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DFB-Frauen bleiben auf Kurs und besiegen die Elefantenkriegerinnen

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Mit dem 4:0 Sieg über Thailand schließt die deutsche Elf die Gruppenphase der Gruppe B als Erstplatzierter ab. Durch Tore von Leupolz, Petermann und Däbritz machten die Damen von Bundestrainerin Silvia den Einzug ins Achtelfinale. Der zukünftige Gegner steht noch nicht fest. Auf sieben Positionen veränderte Neid die Aufstellung im Gegensatz zur Partie gegen Norwegen. Die Entscheidung färbte auf das Spiel ab, eine lahme und zähe erste Hälfte war die Folge. Erst mit den Einwechslungen von Petersmann und Mittag kamen die deutschen Damen in Schwung.

Veröffentlicht am 17. Juni 2015 von

(Hannover.) Kemme, Popp, Goeßling, Bartusiak, Maier, Laudehr und Mittag fehlten in der Startformation, dafür hatten Leupolz, Schmidt, Peter, Cramer, Behringer, Lotzen und Däbritz Zeit, ihr Können unter Beweis zu stellen. Es gelang nicht von der ersten Minute an. Die DFB-Frauen waren zwar feldüberlegen und technisch versierter, doch gegen tiefstehende Thailänderinnen, die mit zwei Viererketten verteidigten, war kein Durchkommen. Dem deutschen Spiel fehlte es an Ideen und ganz besonders an Spielwitz. Natürlich gab es die ein oder andere Chance der deutschen Frauen, doch besonders Celia Sasic lies einige Hochkaräter liegen.

Ganz im Gegensatz zur Teamkollegin Melanie Leupolz. Nach einer Ecke von Melanie Behringer köpfte Leopolz den Ball ins Tor, dabei beschrieb das Leder eine Parabel und senkte sich genau zwischen dem Kopf der Thailänderin Intamee und dem Aluminium ins Tor. Auch danach versuchten die DFB-Frauen weiter anzugreifen, waren dabei aber viel zu fokussiert auf Jennifer Maroszan. Über Maroszan musste jeder Angriff laufen, dabei wurden die schnellen Flügelspieler völlig außer Acht gelassen. Trotz der nicht gerade herausragenden Leistung wäre Maroszan noch fast das dringend fällige 2:0 geglückt. Mit all ihrer spielerischen Klasse legte sie sich den Ball an ihrer Gegenspielerin vorbei und ging alleine aufs Tor zu. Dabei scheiterte sie aber an der thailändischen Torhüterin Boonsing.

Die bessere zweite Hälfte

Nach der Auswechslung von Maroszan und Sasic lief es für die Deutsche-Elf besser. Besonders durch die frischen Kräfte Anja Mittag und Lena Petermann, die für eine gute Portion Schnelligkeit sorgten. Bereits nach zehn Minuten gelang es Lena Petermann das 2:0. Nach einem langen Sprint von Schmidt flankte sie das Leder in den Strafraum rein und Lena Petermann lief mit allem was sie hatte dem Ball zu und köpfte ihn ins Netz. Und, weil es so schön war machte sie es zwei Minuten später noch einmal. Diesmal allerdings sprang sie nach einer Ecke von Behringer höher und köpfte den Ball in die Maschen. Ihre ersten beiden WM-Tore.

Die Thailänderinnen waren völlig ungeordnet in ihrem Spiel und kräftemäßig fast am Ende. Dabei kannte die Neid-Elf auch kein Pardon und lief immer mehr an. Die Chancen häuften sich. Aber erst in der 73. Minute gelang es Sara Däbritz, den 4:0-Entstand zu erzielen. Anja Mittags Torschuss verungelückte und den Abpraller lenkte Lena Petermann glücklich weiter auf die linke Seite, wo Sara Däbritz den Ball nur noch ins Tor befördern musste.

Mehr Kaltschnäuzigkeit, bitte

In der Folgezeit waren die Deutschen zwar noch sehr bemüht, doch wirklich gefährlich wurde es nicht mehr vor dem Strafraum der Thailänderinnen. Ein viel zu niedriges Ergebnis aus deutscher Sicht, findet auch Melanie Behringer: „Mit der ersten Halbzeit können wir überhaupt nicht zufrieden sein. Das war überhaupt gar kein Fußballspiel. Nach der Pause waren wir vorne  durchschlagskräftiger“. Mit dieser selbstkritischen Aussage habe Behringer in den Augen vieler Fans durchaus recht. Es werden andere Gegner kommen, die der deutschen Elf vielleicht mehr abverlangen werden. Dabei macht sich Bundestrainerin Silvia Neid um einen ganz speziellen Punkt Gedanken: „Die Abschlussschwäche macht mir sehr viel Sorge. Das muss ganz klar verbessert werden. Wenn ich vor dem Torwart stehe, muss ich den einfach reinmachen. Da musst du kaltschnäuzig sein vor dem Tor.“

Die Spannung bei der WM bleibt auf jeden Fall erhalten und den nächsten Tagen wird sich zeigen wer es versuchen wird, im Achtelfinale die deutsche Elf aus dem Turnier zu befördern.

 

 


Schlagworte: DFB-Frauen, Kanada WM, WM-Frauen

Artikelinformationen


Datum: 17. Juni 2015
Veröffentlicht von:
Bildquelle: Sportschau / Fifa Frauen-WM
Autor: Teresa Kröger
Korrektur: Katharina Freise


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