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Handball

Die Sensation von Breslau

Die Deutsche Handball-Nationalmannschaft zieht mit einem 25:23 Erfolg über Dänemark in das Halbfinale der Handball-EM in Polen ein. Zuletzt gelang ein solcher Erfolg vor acht Jahren.

Veröffentlicht am 28. Januar 2016 von

Bundestrainer Dagur Sigurdsson musste im Vorfeld der Partie zwei Spieler nachnominieren: Kai Häfner und Julius Kühn reisten zur Mannschaft nach Breslau, um die verletzungsbedingten Ausfälle der Stammspieler Steffen Weinhold und Christian Dissinger zu kompensieren. Als jüngstes Team der Europameisterschaft 2016 und mit nunmehr insgesamt sechs verletzten Stammspielern startete die Deutsche Auswahl als Außenseiter gegen die Titelfavoriten aus Dänemark.

„Wir haben einfach unser Ding durchgezogen. Das war eine grandiose Leistung. Wir haben uns nicht verrückt machen lassen“, bilanziert der Bundestrainer nach dem Spiel. Den besseren Start erwischten die Dänen. Abgeklärt und sicher wirkte das Star-Ensemble um den Superstar Mikkel Hansen. Die DHB-Auswahl machte zunächst einen leicht nervösen Eindruck, verlor immer wieder Bälle durch technische Fehler. Dank der Treffer des wurfgewaltigen Steffen Fäth und dem erneut auch von der sieben Meter Linie sicheren Tobias Kaufmann gelang es Deutschland, die Dänen nicht davonziehen zu lassen. Nach den anfänglichen Unsicherheiten legten die „jungen Wilden“ des DHB-Teams jegliche Nervosität ab und konnten durch Rune Dahmke in der 13. Spielminute mit 6:5 in Führung gehen. Die mit 6500 Zuschauern gefüllte Halle in Breslau erlebte im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit einen wahren Handball-Krimi. Immer wieder knappe Führungen zeigten, dass das Spiel absolut auf Augenhöhe geführt wurde. Hätte sich das Deutsche Team im letzten Drittel der ersten Halbzeit mit drei Toren absetzen können, so lagen nur wenige Minuten später die Dänen wieder mit zwei Toren vorne. Mit 13:12 für Dänemark ging es in die Pause.

Auf der Tribüne verfolgten die beiden kurzfristig verletzt ausgefallenen Spieler Christian Dissinger und Steffen Weinhold gespannt das Geschehen. In der zweiten Spielhälfte das gleiche Bild: Ein enger Wettkampf auf Augenhöhe, kein Team kann sich entscheidend absetzen. Sigurdsson lässt in der Abwehr immer wieder eine offensiv ausgerichtete 4-2 Abwehr spielen, um den Dänen Mikkel Hansen aus dem Spiel zu nehmen. Steffen Fäth ist in dieser zweiten Hälfte besonders wichtig, wirft insgesamt sechs Tore und ist damit der beste Deutsche Schütze des Tages. Zwei Minuten vor Schluss gelingt die Vorentscheidung: Zwei-Minuten Zeitstrafe gegen Dänemark und Siebenmeter für Deutschland. Kaufmann bleibt abermals cool und verwandelt sicher. Im Gegenzug trifft der Däne Anders Eggert nur den Innenpfosten, bevor Fabian Wiede im Tempogegenstoß zum 25:23 Endstand traf.

Am Freitag trifft die Deutsche Nationalmannschaft im Halbfinale auf Norwegen.


Schlagworte: Handball

Artikelinformationen


Datum: 28. Januar 2016
Veröffentlicht von:
Korrektur: Sven Brinkmeyer


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