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Der Schicksalstag des Bastian Schweinsteigers

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Am Donnerstagmorgen überhäuften sich die Nachrichten rund um Bastian Schweinsteiger. Nachdem bekannt wurde, dass José Mourinho, neuer Cheftrainer von Manchester United, Schweinsteiger auf seiner Streichliste stehen hat, schockt der 31-Jährige Mittelfeldspieler selbst mit der nächsten Nachricht: Er tritt aus der Nationalmannschaft zurück.

Veröffentlicht am 27. Juli 2016 von

„Ich habe soeben den Bundestrainer gebeten mich in Zukunft bei der Nominierung für die Nationalmannschaft nicht mehr zu berücksichtigen, da ich gerne zurücktreten möchte.“ Mit diesen Worten gab Schweinsteiger am Donnerstagmorgen auf Facebook seinen Rücktritt aus der DFB-Elf bekannt. Nach zwölf Jahren und 120 Spielen verabschiedet sich der bis dahin deutsche Kapitän nun aus der deutschen Auswahl, die für ihn, wie er selbst sagt, wie eine Familie war. Das dieses nun direkt nach der EM passiert, scheint kein Zufall zu sein. Schweinsteiger war es besonders wichig, noch eine Europameisterschaft zu spielen und den Titel nach 1996 noch einmal nach Deutschland zu holen, wie er selbst erklärt. Allerdings weiß er auch: „Es sollte nicht sein und ich muss es akzeptieren.“

Ein vernünftiger Schritt
„Mit dem Gewinn des Weltmeistertitels 2014 ist uns historisch und auch emotional etwas gelungen, was sich in meiner Karriere nicht mehr wiederholen lässt“, gesteht sich der Mittelfeldmotor bei seinen Worten an die Fans ein. Aus diesem Grund sei es „richtig und vernünftig nun Schluss zu machen“. Seit 2004 spielte Schweinsteiger in der Nationalmannschaft und konnte insgesamt an sieben Turnieren teilnehmen. Außerdem belegt er den vierten Platz in der Rangliste der Spieler mit den häufigsten Einsätzen im DFB-Dress. Nur Lothar Matthäus (150), Miroslav Klose (137) und Lukas Podolski (129) haben noch mehr Spiele absolviert. Erst vor zwei Jahren, nach dem Rücktritt von Philip Lahm hatte Schweinsteiger dann das Amt des Kapitäns in der Nationalmannschaft übernommen. Seitdem war er jedoch geplagt von Verletzungen. Selbst zu der EM im diesem Jahr reiste er noch angeschlagen an.

Auch bei ManU vor dem aus
Die Verletzungen prägten in den letzten Jahren auch seine Vereinskarriere. So wurde nur kurz vor Schweinsteigers Rücktritt aus der DFB-Elf bekannt, dass sein Cheftrainer bei Manchester United José Mourinho wohl auch nicht mehr mit ihm plane. Der 31-Jährige soll, wie noch acht weitere Spieler, nur mit der U21 der Reds trainieren und sich unterdessen nach einem neuen Club umschauen. Dabei war Schweinsteiger erst vor einem Jahr auf die Insel gewechselt, damals jedoch noch unter Louis van Gaal. Allerdings konnte der Deutsche auf Grund seiner vielzahl an Verletzungen nur 18 Spiele für die Reds absolvieren.

Der Dank geht an die Fans
Trotz dieser zwei überraschenden Nachrichten am Donnerstagmorgen, war es Schweinsteiger besonders wichtig, sich neben der Mannschaft, dem DFB und den Trainern vor allem bei seinen Fans zu bedanken. „Es war mir eine Ehre für euch spielen zu dürfen, vielen Dank für Alles, was ich mit euch erleben durfte!“ Mit diesen Worten verabschiedet sich der Kapitän also aus der Nationalmannschaft. Dass er nicht mehr im DFB-Dress auflaufen wird, steht fest. Welche Wege er jedoch für seine Vereinskarriere einschlagen wird, bleibt abzuwarten.

 

 


Schlagworte: Bastian Schweinsteiger, Deutsche Nationalmannschaft, DFB, Rücktritt, Schweinsteiger

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Datum: 27. Juli 2016
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