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Fußball - Interview

Fortuna Düsseldorf U23: Talent Justin Splitt im Interview

Fortuna_Düsseldorf

Der 19-jährige Justin Splitt spricht im Interview über seine bisherige Karriere, Verletzungspech, Zukunftsaussichten und wie es ist, als gebürtiger Kölner für Düsseldorf zu spielen.

Veröffentlicht am 27. Januar 2016 von

Wie lange spielst du schon Fußball und wie bist du dazu gekommen?

„Ich spiele schon Fußball, seitdem ich drei Jahre alt bin. Angefangen habe ich damals bei meinem Heimatverein RSV Urbach.  Mein Opa war damals Vorsitzender dort und ist auch heute noch im Verein tätig. Seit meiner Geburt bin ich schon Mitglied in dem Verein und war eigentlich schon immer fußballbegeistert.“

Wann hast du gemerkt, dass du Talent hast und wie kam es zum Wechsel zu deinem ersten größeren Verein?

„Ich habe relativ früh schon gemerkt, dass ich Talent habe. Mit ungefähr 8 Jahren bin ich dann auch zur Jugendfußballschule Hennef gewechselt. Da war mir dann eigentlich klar, dass ich nicht so schlecht bin. Mein erster größerer Verein war dann Bayer Leverkusen, wo ich mit 10 Jahren hingewechselt bin. Ich kam damals in die U11 bei Bayer. Wir haben mit der Jugendfußballschule Hennef öfter Freundschaftsspiele gegen Bundesligisten gespielt und dann hat mich der Trainer von Leverkusen gesichtet und zum Probetraining eingeladen. Dann ging es alles relativ schnell und ich bin nach Leverkusen gegangen.“

Wie war für dich die Zeit bei Leverkusen und anschließend beim 1.FC Köln?

„Bei Leverkusen habe ich insgesamt sechs Jahre lang gespielt. Es war eine sehr aufregende Zeit, ich habe dort sehr viel erlebt und mitgenommen. Auch menschlich bin ich durch Disziplin und Training gereift und meine Persönlichkeit hat sich geformt. Wir waren damals überall, zum Beispiel waren wir mehrmals in Katar. Wir hatten viele nationale und internationale Turniere, haben bei Gastfamilien übernachtet oder in Hotels. Man lernt wirklich eine Menge dazu und kommt durch die ganzen anderen Vereine auch mit vielen neuen Leuten in Kontakt. Es war eine super Zeit und ich habe mich dort enorm weiterentwickelt! Beim 1. FC Köln war ich nur ein Jahr lang, weil ich dort Konkurrenten hatte, die einen längeren Vertrag hatten. Ich hatte keine Lust, nur die zweite Geige zu spielen. Der FC war dann auch damit einverstanden und hat meinen Vertrag nicht verlängert. So bin ich dann anschließend nach Düsseldorf gewechselt.“

Wie ist der Wechsel nach Düsseldorf zustande gekommen und wie ist es als Kölner und FC-Fan für Düsseldorf zu spielen?

„Als es beim FC nicht mehr weiterging, hat mein Berater Kontakt zu Fortuna Düsseldorf aufgenommen. Ich habe dann ein Probetraining dort gemacht und wurde auch direkt genommen. Am Anfang habe ich es ehrlich gesagt geheim gehalten, dass ich FC-Fan bin. Aber nach kurzer Zeit schon haben es eigentlich alle gewusst und fanden es auch super, dass ich dazu stehe.“

Du hattest in letzter Zeit öfter Verletzungspech, wie verläuft der Heilungsprozess nach deinem zweiten Kreuzbandes und wann geht es für dich wieder richtig los?

„Verletzungspech hatte ich früher eigentlich nur selten. Ich hatte meist nur kleinere Verletzungen wie Bänderrisse oder -Anrisse. Aber sowas kennt man ja heutzutage und das ist auch mehr oder weniger normal. Dann kamen leider meine ersten großen Verletzungen, die zwei Kreuzbandrisse.. Im Moment bin ich noch fleissig in der Reha und versuche wieder möglichst viel Kraft aufzubauen. Seit einer Woche bin ich auch wieder im Training mit dem Ball und mache auch Lauftraining. Ich werde in der Praxis in Düsseldorf  gut behandelt und unterstützt und hoffe, in zwei bis drei Monaten wieder mit der Mannschaft auf dem Platz zu stehen.“

Wie geht es sportlich jetzt für dich weiter, welche Ziele hast du und glaubst du noch daran den Durchbruch zu schaffen?

„Das ist eine schwierige Frage. Ich muss Schritt für Schritt gehen. Mein Fokus liegt jetzt erst einmal darauf, vernünftig fit zu werden und wieder mein altes Niveau zu erreichen. Ich denke, wenn ich wieder bei 100% bin, wird man weitersehen.“

Falls es mit dem Fußball dann letztlich doch nicht klappen sollte, wie stellst du dir deine berufliche Zukunft vor?

„Ich habe im Sommer voraussichtlich mein Abitur. Ab dann werde ich mich voll auf den Fußball konzentrieren und alles dareinlegen. Ich muss sehen, wie es mit meinem Knie dann läuft und wie es weitergeht. Eine Option neben dem Fußball für mich wäre, zur Bundeswehr zu gehen und zum Beispiel eine Feldwebellaufbahn einzuschlagen. Aber auch sonst kann man bei der Bundeswehr ja viele Sachen machen. Und falls es bei Düsseldorf nicht mehr weitergehen sollte, würden mich auch Fußballvereine im Ausland reizen. Ich könnte mir auch vorstellen, in den USA Fußball zu spielen und parallel dazu dort zu studieren und es dann über die Collegeligen möglicherweise sogar bis in die MLS zu schaffen. Aber zum jetzigen Zeitpunkt kann ich noch nichts genaues sagen. Ich muss jetzt einfach abwarten, wie die nächsten Jahre verlaufen und alles geben!“

 

 


Schlagworte: Bayer Leverkusen, Bundesliga, Fortuna Düsseldorf, Fußball, Interview, Talent, U23

Artikelinformationen


Datum: 27. Januar 2016
Veröffentlicht von:
Autor: Tim Vrastil
Korrektur: Fabio Löber


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