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Fußball

Deutschland im EM-Fieber?

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Einen Tag nach dem ersten Sieg der deutschen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft feiert ganz Deutschland die DFB-Elf. Allen voran Bastian Schweinsteiger. Trotzdem steht die Frage im Raum: Ist das schon die ganz große EM-Euphorie?

Veröffentlicht am 13. Juni 2016 von

„Toller Start des DFB-Team (Die Mannschaft) in die Europameisterschaft. Weiter so! /am“ – So feierte Angela Merkel am gestrigen Abend den erfolgreichen Einstand der deutschen Nationalmannschaft in die EM. Die Bundeskanzlerin, die bekennender Fußballfan ist, war zwar nicht selbst im Stadion, zeigte aber zumindest über ihre Sozialen Netzwerke, dass sie mit Jogi’s Elf mitfiebert. Doch ist die Kanzlerin mit ihrer Euphorie auch in guter Gesellschaft?

Zum Start kommt auch das Fieber
Warf man einen Blick in die Straßen von Deutschland erhielt man zunächst den Eindruck, dass das EM-Fieber noch nicht wirklich alle gepackt hat. Die sonst so beliebten Autofahnen wehten nur an wenigen Fahrzeugen, allgemein erblickt man nur spehrlich gehisste Deutschlandfahnen. Doch das war bevor der amtierende Weltmeister in das Turnier einstieg. Gestern zeigte sich dann: Die Deutschen sind bereit für die EM. Schon den ganzen Tag über tummelten sich vor allem in Berlin und Hamburg, erwartungsfrohe Fußballfans – natürlich im DFB-Dress – auf den Straßen, die dem Anpfiff am Abend entgegen fieberten. Schon früh versammelten sich in Berlin erste Fans auf der Fanmeile, um auch ja den besten Blick auf das Spiel zu haben. Das ließ hoffen, dass bis zum Abend die Euphorie noch einige Fans mehr erreichte.

Zehntausende feierten
Und das geschah dann auch. Über 10 000 Besucher zählte die Fanmeile in Berlin. Getoppt wurde dieses noch durch die Fanmeile auf St. Pauli in Hamburg. Hier hin fanden sogar über 15 000 Fußballbegeisterte den Weg. Auch in Frankfurt fanden sich zehntausende Deutschlandfans zusammen um in entspannter Atmosphäre das Auftaktspiel der DFB-Elf zu verfolgen. Belohnt wurden die Fans dann schließlich auch. Mit 2:0 gewannen die Jungs von Jogi Löw  gegen die Ukraine. Nach Abpfiff tönten „Deutschland, Deutschland“- Rufe über die Fanmeilen, in Berlin gab es sogar erste Feuerwerke und Autokorsos. Und auch die Zuschauerzahlen sind beeindruckend. Mit 26,57 Millionen Zuschauer konnte eine neue Rekordquote aufgestellt werden.Sie scheint also übergeschwappt zu sein – die EM-Euphorie.

Schweinsteiger und Boateng als Helden
Ein Blick in die sozialen Netzwerke bestätitgt dieses. Das beinah alles dominierende Thema: der Sieg der Deutschen über die Ukraine – und allen voran natürlich Bastian Schweinsteiger. Die fulminante Rückkehr des deutschen Mittelfeldmotors ließ das EM-Fieber der Fans noch einmal so richtig entfachen. Schweinsteiger, die wahrliche Personalisierung des Kampfgeistes in der deutschen Elf, ließ vermutlich in vielen Fans die Hoffnung auf den Titel wachsen. Doch neben ihm wurde noch ein weiterer Deutscher über Nacht zum Helden. Jerome Boateng war nach seiner Rettungstat in der 37. Minute auf sämtlichen Fotomontagen im Netz zu finden. Eine der wichtigsten Aussage, die sich verbreitete und bejubelt wurde, stammte jedoch von Jogi Löw selbst: „Ist schon gut, wenn man einen Boateng als Nachbarn hat.“ Diese Anspielung auf die Diskussion vor der EM des AFD-Politiker Gauland wurde im Internet rasant zum Hit.

Mit Euphorie ins nächste Spiel
Es zeigt sich also, dass spätestens nach dem gestrigen 2:0 – Sieg der deutschen Elf gegen die Ukraine,  die EM-Euphorie in Deutschland angekommen ist. Kanzlerin Angela Merkel scheint somit nicht die einzige zu sein, die jetzt schon freudig auf das nächste Spiel der DFB-Auswahl, am Donnerstag um 21:00 Uhr gegen Polen, hinfiebert. Sehr wahrscheinlich werden die Fanmeilen auch dann wieder gut gefühlt sein und Fangesänge durch die Luft hallen – alles in der freudigen Erwartung auf einen nächsten Erfolg.


Schlagworte: Deutschland, EM, Euphorie, Fanmeilen, Fans

Artikelinformationen


Datum: 13. Juni 2016
Veröffentlicht von:
Autor: Isabell Remmers


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