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Doppelter Rückschlag für St. Pauli

FC Heidenheim : FC St. Pauli

Am Sonntag war der FC St. Pauli zu Gast beim FC Heidenheim und hat neben drei Punkten im Aufstiegsrennen auch noch einen, in den letzten Spielen stark aufspielen, Stürmer verloren. Ein bitteres Ende einer eigentlich guten englischen Woche für die Kiezkicker.

Veröffentlicht am 10. März 2016 von

(Heidenheim). Die Partie des tabellensiebten aus Heidenheim gegen den Tabellenfünften aus Hamburg endete mit einem verdienten 2:0 (0:0) Sieg für das Team von Trainer Frank Schmidt. Für die Gäste aus Hamburg bedeutet das einen herben Rückschlag im Rennen um die Aufstiegsplätze, der FC Heidenheim festigt damit sein Saisonziel.

St. Pauli zum Siegen verdammt

St. Pauli mit zwei Siegen in Folge, konnte selbstbewusst mit zwei Siegen in Folge ins Spiel gehen. Heidenheim hingegen holte nur zwei Siege aus den letzten fünf Spielen. Die Hamburger hatten trotzdem den größeren Druck, da Nürnberg den Vorsprung auf Rang drei bereits wieder auf fünf Punkte ausgebaut hatte. Im Vergleich zu den Spielen unter der Woche, nahmen beide Trainer jeweils drei personelle Änderungen vor. Sobiech, Picault und Buchtmann bei St. Pauli, Zimmermann, Griesbeck und Schnatterer auf Heidenheimer Seite, rückten in die Startelf. Christopher Buchtmann konnte dabei frei aufspielen, wurde doch unter der Woche sein Vertrag bis 2019 verlängert.

Erste Halbzeit ausgeglichen

Heidenheim erwischte den besseren Start in ein mittelklassiges Spiel am Sonntagmittag und hatte in den ersten Minuten gleich zwei gute Chancen. In der Anfangsphase hatten die Hausherren zunächst mehr Ballbesitz und gewannen die entscheidenen Zweikämpfe, konnten sich aber keine weiteren klaren Torchancen erarbeiten. Dann aber übernahm St. Pauli die Kontrolle über das Spiel und kam zu guten Chancen. Zum Ende der ersten Halbzeit traf Alushi nur den Pfosten und verpasste so die Führung für die Gäste aus dem Norden. Eine Führung der Hamburger wäre zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient gewesen, trotzdem ging es aufgrund gutstehender Abwehrreihen mit einem 0:0 in die Pause.

Herber Rückschlag für St. Pauli

Zum Seitenwechsel kam John Verhoek für den glücklosen Picault ins Spiel. Für Verhoek ein besonderes Spiel, da er nach der Saison nach Heidenheim wechselt. Auch die Anfangsphase der zweiten Halbzeit gehörte dann den Heidenheimern, wobei sie, bis auf eine Großchance, nicht viel zustande bekamen. St. Pauli stand zwar weiter gut, verstand es aber nicht, selber Druck nach vorne zu entwickeln. In der 52. Minute kam dann der erste Rückschlag für St. Pauli: Verhoek knickte bei einem Zweikampf ohne Fremdeinwirkung um. Die Folge war die Auswechslung nach nur zwölf Minuten und ein doppelter Außenbandriss, sowie ein Innenbandanriss im rechten Sprunggelenk. Damit steht er den Hamburgern bis auf Weiteres nicht zur Verfügung. Eine unglückliche Vorstellung für Verhoek beim neuen Arbeitgeber.

Heidenheim dreht zum Schluss auf

Zum Ende der Partie nahmen die Heidenheimer das Spiel endgültig in die Hand und erspielten sich weitere gute Torchancen. St. Pauli wirkte mit zunehmender Dauer des Spiels immer müder. Folgerichtig ging die Heimmannschaft in der 71. Minute, nach einem Patzer von Schlussmann Robin Himmelmann, mit 1:0 in Führung. Für die Fans der Hamburger kein Grund nicht weiter für gute Stimmung im Gästeblock zu sorgen. Sie peitschten ununterbrochen das Team nach vorne und versuchten die letzten Prozent aus den Spielern heraus zu holen. Die Spieler bäumten sich anschließend noch einmal auf, liefen aber in der 81. Minute in einen klassischen Konter der Heidenheimer und kassierten das 2:0. Das war der entscheidende Nackenschlag für St. Pauli und es fehlte, nach der englischen Woche, die Kraft, noch einmal etwas entgegen zu setzten.

Aufstiegschancen verspielt?

Damit bleiben es fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz für die Hamburger. Bei einem zuletzt stark aufspielenden Führungstrio in der zweiten Liga scheinen die Aufstiegschancen für St. Pauli nun sehr gering. In Hamburg kümmert das allerdings keinen, da am Anfang der Saison sowieso keiner vom Aufstieg geredet hat. Letzte Saison konnten die Kiezkicker erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt sichern, daher ist es umso erstaunlicher was für eine herausragende Saison die Mannschaft vom Millerntor spielt, wenn man bedenkt, dass im Sommer kaum neue Transfers getätigt wurden. Heidenheim befindet sich nach dem Sieg hingegen auf einem guten Weg das Saisonziel, sich in der oberen Tabellenhälfte zu festigen, zu erreichen.


Schlagworte: 2. Bundesliga, Fußball, Heidenheim, St.Pauli, Verhoek

Artikelinformationen


Datum: 10. März 2016
Veröffentlicht von:
Autor: Mats-Ole Jensen


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