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Handball

Deutschland siegt auch gegen den WM-Dritten

DHB-Auswahl siegt auch im zweiten Spiel gegen Polen

Die deutschen Handballer haben das olympische Viertelfinale ganz dicht vor Augen. Die Mannschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson bezwang den WM-Dritten Polen mit 32:29 (16:14) und feierte den zweiten Sieg im zweiten Spiel. Für den Einzug in die Runde der letzten acht benötigt die DHB-Auswahl noch einen Sieg aus den verbleibenden drei Vorrundenspielen.

Veröffentlicht am 15. August 2016 von

DHB-Team dominant – Wolff mit Startsignal

Vor rund 5000 Zuschauern dominierten die Deutschen gegen die Polen, die nach der 32:34-Auftaktniederlage gegen Brasilien unter gewaltigem Druck standen, zunächst das Spiel. Rückraum-Ass Kai Häfner sorgte für den ersten Treffer der Partie, danach glichen die Polen bis zum 4:4 (8. Minute) jeweils die deutschen Führungen aus.

Es war dann EM-Held Andreas Wolff, der die deutschen Fans in der Arena erstmals zum jubeln brachte. Erst parierte der Keeper, dann warf er übers ganze Feld ins verwaiste Tor der Polen zur ersten Zwei-Tore-Führung und schrie Fäuste ballend seine Anspannung heraus. Schon beim 32:29-Sieg gegen Schweden war ihm ein Treffer geglückt – Wolff nutzte die neue Regel, nach der ein Feldspieler kurz für einen Keeper den Platz verlassen kann, für sein drittes Länderspieltor.

Die polnische Auswahl lässt sich nicht unterkriegen

Die Polen, angeführt vom wurfgewaltigen Ex-Bundesliga-Profi Karol Bielecki, kamen in Durchgang eins bis zum 14:14 immer wieder zurück. Nur dem Berliner Fabian Wiede war es zu verdanken, dass die Deutschen mit einem kleinen Polster in die Pause der umkämpften Partie mit etlichen Gelben Karten und Zeitstrafen gingen. Höhepunkt der Nickligkeiten war die Rote Karte für Christian Dissinger vom THW Kiel in der 24. Minute wegen groben Foulspiels. Bundestrainer Sigurdsson quittierte dies mit Unverständnis und schlug sich die Hand vor die Stirn.

Nur kurze Schwächephase in Halbzeit zwei

Wie schon im ersten Spiel gegen Schweden, kamen die deutschen nicht optimal formiert aus der Halbzeitpause. Aber der Europameister überstand auch diese Schwächephase, als der Vorsprung durch leichtfertige Fehler auf 22:21 (44.) zusammenschmolz. Kapitän Gensheimer, Häfner und Tobias Reichmann sorgten dann jedoch für das 25:21 (47.) und einen Vier-Tore-Vorsprung. Dieses Polster ließen sich die „Bad Boys“ nicht mehr nehmen und konnten am Ende mit den deutschen Fans jubeln. Beste Werfer der DHB-Auswahl waren Uwe Gensheimer, Fabian Wiede und wider mal Julius Kühn mit jeweils fünf Toren.


Schlagworte: Bad Boys, Deutschland, Handball, Olympia 2016, Olympische Spiele, Polen, Rio 2016

Artikelinformationen


Datum: 15. August 2016
Veröffentlicht von:
Autor: Tommy Lee Kahmann


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