Logo

Das Nachrichtenportal für Sport

Fußball

Erstes Heimspiel der Roten findet verdienten Sieger

By Deisterpics

Am Sonntagmittag trafen Hannover 96 und Greuther Fürth aufeinander. Nach dem Auftaktsiegen beider Teams ist das Aufeinandertreffen für beide Mannschaften eine richtungsweisende Partie.
38.400 Zuschauer sahen bei bestem Wetter eine enge Partie mit einem verdienten Sieger.

Veröffentlicht am 14. August 2016 von

Unverändert ins erste Heimspiel

Der Tabellenführer aus der niedersächsischen Landeshauptstadt geht nach dem 0:4 Auftaktsieg in Kaiserslautern unverändert in das erste Heimspiel der zweiten Liga. Mit vier offensiven Kräften und einer Doppelsechs verspricht die Aufstellung von Trainer Daniel Stendel weiterhin attraktiven Fußball nach vorne.
Bei einem wolkenlosen Himmel und echten Sommertemperaturen machten sich insgesamt 38.400 Zuschauer auf den Weg in die HDI-Arena. Die erste Halbzeit sollte erahnen lassen, in welche Richtung diese Saison für die Roten gehen soll. Mit viel Ballbesitz, sicher aufgebauten Angriffen und starken Zweikampfwerten ließen die Hannoveraner die Gäste aus dem Frankenland nicht ins Spiel kommen. Auf den dominanten Fußball der Tabellenführer hatten die Fürther keine Antwort und versteckten sich in ihrer eigenen Hälfte und reagierten ausschließlich auf die Angriffe der Sechsundneunziger. Trainer Stefan Ruthenbeck erkennt auf der Pressekonferenz nach dem Spiel „viel Arbeit für den Pokal vor uns“.
Nachdem die ersten Versuche der Gastgeber die Führung zu erzielen noch nicht von Erfolg gekrönt wurden, nutze Fossum in der 23. Spielminute einen groben Stellungsfehler von Torwart Megyeri bei der Flanke von Klaus aus und schob den Ball aus kurzer Distanz ins kurze Eck zur 1:0 Führung.
Nach der Führung kommt es in der 33. Minute zum Schockmoment für Trainer Daniel Stendel und alle Fans im Stadion. Nach einem Laufduell mit Gießelmann liegt der polnische Nationalstürmer Artur Sobiech mit schmerzverzehrtem Gesicht am Boden. Der zweifache Torschütze aus dem Spiel gegen Kaiserslautern verdreht sich das linke Knie und muss ausgewechselt werden. Für ihn kommt der Ex-Stuttgarter Martin Harnik in die Partie. Eine genaue Diagnose über die Schwere der Verletzung steht noch aus, allerdings wurde der Pole in den letzten Jahren immer wieder von teils schweren Knieverletzungen geplagt.
Die letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit gestalteten sich nicht mehr ganz mit dem Tempo der ersten halben Stunde. Die Fürther standen zwar weiterhin sehr tief, doch die führenden Gastgeber schalteten einen Gang zurück und ließen die Minuten zur Halbzeit sicher runterlaufen.

Rollenwechsel in der zweiten Halbzeit

Nach der Pause veränderte sich das Spiel grundlegend. Die Gäste kamen besser aus der Pause als die Gastgeber und die Partie spielte sich jetzt ausschließlich in der Hälfte von Hannover 96 ab. In der 50. Minute treffen die Gäste nach einem Schuss von Berisha das erste Mal den Pfosten und nur vier Minuten später liegt der Ball bereits im Tor von Tschauner. Nach einem kurzen Jubel der Fürther Fans erkennen aber auch die letzten die Abseitsposition von Zulj und die gehobene Fahne des Linienrichters. Die Fürther drücken auch nach dem Abseitstor weiter nach vorne und die Sechsundneunziger kommen nicht richtig ins Spiel zurück. In der 59. Minute wechselt Stendel dann erneut eine Offensivkraft aus. Der Ex-Fürther Niclas Füllkrug kommt für den bislang erfolglosen Kenan Karaman. Kurz nach dem Wechsel verschenken die Fürther Angreifer zum wiederholten Male die Möglichkeit auf den Ausgleich. Stürmer Sebastian Freis läuft vollkommen frei und ungestört auf das Tor von Tschauner zu. Im eins gegen eins entscheidet sich der Stürmer für die schlechteste Möglichkeiten und verzieht den angesetzten Heber rechts am Tor vorbei.
In der 70. Minute beweist Torwart Tschauner erneut wieso er zu Recht die Nummer 1 auf dem Rücken trägt. Einen Schuss aus vier Metern von Zulj verteidigt er Weltklasse mit einer Glanzparade im Fallen mit der rechten Hand. Diese Glanztat weckte die Roten wieder auf und bringt neuen Schwung in die Partie. In der 74. Minute trifft Sebastian Meier aus sechs Metern nach einem Kopfball von Füllkrug und bringt die Hannoveraner mit 2:0 in Führung. Nach den vielen vergebenen Chancen der Fürther kommt Frust auf. Die Gäste begehen nun viele, teilweise grobe Fouls und bekommen von Schiedsrichter Jochen Drees innerhalb von drei Minuten zwei gelbe Karten. Hannover 96 lässt sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen und spielt den Ball unter lautstarken „Europapokal“-Gesängen aus der Nordkurve sicher durch die eigenen Reihen und schraubt in der 85. Minute mit der 3:0 Führung durch Martin Harnik endgültig den Deckel auf den zweiten Saisonsieg der Saison. Das 3:1 in der 91. Minute durch Berisha ist dabei nur noch Ergebniskosmetik und lässt die Freude im hannoverschen Stadion nicht schwächen.
Am Ende steht für die Roten ein 3:1 Heimerfolg und die Euphorie über die verteidigte Tabellenführung vor dem ungeliebten Erzrivalen Eintracht Braunschweig, der auf Platz 2 der Tabelle steht.
Am Montag geht es für die Mannschaft um Daniel Stendel nach Offenbach zum DFB-Pokalspiel, sehr wahrscheinlich ohne Artur Sobiech.


Schlagworte: Bundesliga, DFB-Pokal, Greuther Fürth, Hannover 96

Artikelinformationen


Datum: 14. August 2016
Veröffentlicht von:
Autor: Patrick Herrmann


Teilen & Versenden


Auf teilen
Auf teilen

Kurzlink: bit.ly/1DASnWi