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DHB-Herren bewahren weiße Weste

Drittes Vorrunden-Spiel bei der Hockey EM 2015 in England

Die deutschen Hockeyherren konnten ihre Konzentration aufrecht erhalten und gegen das bis dato sieglose Frankreich einen ungefährdeten 7:2 Sieg einfahren. Der Außenseiter aus Frankreich konnte dem deutschen Team zu keinem Zeitpunkt Paroli bieten, jedoch bedeuteten die zwei französischen Treffer die ersten Gegentore für die deutsche Mannschaft im Verlauf des Turniers.

Veröffentlicht am 25. August 2015 von

Generalprobe für das EM-Halbfinale ist geglückt

(Hannover) Von Anfang an beherrschte das Team um Bundestrainer Markus Weise die Partie und ging durch Florian Fuchs in der dritten Spielminute in Führung. Fürk kam über die rechte Seite in die gegnerische Gefahrenzone und spielte anschließend zu Fuchs, der den Ball mit der Rückhand über den französischen Schlussmann chippte. Bis zur siebten Minute behielt die deutsche Hockeynationalmannschaft die Oberhand, ehe Jacobi das erste Mal gegen Francois Goyet eingreifen musste. Eine Einzelleistung von Masson konnte das DHB-Team nur auf Kosten einer Strafecke stoppen. Diese Ecke touchierte lediglich den Außenpfosten, jedoch war Moritz Fürste ebenfalls zur Stelle. Die deutschen Herren starteten das zweite Viertel ebenso engagiert und couragiert, wie zuvor das erste Viertel begann. Allerdings konnten die vielen erspielten Torchancen nicht den erhofften Erfolg einbringen, ehe Niklas Wellen das DHB-Team in der 24. Minute erlöste. Eine scharfe Hereingabe von Christopher Wesley konnte der Spieler vom Crefelder HTC locker über die Linie drücken. Im Laufe der Zeit wurden die Ballstafetten von Frankreich immer ungenauer, sodass die Defensive der Deutschen vor keine ernsthaften Probleme gestellt werden konnte. Die französische Defensive reagierte stattdessen völlig überfordert und konnte sich nur mit Abwehraktionen helfen, die wiederum Strafecken bedeuteten. Die Franzosen spielten den Ball absichtlich ins Aus und der Schiedsrichter pfiff. Kurz vor dem Halbzeitpfiff bestrafte Moritz Fürste den französischen Klärungsversuch, indem er die Strafecke im linken oberen Eck verwandelte. Mit einer komfortablen 3:0 Führung ging die deutsche Hockeynationalmannschaft in die Katakomben des Queen Elizabeth Olympic Parks von London.

Die ersten zwei Gegentore für das DHB-Team im Turnier

Deutschland wollte gleich nach der Pause auf 4:0 erhöhen, doch der Schuss von Rühr aus spitzem Winkel traf nur den Pfosten. Im direkten Gegenzug konnten die Franzosen jubeln und bescherten damit der deutschen Mannschaft ihr erstes Gegentor im Verlauf der Europameisterschaft 2015. Einen Ballverlust an der deutschen Viertellinie nutzten die Franzosen eiskalt aus, als der Ball zu Simon Martin Brisac gespielt wurde. Dieser krönte seinen Solo-Lauf mit dem 1:3, als er den eingewechselten Andreas Späck im deutschen Tor überwand. Der Gegentreffer sorgte allerdings bei den Deutschen nicht für Nervosität oder überhastete Angriffe. Stattdessen erspielte sich das DHB-Team Chance um Chance und traf in der 43. Minute durch Florian Fuchs zum 4:1. Die Freude über das 1:3 aus französischer Sicht hielt also nicht lange an. Nur eine Minute später erhielt die Mannschaft um Moritz Fürste eine Strafecke. Selbiger setzte zum Schlenzer an, den wiederum Rausläufer Victor Charlet mit vollem Körpereinsatz abwehrte. Das letzte Viertel begann mit der dritten Strafecke für das DHB-Team. Lukas Windfeders Schlenzer wurde vom französischen Torwart zunächst gehalten, doch den Abpraller sicherte sich Marco Miltkau. Dieser konnte im Schusskreis nur mit einem Stockfoul gestoppt werden. Die logische Konsequenz hieß: Siebenmeter für die deutsche Hockeynationalmannschaft. Oskar Deecke trat an und verwandelte den Strafstoß sicher zum 5:1. Die Franzosen kamen nur noch selten vor das gegnerische Gehäuse und wenn, dann blieb der Erfolg aus. Der Schuss von Victor Charlet ging in der 49. Minute knapp am Tor vorbei. Im direkten Gegenzug erhöhte das Team von Trainer Markus Weise auf 6:1. Den Schuss von Christopher Rühr konnte Torwart Reynaud noch parieren, jedoch war er beim Abstauber von Mats Grambusch chancenlos. In der 53. Minute erarbeitete sich Moritz Fürste einen weiteren Siebenmeter, den die Schiedsrichter erst nach Ansicht des Videobeweises pfiffen. Der gefoulte Spieler trat selbst an und erhöhte auf 7:1. Fünf Minuten später erkämpften sich noch einmal die Franzosen eine Strafecke und sorgten damit für den Schlusspunkt. Den Schlenzer konnte Späck zunächst locker parieren, allerdings sprang der Ball von seiner Ausrüstung direkt vor die Füße von Brisac. Der Franzose nahm das Geschenk dankend an und drückte den Ball zum 7:2 Endstand über die Linie.

Die Generalprobe für das Halbfinale gegen den Gastgeber aus England ist mit dem ungefährdeten Sieg gegen Frankreich somit geglückt, jedoch hätte das DHB-Team auch noch deutlicher gewinnen können. Dementsprechend kommt Niklas Wellen zu folgendem Fazit: „Es war zu merken, dass es für Frankreich nicht mehr um allzu viel ging. Die haben sicher nicht das gezeigt, was sie noch gegen Belgien und Irland zeigen konnten. Aber wir haben das auch gut gemacht, einfach und konzentriert gespielt. Aber es ist noch einige Luft nach oben, vor dem Tor müssen wir noch cleverer werden.“


Schlagworte: Deutschland, EM 2015, Florian Fuchs, Frankreich, Hockey, Moritz Fürste, Weiße Weste

Artikelinformationen


Datum: 25. August 2015
Veröffentlicht von:
Autor: Louis Lambert


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