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Der Titeltraum platzt: USA bezwingt Deutschland

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Im Halbfinale der Frauen-WM in Kanada trafen die deutschen Fußballerinnen auf den Angstgegner USA. Nach dominanter erster Hälfte der Amerikanerinnen stand es zur Halbzeit zwar noch 0:0. Doch am Ende unterlag das Team von Silvia Neid dem US-amerikanischen Team mit 2:0.

Veröffentlicht am 28. Juni 2015 von

(Hannover) Im Gegensatz zum 5:4 Sieg der deutschen Frauen-Nationalmannschaft im Elfmeterschießen gegen Frankreich wechselte Trainerin Silvia Neid nur einmal in der Startformation. Bartusiak lief nach abgesessener Gelbsperre wieder von Beginn an auf. Dafür blieb Peter auf der Bank. Doch auch die Amerikanerinnen wechselten in der Startformation gleich zweimal durch. Rapinoe und Holiday kamen für Rodriguez und O’Hara in die Partie.

USA dominierte die erste Hälfte

Zunächst kamen die deutschen Spielerinnen gut in die Partie. Bereits in der dritten Minute kam Leupolz im Strafraum zum Kopfball, verfehlte ihr Ziel allerdings. Danach gaben fast ausschließlich die US-amerikanischen Frauen den Ton an. Bereits in der siebten und neunten Minute hatten die Spielerinnen rund um Trainerin Ellis zwei Großchancen zu verzeichnen. Doch Angerer konnte dank schneller Reaktionen das 0:0 halten. In der 14. Minute lief Morgan allein auf das deutsche Tor zu, versagte aber erneut im Eins-gegen-Eins an Nadine Angerer. In der 37. Minute kam Heath im Strafraum der Deutschen an den Ball, doch der Torschuss konnte in letzter Sekunde abgeblockt werden. Offensiv kam von den deutschen Spielerinnen bis dahin zu wenig. Auch danach spielte hauptsächlich das Team von Ellis. Erst in der 40. Spielminute gab es einen Torschuss für die deutschen Frauen zu verzeichnen. Kemme versuchte es mit einem Distanzschuss, der aber nicht im Tor untergebracht werden konnte. Mit einem, aus deutscher Sicht glücklichen, 0:0 ging es dann in die Halbzeitpause.

Die Nerven der deutschen Frauen versagten

Zunächst begann die zweite Hälfte so, wie die Erste endete. Bereits zu Beginn kam Llyod nach Eckball frei zum Kopfball, konnte das Leder aber nur an den rechten Pfosten lenken. Danach wurden die deutschen Spielerinnen immer mutiger. In der 53. Minute flankte Laudehr in den Strafraum und fand Mittag als Abnehmerin. Hope Solo konnte den Ball aber noch zur Ecke klären. Die Deutschen präsentierten sich nun deutlich stärker und offensiver als noch in der ersten Halbzeit. In der 59. Spielminute wurde dann Popp von Johnson im Strafraum zu Fall gebracht. Die Schiedsrichterin Teodora Albon entschied sofort auf Elfmeter. Sasic trat für die DFB-Elf vom Punkt aus an und schoss die Kugel links am Tor vorbei. Doch zunächst zeigten sich die deutschen Spielerinnen davon unbeeindruckt. In der 63. Minute konnte Laudehr erneut in den Strafraum flanken und fand wieder Mittag als Abnehmerin. Diesmal ging das Leder nur knapp am Tor vorbei. In der 68. Spielminute wurde erneut Elfmeter gepfiffen. Diesmal allerdings auf der anderen Seite, denn Morgan lief auf Kahn auf und viel zu Boden. Schiedsrichterin Albon entschied zum Entsetzen der DFB-Frauen auf Elfmeter. Llyod nahm das Geschenk dankend an und versenkte die Kugel zur 1:0-Führung. Die nun geforderten deutschen Spielerinnen konnten danach kaum noch nennenswerte Chancen herausspielen. Erst in der 81. Minute versuchte Maier ihr Glück noch einmal mit einem Distanzschuss. Doch in der 84. Spielminute kam es für die deutschen Frauen noch schlimmer. Lloyd kam links im Strafraum zum flanken und fand O’Hara als dankbarere Abnehmerin, die den Ball nur noch in das Tor von Nadine Angerer einschieben musste. Diese 2:0-Führung gaben die US-Amerikanerinnen nicht mehr her.

Damit zieht die USA ins Frauen-WM Finale ein und trifft dort entweder auf England oder Japan. Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft spielt somit am Samstag um Platz drei gegen den Verlierer des anderen Halbfinals.


Schlagworte: Anja Mittag, Deutschland, DFB, DFB-Frauen, Frauen-Nationalmannschaft, Frauen-WM, Fußball, Kanada, Kanada WM, Silvia Neid, WM-Frauen

Artikelinformationen


Datum: 28. Juni 2015
Veröffentlicht von:
Bildquelle: getty images
Autor: Isabel Fröbius
Korrektur: Svenja Ebeling


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