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Ehemalige Oldenburger sollen Bremen aus Krise helfen

Die Hoffnung des Bundesligisten ruht auf zwei Trainern mit Oldenburger Vergangenheit: Alexander Nouri und Florian Bruns springen interimsmäßig für mindestens zwei Partien ein.

Veröffentlicht am 19. September 2016 von

Bremen/Oldenburg – Erst übernahm Joe Zinnbauer im September 2014 den Hamburger SV, dann verpflichtete Zweitligist 1860 München fünf Monate später Torsten Fröhling, beide sind inzwischen nicht mehr im Amt. Und nun springt bei Werder Bremen in Alexander Nouri bereits der dritte frühere Trainer des VfB Oldenburg innerhalb von nur zwei Jahren bei einem prominenten Verein im deutschen Profifußball ein.

Für den 37-jährigen Nouri, der Werder nach der Trennung von Viktor Skripnik mindestens in den Heimspielen am Mittwoch gegen Mainz 05 (20 Uhr) und Sonnabend gegen den VfL Wolfsburg (18.30 Uhr) coachen soll, ist es die bisherige Krönung seines steilen Aufstiegs an der Seitenlinie.

Im November 2011 heuerte er zum Ende seiner aktiven Karriere (u.a. Holstein Kiel, VfL Osnabrück) zunächst als spielender Co-Trainer in Oldenburg an, ehe er den VfB im April 2013 als Cheftrainer übernahm. Nach einer überzeugenden Regionalliga-Saison 2013/14 mit Rang drei als Endplatzierung machte Nouri den nächsten Schritt und wechselte zur Bremer Reserve – verpflichtet wurde er von dem heutigen Sportchef Frank Baumann in seiner damaligen Funktion als Direktor Profifußball und Scouting.

Bei Werder II sollte Nouri zunächst an der Seite von Skripnik und Torsten Frings als zweiter Co-Trainer ein Bindeglied zwischen Erster, Zweiter und A-Jugend sein. Weil aber Robin Dutt Ende Oktober 2014 bei den Profis entlassen und daraufhin Skripnik und Frings zur Bundesliga-Mannschaft hochgezogen wurden, rückte Nouri schnell auf den Cheftrainerposten vor. Gleich in seiner ersten Saison führte er Werders Zweitvertretung zum Aufstieg von der vierten in die dritte Liga. In der vergangenen Spielzeit schaffte Nouris Reserve dann am letzten Spieltag den Klassenerhalt.

„Von ihm erhoffen wir uns einen Impuls für ein Team, das nach dem personellen Umbruch in der Sommerpause, den letzten Spielen und dem bestehenden Verletzungspech mit einer gewissen Verunsicherung zu kämpfen hat“, sagte Sportchef Baumann am Sonntag auf einer Pressekonferenz. Nouri sei aber nur als eine Übergangslösung eingeplant, solle zur Zweiten zurückkehren, sobald ein neuer, erfahrenerer Trainer gefunden ist. Nouri sei ein ehrgeiziger Fußballlehrer, dem man zutraue, die Mannschaft erfolgreich zu führen.

„Ich freue mich für Alex und könnte mir sogar gut vorstellen, dass er auf diesem Posten bleibt“, erklärte VfB-Vorstand Wilfried Barysch am Sonntag im Vorfeld des Heimspiels gegen Egestorf/Langreder und sieht die Beförderung Nouris als „tolle Außenwirkung für den VfB“.

Der Bremer Bundesligist erhält in den Partien gegen Mainz und Wolfsburg sogar noch mehr Oldenburger Einfluss. Florian Bruns, Nouris Co-Trainer in der Reserve, rückt ebenfalls mit auf. Der 37-Jährige wurde in Oldenburg geboren und wuchs im Umland auf. Er spielte in der Jugend sowie zu Beginn seiner Profi-Karriere für den VfB, ehe er zum SC Freiburg wechselte. Bruns trat später noch für Union Berlin, Alemannia Aachen und FC St. Pauli gegen den Ball. Bis zum Sommer 2015 ließ er seine aktive Karriere bei Werders zweiter Mannschaft ausklingen, um nach dem Aufstieg in die 3. Liga in den Trainerstab zu wechseln.


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Datum: 19. September 2016
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