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Fußball

Der Weltmeister gegen den EM-Debütanten

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Am heutigen Sonntag um 21.00 ertönt auch für die deutsche Mannschaft endlich der Anpfiff für die Europameisterschaft in Frankreich. In Lille wartet mit der Ukraine jedoch sicherlich kein leicht zu knackender Gegner auf Jogi’s Jungs.

Veröffentlicht am 12. Juni 2016 von

In wenigen Stunden startet auch die deutsche Nationalmannschaft in das größte Fußballturnier Europas. „Wir sind alle heiß darauf, dass es endlich los geht“, beschreibt Jogi Löw bei der Pressekonferenz am Samstag die Stimmung vor dem Auftaktspiel. Als amtierender Weltmeister zählt die DFB-Auswahl klar zu einem der Favoriten auf den EM-Titel, das weiß auch Löw, aber zeigt sich optimistisch: „Die Erwartungen sind hoch, aber damit können wir gut umgehen.“ Doch um dieser Rolle auch gerecht zu werden, ist ein guter Start in das Turnier beinah unabdingbar. Mit der Ukraine wartetet als Gegner jedoch eine erste Herausforderung. Die Sbirna, wie die Auswahl der Ukraine auch genannt wird, konnte sich zum ersten Mal in der Geschichte für eine Europameisterschaft qualifizieren und wird sicher vor allem aus diesem Grund ihr Bestes zeigen wollen.

Gespaltene Ukraine
Aber nicht nur auf Grund der ersten Teilnahme überhaupt ist von der ukrainischen Elf großer Kampfgeist zu erwarten, sondern viel mehr, da eine erfolgreiche Teilnahme bei der EM vor allem den Menschen in der Ukraine ein wenig Abwechslung verschaffen würde. Denn im Heimatland der Sbirna herrscht seit einigen Jahren Krieg, der das Land spaltet. Diese politischen Differenzen haben sich jedoch auch auf die Mannschaft übertragen. Somit bleibt abzuwarten, wie gut die Elf von Cheftrainer Fomenko auf dem Platz harmoniert. Wenn diese Harmonie existiert, werden die Ukrainer besonders auf ihre starke Defensive setzen. Allen voran soll Abwehrchef Jaroslav Rakyzkyi für Stabilität sorgen. Auch Löw warnt vor der Abwehrstärke der Ukrainer: „Sie haben ganz wenige Tore in den Quali-spielen bekommen und sind physisch stark und dynamisch.“ Aber auch die beiden Stürmer vom FC Sevilla, Jarmolenko und Jewhen Konopljanka sollten die Deutschen nicht außer Acht lassen – „sie sind im Konter sehr gefährlich“, so Löw. Und auch die Ukrainer zeigen, dass sie sich nicht vor den Deutschen verstecken werden. „Wir haben keine Angst vor Deutschland“, macht Konopljanka vor der Partie deutlich.

Wer darf hinten ran?
Allerdings werden nicht nur die Ukrainer im ersten Spiel alles geben wollen. Auch die Deutschen, die klaren Favoriten in der Begegnung, werden das Ziel haben, mit einem Sieg in das Turnier zu starten. Und die Anzeichen dafür stehen gut: Alle vier Auftaktspiele der Deutschen, in denen Jogi Löw als Cheftrainer auf der Bank saß, konnten gewonnen werden – und das sogar ohne Gegentor. Diese Serie soll fortgesetzt werden. Dafür unverzichtbar ist eine starke Abwehr. Hier stellt sich jedoch die noch größte Personalfrage: Da Mats Hummels nach seiner Wadenverletzung noch nicht wieder einsatzbereit ist, ist noch offen, ob Shkodran Mustafi, Joshua Kimmich oder Jonathan Tah für ihn in die Innenverteidigung rücken. Auch auf den eigentlichen Kapitän der DFB-Elf, Bastian Schweinsteiger, wird Löw vermutlich bei seiner Startaufstellung noch verzichten müssen. Der Mittelfeldspieler ist nach langer Verletzungspause erst vor kurzem zurück ins Training eingestiegen. Ersetzt wird Schweinsteiger von Sami Kehdira und Toni Kroos.

Kein schlechter Gegner
„Es wird wichtig sein, unsere Spielidee durchzubringen.“ – auf diese Weise will Toni Kroos die kompakte Defensive der Ukrainer knacken. Außerdem warnt der Mittelfeldmotor davor die Elf von Fomenko nicht zu unterschätzen: „Das ist keine schlechte Mannschaft.“ Für die Deutschen wartet also bereits im Auftaktspiel eine erste Herausforderung, doch wenn man der Favoritenrolle im Turnier gerecht werden will, sollte gegen die Sbirna gewonnen werden. Heiß genug dafür scheint Jogi’s Elf zumindest zu sein.


So könnten sie spielen:

Deutschland: Neuer – Höwedes, J. Boateng, Mustafi, Hector – Khedira, T. Kroos – T. Müller, Özil, Draxler – M. Götze

Ukraine: Pyatov – Fedetskyy, Khacheridi, Rakytskyy, V. Shevchuk – Stepanenko, Garmash – Yarmolenko, Sydorchuk, Konoplyanka – Zozulya


Schlagworte: Deutschland, EM, Gruppe C, Ukraine

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Datum: 12. Juni 2016
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