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Deutsche Hockeydamen unterliegen den Gastgebern deutlich

Die deutschen Hockeydamen haben ihr letztes Gruppenspiel gegen die bis dahin punktgleichen Gastgeberinnen aus England mit 4:1 verloren. Zwei schnelle Gegentore und eine gut organisierte Defensivarbeit der Gäste, stellten das Team von Bundestrainer Jamilon Mülders vor eine unlösbare Aufgabe.

Veröffentlicht am 26. August 2015 von

Mit der ersten Niederlage im Turnier verpassen die DHB-Damen den Gruppensieg

(Hannover) Die Anfangsphase der Partie begann mit einem schnell vorgetragenen Angriffspiel der Engländerinnen. Den Schuss von Susannah Townsend konnte die deutsche Schlussfrau Yvonne Frank zunächst noch parieren, doch Hannah McLoed konnte den Ball kontrollieren und auf die freistehende Sophie Bray spielen. Diese schob den Ball in der 2. Spielminute zum 1:0 für England über die Linie. Nur eine Minute später erhöhten die Gastgeberinnen auf 2:0. Die Torschützin des 1:0 agierte dieses Mal als Vorlagengeberin für Alex Danson. Diese nahm den Ball von ihrer Mitspielerin an und vollstreckte flach unten links. Nach den zwei schnellen Gegentoren sortierte sich die deutsche Abwehrreihe, sodass eigene Angriffsszenen entstanden. Eileen Hoffmanns Stecher verpasste in der 8. Minute den Schuss von Lydia Haase denkbar knapp. Der daraus resultierende Gegenangriff der Engländerinnen streifte den Pfosten des deutschen Gehäuses. Die deutschen Hockeydamen probierten das Zepter in die Hand zu nehmen, allerdings blieben sie dadurch konteranfällig. Kurz vor Ende des ersten Viertels verpasste Hannah McLoed das Zuspiel von Alex Danson, sodass das deutsche Team erst einmal durchatmen konnte. Das zweite Viertel begann mit einer Strafecke für die Mannschaft von Trainer Mülders, doch es mangelte an der Präzision bei der Stechervariante. England zog sich jetzt weiter zurück und überließ den deutschen Hockeydamen die Feldüberlegenheit. Die Torchancen häuften sich auf deutscher Seite, sodass der Anschlusstreffer nur noch eine Frage der Zeit war. Charlotte Stapenhorst umspielte in der 32. Minute die gegnerische Torhüterin, doch eine mitgelaufene Abwehrspielerin konnte sie entscheidend stören. In der 39. Minute fiel dann der verdiente 1:2 Anschlusstreffer. Lydia Haase passte von der linken Seite per Rückhand in die Mitte des Schusskreises. Kristina Hillmann konnte sich gegen die Defensive der Engländerinnen erfolgreich durchsetzen und lenkte den Ball entscheidend ins Tor. Nur eine Minute später musste Luisa Steindor den Platz aufgrund einer gelben Karte verlassen. In der 43. Spielminute entschieden die Schiedsrichterinnen aus Frankreich und den USA auf eine weitere Strafecke für die Gastgeberinnen. Eine Doppelpass-Variante konnte nicht den gewünschten Erfolg bringen. Nur eine Minute später erhielt die Mannschaft um Kate Richardson-Wash eine erneute Ecke, doch die Doppelpass-Variante konnte auch dieses Mal nicht direkt im Tor untergebracht werden. Stattdessen prallte der Ball von der deutschen Torfrau vor die Füße von Alex Danson, die den alten zwei Tore Vorsprung wieder herstellte. Eine Fehlentscheidung des Schiedsrichtergespanns sorgte für die Vorentscheidung und den 4:1 Entstand. Die deutschen Hockeydamen kombinierten fein bis vor das gegnerische Tor und konnten nur mit einem Foul im Schusskreis gestoppt werden. Der Pfiff blieb allerdings aus, sodass der anschließende Konter die dritte Strafecke für das englische Team einbrachte. Die Eckenvariante konnte den Weg nicht ins Netz finden, allerdings blieben sie in Ballbesitz. Laura Unsworth spielte den Ball in die Mitte zu Alex Danson, die im zweiten Versuch Yvonne Frank überwand. Mit dem Tor zum 4:1 Endstand schnürte die Engländerin ihren Dreierpack gegen die deutsche Hockeynationalmannschaft der Damen. Das DHB-Team steckte nicht auf, doch alle Angriffsbemühungen zur Ergebniskosmetik konnten vereitelt werden.

Jamilon Mülders konnte trotz der deutlichen Niederlage positive Schlüsse ziehen. „Leider waren wir in den ersten fünf Minuten nicht richtig auf dem Platz, haben nahezu körperlos gespielt und nicht verteidigt. Das ist natürlich ein `no-go`auf diesem Niveau. Aber ich fand sehr gut, wie sich das Team danach wieder gefunden und sich ins Spiel zurückgekämpft hat.“


Schlagworte: DHB-Frauen, England, Erste Niederlage des Turniers, Gruppenzweiter, Hockey

Artikelinformationen


Datum: 26. August 2015
Veröffentlicht von:
Autor: Louis Lambert


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