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Die Deutschen als Vorbild

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Die englische Fußball-Nationalmannschaft steht vor einer wegweisenden Personal-Entscheidung. Die Trainer-Position soll bei den „Three Lions“ den gleichen Effekt bewirken wie einst beim deutschen National-Team.

Veröffentlicht am 05. Juli 2016 von

(Hannover) Geoff Hurst sorgte mit seinem Wembley-Tor 1966 bei der Weltmeisterschaft gegen Deutschland für den bis dato einzigen internationalen Titel der Engländer. In der nahen Vergangenheit bekleckerte sich das Team von Ex-Coach Roy Hodgsen nicht gerade mit Ruhm. Nach dem peinlichen Vorrunden-Aus bei der WM 2014 in Brasilien waren die eigenen Anhänger für die diesjährige Europameisterschaft in Frankreich wieder frohen Mutes, dass ein erneutes Debakel nicht eintreffen werde. Die Realität sieht jedoch anders aus. Zugegeben: bis ins Achtelfinale schaffte es das Team von Hodgsen diesmal. Dort allerdings scheiterte man sang- und klanglos am isländischen Team (1:2). Hodgsen zog die Konsequenzen, nachdem er sich als Trainer schon 2014 beim Vorrunden-Aus blamierte. „Ich bin nicht mehr Nationaltrainer. Und vor allem kann ich keine magische Erklärung abgeben für das, was in Nizza passiert ist“, sagte der 68-Jährige innerhalb der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Hodgsens Pläne fruchteten nicht
Hodgsen sollte das Team wieder in eine erfolgreiche Spur zurückführen. Er veränderte viel – gab zahlreichen jungen Spielern die Chance, sich zu beweisen. In der EM-Qualifikation wurde der Gruppensieg souverän mit zehn Siegen aus zehn Spielen geholt. Beim Turnier in Frankreich zeigte sich allerdings erneut eine Mannschaft, die nur schwer miteinander zu spielen weiß und bei der man das Gefühl hatte, dass sie dem Druck der eigenen Fans nicht gewachsen ist. Das Gleiche gilt für Cheftrainer Hodgsen. Einem 1:1 gegen Russland folgten ein Zitter-Sieg gegen Wales und einem müden 0:0 gegen Slowakei. Nach dem Aus gegen Island scheint der englische Verband „FA“ nun ratlos zu sein. Der erhoffte spielerische Umbruch erfolgte nur in der Qualifikation. Im Turnier allerdings wurde aus den Löwen erneut nur ein Kätzchen.

Auf Spieler-Umbruch folgt Trainer-Umbruch
Es zeigte sich, dass nicht nur ein Umbruch im Team erfolgen muss, sondern auch die Personalie Trainer eine Veränderung nötig hat. Als Spitzenkandidat für den Posten als Nationaltrainer gilt Jürgen Klinsmann. Dass er durchaus fähig ist, bei Turnieren geforderte Ergebnisse von seinen Spielern einzuholen, zeigte er erst zuletzt mit dem amerikanischen Nationalteam, mit dem er bis ins Halbfinale der Copa America gekommen ist. Bei der WM 2006 führte er das deutsche Team auf den dritten Platz. Klinsmann könnte also genau diese Person sein, die den Engländern gefehlt hat. Weder Hodgsen, noch Capello konnten die „Three Lions“ an die Spitze des Weltfußballs bringen. Klinsmann dagegen besitzt das Sieger-Gen, das den Engländern in der Vergangenheit fehlte. Nach Jahren der Erfolglosigkeit führte er die deutsche Elf wieder zurück in die Erfolgsspur. Ob Klinsmann diese Herausforderung aber wirklich annehmen möchte, ist fraglich. In den USA hat er noch einen Vertrag bis 2018. Ganz egal, ob Klinsmann oder aber die gehandelten Personen wie Guus Hiddink oder Slaven Bilic den Posten des neuen Nationaltrainers Englands bekommen werden, entscheidend wird es sein, eine frische und kämpferische Mentalität in die Mannschaft zu bekommen, um bei der Weltmeisterschaft 2018 in Russland möglicherweise auf den Spuren der deutschen Mannschaft zu marschieren.


Schlagworte: bilic, England, Europameisterschaft 2016, hiddink, Klinsmann

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Datum: 05. Juli 2016
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