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Endspiel für Thomas Schaaf

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Die Abstiegstournee von Hannover 96 geht in die nächste Runde. An diesem Samstag empfangen die Roten den HSV aus Hamburg und stehen vor dem Nordduell mit dem Rücken zur Wand.

Veröffentlicht am 05. April 2016 von

(Hannover) Am Samstagnachmittag kam es im Herzen von Hannover zum Nordduell der beiden HSV’s. Rechnerisch ist es für die Hannoveraner noch möglich den Klassenerhalt zu sichern. Dafür ist ein Heimsieg gegen die Hamburger aber zwingend notwendig.

Mit Doppelspitze zum Erfolg 

Der nun Ex-Trainer von Hannover 96 Thomas Schaaf ließ seine Mannschaft in der gewohnten Raute auflaufen. Die aus Hugo Almeida und Adam Szalai bestehende Doppelspitze sollte aus dem Mittelfeld von Kiyotake, Vossum und Prib mit Bällen versorgt werden. Vor der Abwehr sollte Gülselam für Sicherheit sorgen.
Auf der Hamburger Seite wurde Schipplock für seine starken Leistungen im Training mit einem Platz in der Startaufstellung belohnt. Als alleinige Spitze sollte er die Bälle von Ilicevic, Nikolai Müller und Aaron Hunt in Tore umsetzen und die Hamburger zum Sieg schießen um endgültig aus dem Abstiegskampf zu entfliehen.

Flügelspiel als Chancengenerator

Das Spiel im ausverkauften Niedersachsenstadion begann mit einer Choreographie der Fans im Oberrang der Nordkurve. Verteidiger Milesovic bedankte sich nach dem Spiel bei den Fans, die die Mannschaft auch in diesen Tagen immer noch 90 Minuten lautstark unterstützen. Auf dem Platz  begann das Spiel zunächst schleppend für die Heimmannschaft. In der zwölften Minute hatte Ilicevic schon früh die Führung auf dem Fuß. Freistehend vor dem leeren Tor konnte der Kroate die Vorarbeit von Schipplock nicht ins Netz bringen und so schon früh Druck ausüben. Der komplette Rest der ersten Hälfte wurde von der Heimmannschaft bestimmt. Thomas Schaaf forcierte mit seiner Aufstellung das Flügelspiel und so versuchten die Sechsundneunziger immer wieder über Flanken in den 16er zum Torerfolg zu gelangen. Der Hamburger Keeper René Adler wuchs an diesem Tag, zum Unglück der Hannoveraner, aber über sich hinaus und fing jede Flanke ab oder rettete zum Eckball.
Neben der starken Strafraumbeherrschung parierte er außerdem mehrere Torschüsse von den 96-Stürmern. In der 17. Minute parierte Adler den Torschuss von Hugo Almeida aus nur zehn Metern mit einer Glanzparade zur Ecke und in der 37. Minute verhinderte er ein Kopfballtor von Gülselam aus kurzer Distanz durch starke Reflexe und einer guten Parade.
Kurz vor der Pause konnten die Hamburger noch ein einziges mal Druck auf die Abwehr der Heimmannschaft ausüben und standen wieder frei vorm Tor. Christian Schulz konnte den Torschuss allerdings noch knapp klären und den Gegentreffer vor der Halbzeitpause verhindern.

Siegeswille in der Kabine geblieben

In der zweiten Halbzeit verlor das Spiel enorm an Qualität. Beide Mannschaften ließen ihren Kampfeswillen und ihre Leidenschaft wohl in der Kabine. Die Spieler begnügten sich mit Passkombinationen, die meist nicht über die Mittellinie hinaus gingen und schafften es bis zur 53. Minute nicht mehr einen einzigen Torschuss auf das gegnerische Tor abzugeben. Erst in der 61. Spielminute konnte der Frühlingsschlaf der Mannschaften beendet werden. Nach einem Eckball traf Cleber mit einem starken Kopfball zur 0-1 Führung der Gastmannschaft. Wie schon so häufig in der Saison reagierten die Hannoveraner verunsichert auf den Gegentreffer. Auch die anhaltend lautstarke Stimmung der Fans konnte die Mannschaft nicht erneut motivieren und so ließen sich die Sechsundneunziger in der 73. Minute durch Ilicevic und in der 75. Minute durch Müller endgültig in die 2. Liga schießen.
Der 0-3 Endstand ist am Ende ein wenig hoch ausgefallen, passt aber zur desaströsen Saison der Roten.
In Folge der erneuten Niederlage beurlaubte die Vereinsführung den erfolglosen Trainer Thomas Schaaf. Neuer Trainer wird der bisherige U19-Trainer und Ex-96-Spieler Daniel Stendel. Am kommenden Freitag steht den Roten ein weiteres Endspiel in Berlin bevor.


Schlagworte: Abstiegskampf, Bundesliga, Fans, Hamburger SV, Hannover 96

Artikelinformationen


Datum: 05. April 2016
Veröffentlicht von:
Autor: Patrick Herrmann


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