in Zitterpartie – John Isner (USA) entscheidet Spiel mit 49 Assen.

„Zverev ist einer der wenigen Jungen, denen man wirklich eine große Zukunft voraussagen kann.“

Am Ende hieß es letzten Sonntag in der TUI-Arena: „Game, Set and Match: Czech Republic“. 2:3 stand es nach drei hart umkämpften Tagen für das Team rund um Tomas Berdych. Deutschlands Hoffnung Alexander Zverev, mit seinen grad einmal 18 Jahren, forderte den Weltranglisten-Siebten Tomas Berdych zwar über fünf Sätze mit 6:7 (6:8), 6:1, 6:4, 6:7 (5:7), 4:6. Letztlich hat sein Gegenüber allerdings gegen Ende der Partie nochmal einen Gang höher geschaltet.  „Zverev ist einer der wenigen Jungen, denen man wirklich eine große Zukunft voraussagen kann“, lobte ihn Berdych nach der Partie. Auch das Doppel zwischen Kohlschreiber/Petzschner und Stepanek/Berdych ging in drei Sätzen verloren und so sah schon alles sehr früh nach einem Gesamtsieg der Tschechen aus. Allerdings war Tomas Berdych vor seinem zweiten Einzel gegen Kohlschreiber, vor den Augen des Ex-Bundespräsidenten Christian Wulff, gehandicapt: Er musste nach einer Stunde und 40 Minuten beim Stand von 3:6, 5:7 wegen einer Oberschenkelverletzung aufgeben. So glich Deutschland wieder zum 2:2 aus, ehe vorhin bereits erwähnter Alexander Zverev, im letzten entscheidenden Einzel gegen Lukas Rosol, alles klar machen hätte können. Doch Rosol hatte die kraftvolleren und präziseren Schläge und so hieß es am Ende 2:6, 3:6, 1:6. Seinen vor Wut zertrümmerten Schläger lies der lange Deutsche Zverev in der TUI-Arena liegen:  „Es ist bitter, dass ich das entscheidende Match verloren habe. Ich habe alles probiert aber ich habe zwei Mal verloren. Was soll ich da Positives sehen?“ sagte er tief enttäuscht.

Das DTB-Team kämpft nun im September gegen den Abstieg aus der Weltgruppe. Tschechien hingegen trifft im Viertelfinale vom 15. bis 17. Juli auf Frankreich, die in der ersten Runde eine beeindruckende Leistung gegen Canada mit 5:0 zeigten.

Murray bringt Großbritannien fast im Alleingang eine Runde weiter

Andy Murray als Weltranglisten-Zweiter setzte sich nach insgesamt 4:58 Stunden gegen den Weltranglisten-Sechsten aus Japan, Kei Nishikori mit 7:5, 7:6 (8:6), 3:6, 4:6, 6:3 durch und sicherte Großbritannien somit den entscheidenden Punkt zum 3:1. Zuvor hatte er bereits in glatten drei Sätzen gegen Taro Daniel das 1:0 vorgelegt. Das Doppel mit seinem Bruder, Jamie Murray gewann er ebenfalls in drei Sätzen und somit war es am Ende des Tages fast eine Einzelleistung des Schützlings von Ex-Weltranglisten-Erste Amelie Mauresmo. Somit knüpfen die Briten mit Zugpferd Murray an ihre überragende Leistung mit zwölf Siegen aus 18 Spielen aus dem Vorjahr an und treffen im Viertelfinale auf Branchenprimus Djokovic mit Serbien.

Serbien lässt sich gegen Kasachstan nicht die Butter vom Brot nehmen

Kasachstan musste gegen Serbien in Belgrad antreten und hatte große Hoffnung ins Viertelfinale einzuziehen. Das erste Einzel ging zwar verloren, allerdings gewann man das zweite sowie das Doppel und es stand überraschend 1:2 für die Kasachen. Im entscheidenden zweiten Einzel fehlte Mikhail Kukushkin gegen den Weltranglisten-Erste Djokovic beim Stand von 6:7 (6:8), 7:6 (7:3) und 4:6 nur noch einen Satz. Doch der Djoker aus Serbien drehte auf, entschied die letzten beiden Sätze mit 6:3 und 6:2 für sich und bewahrte sein Team in einer wahren Zitterpartie vor dem Aus. Victor Troicki sicherte im letzten Einzel gegen Alexander Nedowjesow mit 6:2, 6:3, 6:4 den Siegpunkt zum 3:2 Entstand.

2,08 m-Riese Isner sichert USA den Sieg gegen Australien

Rekord-Champion USA (32 Titel) zog durch starke Leistungen unter anderem von John Isner ebenfalls ins Viertelfinale des diesjährigen Davis Cups ein. Eben jener gewann bereits das erste Einzel mit 6:7 (2:7), 2:6 und 2:6 gegen Samuel Groth. Auch im zweiten Einzel konnte sich der Aufschlag-Riese mit der beeindruckenden Anzahl von insgesamt 49  Assen in Kooyang gegen Bernard Tomic über vier Sätze mit 4:6, 4:6, 7:5, 6:7 (4:7) durchsetzen. Auch die Doppelspezialisten-Brüder Bryan (Weltrangliste 5 und 6) entschieden in fünf hart umkämpften Sätzen das Spiel gegen Lleyton Hewitt und John Peers für sich. So musste das entscheidende fünfte Spiel, wie auch in der Partie Serbien-Japan, nicht mehr ausgetragen werden. Die ehemalige australische Nummer eins der Welt Lleyton Hewitt, fungierte dieses Jahr erstmals als Spieler-Trainer. Australien konnte allerdings dieses Jahr nicht an die Leistungen aus dem Vorjahr anknüpfen: 2015 kam man bis ins Halbfinale und schied erst gegen Großbritannien aus.

 

Alle Partien der ersten Runde: World Group 2016 – First Round


Schlagworte: berdych, davis cup, Djokovic, hewitt, isner, murray, Tennis, zverev

Artikelinformationen


Datum: 14. März 2016
Veröffentlicht von:
Autor: Daniel Noerenberg


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