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Favoriten gegen Außenseiter – Diese vier kämpfen um die Meisterschaft

getty images, BR Volleys vs VfB Friedrichshafen

Rekordmeister, CEV-Pokal-Sieger oder sogar ein Aufsteiger? Vier Mannschaften kämpfen um den Einzug ins Finale um die deutsche Meisterschaft in der Volleyball-Bundesliga der Männer. Wer hat die besten Chancen?

Veröffentlicht am 10. April 2016 von

(Hannover) Die vier Halbfinalisten in der 1. Volleyball-Bundesliga stehen fest. Darunter sind auch die beiden Titelfavoriten aus Berlin und Friedrichshafen. Aber auch die beiden Außenseiter haben das Potential für den Finaleinzug. Dieser wäre jedoch eine große Überraschung. Die Halbfinal-Playoffs werden im Modus „best of three“ ausgetragen.

VfB Friedrichshafen möchte Trainer gebührend verabschieden

Einer der zwei größten Favoriten ist Titelverteidiger Friedrichshafen. Auf dem Weg in das Halbfinale setzten sie sich mit zwei 3:1-Siegen gegen den TSV Herrsching durch. Der VfB hat bereits 13 mal die deutsche Meisterschaft gewonnen und ist damit Rekordsieger. Der größte Erfolg datiert vom 11. April 2007, als Friedrichshafen die Champions League gewann. Dies ist bisher noch keiner anderen deutschen Mannschaft gelungen. Die Erfolge sind eng verbunden mit dem Amtsantritts des Trainers Stelian Moculescu im Jahr 1997. Vor kurzem wurde bekannt, dass Moculescu nach der Saison in den Ruhestand gehen wird. Die Mannschaft und der langjährige Trainer wollen sich mit nichts weniger, als der Meisterschaft verabschieden.

United Volleys RheinMain – ein Aufsteiger mit Überraschungspotential

Als Aufsteiger direkt in die Halbfinal-Playoffs. Die United Volleys RheinMain haben dies mit zwei Dreisatzsiegen über den TV Bühl geschafft. Zuvor hatten selbst die Topteams aus Berlin und Friedrichshafen nicht in Bühl gewinnen können. Nun treten sie gegen den amtierenden deutschen Meister an. In der Partie ist RheinMain zwar der Außenseiter, ein Weiterkommen scheint jedoch nicht unmöglich. In der Liga gab es mit 2:3 nur zwei knappe Niederlagen. Im Pokal-Viertelfinale gewann der Aufsteiger sogar in fünf Sätzen. Sollte es zu einer Überraschung kommen, könnte es einen ungewöhnlichen Spielort im Finale geben. Da die Halle zum ersten Heimspiel im Finale nicht zur Verfügung steht, müsste die Mannschaft auf die Commerzbank Arena, ein Fußballstadion, ausweichen.

SVG Lüneburg mit Außenseiterchancen

Die Spielvereinigung ist noch recht neu in der 1. Bundesliga und hat sich dennoch schon oben festgesetzt. Erst vor zwei Jahren ist die Mannschaft aufgestiegen und hatte bereits in der Vorsaison das Halbfinale erreicht. Nun bewiesen sie, dass dies kein Zufall war. Mit einem knappen 3:2-Erfolg in der eigenen Halle und einem 3:1-Auswärtssieg gegen Düren schaffte Lüneburg den erneuten Einzug in die Runde der letzten vier. Trainer ist seit 2014 der ehemalige deutsche Nationalspieler Stefan Hübner. Sein Team ist nun gegen die Volleys aus Berlin gefordert. Die Hoffnungen auf ein Weiterkommen liegen darin, dass sie den Berlinern in der Hauptrunde eine Fünfsatzniederlage zufügen konnten.

Berlin Recycling Volleys auf Triple-Jagd

Die BR Volleys könnten diese Saison das Triple holen. Zwei Titel haben sie diese Saison schon gewonnen. Jetzt fehlt nur noch die Meisterschaft. Mit zwei nie gefährdeten 3:0-Siegen gegen CV Mitteldeutschland stehen die Berliner im Halbfinale. Auch dort sind die Volleys haushoher Favorit, auch weil ihr Selbstbewusstsein stark gestiegen sein muss. Nach dem Gewinn des nationalen Pokalwettbewerbs folgte nämlich der Sieg im CEV-Pokal. Dies ist der erste internationale Titel der Vereinsgeschichte. Zuvor hatte noch kein deutsches Männerteam die zweitwichtigste europäische Trophäe gewinnen können. Auch die Hauptrunde der Liga schloss das Team von Trainer Roberto Serniotti souverän auf dem ersten Rang ab. Dabei lagen sie mit nur drei Niederlagen vier Punkte vor Friedrichshafen. Nun streben die BR Volleys den Gewinn ihrer siebten deutschen Meisterschaft an.

Die erste Partie der Halbfinal-Playoffs bestreiten Berlin und Lüneburg am Dienstag, 12. April, um 19:30 Uhr in der Max-Schmeling-Halle. RheinMain tritt ein Tag später um 20 Uhr beim VfB Friedrichshafen in der ZF Arena an.


Schlagworte: BR Volleys, Halbfinal-Playoffs, SVG Lüneburg, United Volleys RheinMain, VfB Friedrichshafen, Volleyball-Bundesliga

Artikelinformationen


Datum: 10. April 2016
Veröffentlicht von:
Autor: Lisa Brautmeier


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