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Der Thron im Dart rückt immer näher

Quelle: theexeterdaily.co.uk

Die Tabelle der Premier League wird weiter durchgewirbelt, ein neuer Spitzenreiter übernimmt das Zepter. „Mighty Mike“ und „The Power“ zeigen einmal mehr, warum sie derzeit die dicksten Fische im Teich sind. Ein Newcomer startet endlich durch und giert nach mehr.

Veröffentlicht am 06. März 2016 von

(Hannover) Die Rekordshow des Michael van Gerwen liegt eine Woche zurück, doch für „Mighty Mike“ heißt dass einfach das nächste Spektakel auszupacken. Das Duell zweier ehemaliger Weltmeister nimmt ein schmerzhaftes Ende und der Aktuelle nimmt sich vor, doch noch ins Geschehen einzugreifen. Ein Spieltag der für einige Überraschungen gesorgt hat.

Nur knapp dem Whitewash entgangen

Im ersten Match des Abends trafen mit Rekordweltmeister Phil „The Power“ Taylor und Adrian „Jackpot“ Lewis zwei der hochdekoriertesten Spieler aufeinander. Es versprach ein spannendes Match zu werden, beide in der Tabelle gleichauf, mit jeweils sechs Punkten bei nur einer Niederlage. Doch Taylor, in den letzten Wochen und Turnieren in großartiger Form, legte vom Start weg ein enormes Tempo an den Tag. Eine schnelle 5:0 Führung in den Legs, ohne große Schwierigkeiten, war Lohn hierfür. Einzig im sechsten Leg gelang es Lewis seinen eigenen Anwurf durchzubringen und nach dem Finish auf die Doppel vier das einzige Leg zuzumachen. Was folgte war eine Machtdemonstration von The Power, dem Lewis nie auch nur einen Funken  entgegenzusetzen hatte. So schloss Taylor das letzte Leg, mit seinem schon 15. Dart, zwar recht spät, musste sich aber nie ernsthaft Gedanken machen. Am Ende ein auch in der Höhe verdientes 7:1 und zwei Punkte für Taylor.

Nicht ganz so „Glory Glory“, Gary Anderson

Der aktuelle Weltmeister und amtierende Sieger der Premier League, Gary „The Flying Scotsman“ Anderson, musste gegen seinen Landsmann Robert Thornton ran. Die beiden Schotten boten ein mäßiges Match, ohne die richtig hohen Scores. So war es zum Ende hin auch am Publikum abzulesen wie dröge dieses Duell war. Thornton, der noch ohne Sieg in der Premier League 2016 ist, lag mit 3:0 Legs vorn, bis Gary Anderson nach einem komplett verschlafenen Start die Aufholjagd einläutete. Ein einziges Leg  gab Anderson im Verlauf, zum 4:4, noch ab. Danach spielte er einen soliden Auftritt runter, ohne jedoch den Glanz eines Welt- und Premier League Meisters zu versprühen. Im entscheidenden elften Leg nutzte Anderson seine Darts auf die Tripple 20 und Doppel vier um das 7:4 und seinen erst zweiten Sieg der Saison perfekt zu machen. Thornton bleibt somit weiterhin ohne Sieg, bei einem einzigen Punkt.

Der Mann ist doch noch menschlich

Eine Woche nach seinem Weltrekord-Average von 123,4 Punkten, musste sich van Gerwen gegen den führenden der League, Peter „Snakebite“ Wright, beweisen. Es war das erwartet starke Spiel der beiden, wenn auch die Spannung und Klasse im Ergebnis nicht wiedergespiegelt werden. Das Match war von klasse Darts geprägt, beide Spieler  trafen Tripple um Tripple. Für Wright, war es jedoch zum verzweifeln. Einzig das erste Leg konnte er „Mighty Mike“ wegschnappen und im späteren ein eigenes Leg durchbringen. Es lag weniger am eigenen Können, sondern viel mehr daran, dass auf eine 140 von Wright meist direkt eine 180 von van Gerwen folgte. So lässt das Endergebnis von 7:2 einen deutlichen Schluss zu, aber nur den, dass van Gerwen momentan in seiner eigenen Liga unterwegs ist. Fast möchte man sagen, nur mit einem Average von knapp 117 unterwegs, aber einer überragenden Checkout-Quote von 87,5 Prozent. Der ehemalige Weltmeister und Sieger der Premier League setzt sich damit an die Spitze der Tabelle und führt, mit nun drei gewonnen Legs Vorsprung, knapp vor Phil Taylor.

Bully Boy schlägt zum ersten Sieg zu, Wade ringt schwachen Chizzy nieder

Der „Bully Boy“ Michael Smith holt, als jüngster Teilnehmer der diesjährigen Premier League, seinen ersten Sieg, gegen den Altmeister Raymond van Barneveld. Im, vom Ergebnis her, spannendsten Match des Abends setzte sich der Engländer mit 7:5 gegen den Niederländer durch und darf erstmals aufatmen. Mit nun drei Zählern gab Smith den letzten Platz des Klassements an Robert Thornton weiter und darf aufgrund seines starken Kampfs, auf bessere Ergebnisse in Zukunft hoffen. Im anderen Duell trafen James Wade und Dave Chisnall aufeinander und trennten sich 7:4. Ein schwaches Match von „Chizzy“, der letztendlich nur auf einen Average von 96,26 und einer mageren Finish-Quote von 23,53 kam. Eindeutig zu wenig für den sonst als High-Scorer bekannten Briten.


Schlagworte: Adrian Lewis, Dart, Dave Chisnall, Gary Anderson, James Wade, Michael Smith, Michael van Gerwen, Peter Wright, Phil Taylor, Premier League, Raymond van Barneveld, Robert Thornton

Artikelinformationen


Datum: 06. März 2016
Veröffentlicht von:
Autor: Marcel Musielak


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