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Fußball

DFB-Elf in Zugzwang

Abschlusstraining der deutschen Nationalmannschaft

Im heutigen EM-Qualifikationsspiel trifft die deutsche Nationalmannschaft auf den Nachbarn aus Polen. Das Ziel des Weltmeisters ist dabei die Tabellenführung in Gruppe D zurückzuerobern. Ausfallen wird definitiv der Dortmunder Marco Reus, doch Bundestrainer Joachim Löw will sich vor der wichtigen Partie nicht damit beschäftigen und stärkt Mario Götze den Rücken.

Veröffentlicht am 04. September 2015 von

(Hannover.) Wenn das Spiel in der Commerzbank Arena in Frankfurt um 20:45 Uhr am Freitagabend angestoßen wird, geht es für das Team um Kapitän Bastian Schweinsteiger um alles. Die Ausgangslage ist kritisch, was die Spieler in der Vorbereitung gekonnt ignoriert haben. Mit einer Niederlage könnte man gar auf Platz drei in der Gruppe rutschen, wenn Konkurrent Schottland beim Auswärtsspiel in Georgien seine Hausaufgaben erledigt. Löw erklärt: „Wir stehen vor den Wochen der Wahrheit, aber wir stehen nicht mit dem Rücken zur Wand.“ Man ist sich also bewusst, welchen Stellenwert die Begegnung hat, dennoch agiert man weiterhin mit breiter Brust.

Reus verpasst erneut Länderspiele

Am vergangenen Sonntag im Bundesligaspiel seiner Borussia gegen Hertha BSC Berlin (3:1) zog sich Marco Reus einen Anbruch des Endglieds der linken Großzehe zu, was jedoch bislang nicht bekannt wurde. In der gestrigen Pressekonferenz des DFB bestätigte der Bundestrainer dann die Verletzung des 26-jährigen. Reus trat den Heimweg an und wird der deutschen Nationalmannschaft auch am Montag gegen die Schotten nicht zur Verfügung stehen. Bitter für den Offensivspieler, der auch schon die Weltmeisterschaft in Brasilien im vergangenen Sommer aufgrund einer Verletzung verpasste. Doch Joachim Löw will nicht allzu sehr auf dem Ausfall von Reus schauen, „wir werden nicht lamentieren“ hieß es auf der offiziellen Pressekonferenz bezüglich des Dortmunders.

Münchner Mario Götze in der Startelf

Auch wenn der Ausfall von Reus sehr ungelegen kommt, sagt Löw: „Das gesamte taktische Konzept wird aber nicht geändert.“ Dies könnte in etwa so aussehen, dass der Leverkusener Karim Bellarabi dafür in die Anfangsformation rutscht und über den rechten Flügel angreifen wird. Thomas Müller würde dann im Zentrum spielen und Mario Götze die Reus-Position im linken Mittelfeld übernehmen. Dem 23-jährigen gab der Nationaltrainer eine Startgarantie, auch wenn er sich bei den Bayern des Öfteren auf der Ersatzbank widerfindet. Löw setzt großes Vertrauen in ihn. „Er ist ein Spieler von enorm hohem Wert für uns. Ich bin überzeugt, dass er zeigen will, was in ihm steckt.“

Özil kann spielen

Hinter der Personalie Mesut Özil vom Champions League-Gegner der Münchner Bayern Arsenal London stand lange Zeit ein Fragezeichen. Doch der Weltmeistertrainer milderte die Spannung um einen Einsatz Özils schon vor dem Abschlusstraining am Donnerstag und erklärte: „Er hat keinerlei Einschränkungen, was sein Knie betrifft.“ Debütant Emre Can darf unterdessen weiterhin auf sein Länderspieldebüt hoffen, denn die Position des rechten Verteidigers ließ Löw derweil offen. Favorit auf einen Startelfeinsatz ist hingegen der Hoffenheimer Sebastian Rudy.

Es bleibt also abzuwarten was am heutigen Freitagabend in Frankfurt passiert. Die deutsche Elf darf sich keine Fehler mehr erlauben, geht aber trotzdem als Favorit in die Partie. Der Tabellenführer aus dem Nachbarland Polen reist aber ohne Angst und mit breiter Brust zum Rückspiel. Der Weltmeister hat die Chance auf Wiedergutmachung und geht dies mit voller Konzentration an.


Schlagworte: Deutschland, EM-Qualifikation, Emre Can, Europameisterschaft, Frankreich 2016, Joachim Löw, Länderspiel, Marco Reus, Mario Götze, Mesut Özil, Polen, Sebastian Rudy

Artikelinformationen


Datum: 04. September 2015
Veröffentlicht von:
Bildquelle: getty images
Korrektur: Isabel Fröbius


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