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Eishockey

DEL: Wolfsburg empfängt Red Bull München

Wolfsbrug 2

(Hannover) Am kommenden Freitag trifft Eishockey-Erstligist Wolfsburg auf EHC Red Bull München. Die Voraussetzungen für das Spiel könnten kaum unterschiedlicher sein: Während die Niedersachsen einen sehr guten Start in die neue Saison hingelegt haben, blieben die Gäste aus dem Süden weit hinter ihren Erwartungen.

Veröffentlicht am 24. September 2015 von

Drei Siege in vier Spielen und eine Tordifferenz von 13:6 – das ist die Ausbeute der Mannschaft um Trainer Pavel Gross. Doch viel mehr freuen sich die Grizzlys-Fans und Verantwortlichen darüber, dass ihre Mannschaft zur DEL-Spitze gehört und aktuell den Tabellenplatz zwei belegt. Dementsprechend fällt das aktuelle Fazit von Cheftrainer Gross aus: „Bis auf die Heimniederlage können wir mit den Ergebnissen im Großen und Ganzen zufrieden sein. Dennoch sollten wir keinesfalls außer Acht lassen, dass noch lange nicht alles in unserem Spiel perfekt war“.

Mit seiner Aussage meint er wohl das nach wie vor ausbaufähige Überzahl- und Unterzahlspiel. Lediglich drei von 16 Versuchen vor dem eigenen Powerplay konnten genutzt werden. Dabei warten die Wolfsburger nach bereits zwei absolvierten Heimspielen auf ihren ersten Powerplayerfolg vor heimischem Publikum. Was die Defensivleistung betrifft, sieht es wenig besser aus: Aktuell belegt die Mannschaft Platz neun in der gesamten DEL-Liga. Jedes fünfte Unterzahlspiel führt durchschnittlich zum einem Gegentor. Das sind vier von sechs von der Mannschaft zugelassenen Toren.

EHC München stolpern

Ganz anders als für den Rekordmeister FC Bayern München verlief der Start für den EHC Red Bull München. Gerade ein Sieg und drei  Niederlagen (zwei davon in der Verlängerung)- mit etwas anderem als damit haben sowohl die Fans, als auch die Verantwortlichen gerechnet. Bei den Experten und den Buchmachern zählt der Club aus dem Süden neben dem Titelverteidiger Adler Mahnheim und dem Traditionsclub Kölner Haie zum erweiterten Kreis der Favoriten.
Das Team von Trainer Don Jackson konnte nur eins von zwei Heimspielen gewinnen – Titelverteidiger Adler Mahnheim wurde mit 4:2 bezwungen; gegen Schwenningen (4:5) und Köln (2:3) musste die Mannschaft in der Verlängerung den Kürzeren ziehen. Gegen den aktuellen Spitzenreiter aus Straubing gab es eine deutliche 2:5-Auswärtsniederlage.

Duell mit besonderer Brisanz

Die Ausgangslage spricht eine eindeutige Sprache für die Wolfsburger, doch sie müssen höllisch aufpassen. Das ist Trainer Gross bewusst, wie er zitiert wird: „Am Freitag werden wir auf eine individuell hochklassige Mannschaft treffen, die dazu noch sehr gut gecoacht wird.“
Stichwort guter Coach: Mit dem US-amerikanischem Trainer Don Jackson haben die Münchener niemand geringeren als den sechsmaligen Deutschen Meister (mit Eisbären Berlin zwischen den Jahren 2005 und 2013). 2014 gewann er zusätzlich auch die österreichische Meisterschaft mit EC Red Bull Salzburg. Damit nicht genug: In ihren Reihen verfügen EHC über individuell spielstarke Einzelspieler wie Jeremy Dehner, Yannic Seidenberg, Daniel Sparre, den ehemaligen Nationalspieler Michael Wolf und vielen anderen Starspielern.
Zusätzlicher Motivationsfaktor für die Gäste wird die Niederlage aus dem vergangen Playoff sein. Vor knapp sechs Monaten ließen die Niedersachsen in der Viertelfinalserie nichts anbrennen und warfen den Hauptrunden-Zweiten EHC Red Bull München völlig unerwartet aus dem Wettbewerb.

Insgesamt fällt es somit sehr schwer, einen Favoriten in dieser Begegnung zu finden. Zweifellos lässt sich eins aber sagen: Es wird ein sehr intensives und spannendes Spiel, wobei sowohl die Offensive als auch die Defensive der Schlüssel zum Erfolg werden könnte.


Schlagworte: EHC Red Bull München, Eishockey, Wolfsburg

Artikelinformationen


Datum: 24. September 2015
Veröffentlicht von:
Autor: Petr Kasper
Korrektur: Marvin Sonnemann


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