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Freiburg verspielt Klassenerhalt, aber Hannover bleibt erstklassig

„Ich bin so stolz, dass wir das heute geschafft haben“, konnte Hannovers Cheftrainer gestern seiner Erleichterung Ausdruck verleihen. Denn in Hannover trafen am gestrigen Samstagnachmittag Freud und Leid aufeinander. Ein sichtlich erleichterter Michael Frontzeck konnte nach dem 2:1 Erfolg seiner Hannoveraner gegen den SC Freiburg den Verbleib in der ersten Liga feiern, musste aber mit

Veröffentlicht am 26. Mai 2015 von

„Ich bin so stolz, dass wir das heute geschafft haben“, konnte Hannovers Cheftrainer gestern seiner Erleichterung Ausdruck verleihen. Denn in Hannover trafen am gestrigen Samstagnachmittag Freud und Leid aufeinander. Ein sichtlich erleichterter Michael Frontzeck konnte nach dem 2:1 Erfolg seiner Hannoveraner gegen den SC Freiburg den Verbleib in der ersten Liga feiern, musste aber mit ansehen, wie die Breisgauer um den direkten Abstieg in die zweite Bundesliga trauerten.

 

Freiburg verpasst den Start

 

Ein Spiel, in dem die Ausgangslage vor dem Spiel glasklar war: Wer hier die drei Punkte holt bleibt in der Liga. Die Trainer schickten ihre Teams daher wohl auch so gut wie unverändert zur letzten, erfolgreichen Woche in die Partie. Die Freiburger wollten tief stehend auf eine solide Abwehrarbeit aufbauend. Doch dieser Plan hielt nicht lange, denn den 96er gelang ein regelrechter Traumstart. Bereits nach 4 Minuten kamen sie das erste Mal gefährlich vor das Tor der Freiburger. Albanorz Flanke von der linken Seite findet in der Mitte genau den Kopf von Kiyotake, der den Ball im Flugkopfball ins linke Eck köpft. Die Mannschaft von Frontzeck kann so also ein erstes Ausrufezeichen im Kampf um den Abstieg setzen. Und auch in den nächsten Minuten bleibt sie die spielbestimmende Mannschaft. In der 16. Minute wird es bereits wieder gefährlich für Freiburgs Keeper Bürki, als er einen Schuss von Stindl nur noch knapp über die Latte lenken kann. Die Freiburger finden derweil nicht richtig ins Spiel. Sie sind die meiste Zeit damit beschäftigt die Offensive von Hannover zu stoppen und stehen weiter sehr tief. So können sie sich nur wenige Chancen erarbeiten. In der 33.

Minute dann aber der erste Rückschlag für die 96er. Flügelspieler Edgar Prib muss verletzt ausgewechselt werden. Für ihn kommt Karaman in die Partie. Erst in der 40. Minute dann ein erstes Aufbäumen der Gäste aus Freiburg. Hannover lässt die Freiburger bis in den Sechszehner kombinieren, wo Klaus den Abschluss sucht. Zieler kann aber parieren. Nur zwei Minuten später ist es wieder Klaus der an Zieler scheitert. Nach einer Ecke kommt er frei zum Schuss, bekommt den Ball aber nicht an Hannovers Torwart vorbei. Die Hannoveraner können den knappen Vorsprung also in die Halbzeitpause verteidigen.

 

Es wird nochmal eng

 

Die Gäste aus dem Breisgau scheinen nach der Pause dann endlich besser in die Partie zu finden und beginnen stärker in der zweiten Halbzeit. In der 50. Spielminute kommt Stürmer Mehmedi im hannoveraner Strafraum frei zum Kopfball, scheitert aber am soliden Zieler, der den Ball noch aus der Ecke kratzt. Die Freiburger machen jetzt deutlich mehr Druck und fordern die Abwehr der 96er. Das Spiel wird enger und ruppiger. Es ist deutlich zu sehen, dass es für beide um eine Menge geht. So kommt es in der 65. Minute zu einem Aufreger im Freiburger Strafraum. Briand kommt nach einem langen Ball in die Spitze beim Eins-zu-Eins gegen Mitrovic zu Fall – Wolfgang Stark entscheidet aber nicht auf Elfmeter. Nur zwei Minuten später kann Hannover dann alles klar machen. Nach einem Freistoß von Kiyotake kommt Stindl zum Kopfball, dieser ist aber zu unplatziert, so dass Bürki ihn abfangen kann. Das Spiel ist nun sehr kampfbetont mit wenigen gefährlichen Szenen. In der 81. Minute scheinen die Hannoveraner den knappen Vorsprung nur noch über die Runden bringen zu wollen und wechseln zwei Mal defensiv. Felipe und der zuvor kaum eingesetzte Stankevicius kommen ins Spiel. Doch im Gegenteil. Hannover gelingt in der 84. Minute das 2:0 und somit die wohl endgültige Entscheidung im Spiel. Karaman kann sich im gegnerischen Strafraum gegen drei Freiburger durchsetzen und passt auf Briand. Dieser versucht den Ball ins Tor zu stochern scheitert aber zunächst an Bürki der ihn auf der Linie hält. Letztendlich ist es der eigene Verteidiger Krmas, der den Ball im vollen Lauf statt zu retten ins Tor bolzt. Für die 96er scheint der Verbleib in der ersten Liga nun klar. Daran konnte auch der eingewechselte Nils Petersen mit seinem Jokertor kurz vor Ablauf der Nachspielzeit zum 2:1 Endstand nichts mehr ändern.

 

Des einen Freud‘ des anderen Leid

 

Hannover gelingt also im letzten Saisonspiel der erste Heimsieg der Rückrunde und schafft somit den Verbleib in der ersten Liga. Für die Gäste aus dem Breisgau steht nun aber ein sicherer Abstieg in die zweite Liga bevor. Der deutlich gezeichnete Christian Streich sagte nach dem Spiel: „Das Spiel ist leider ein Spiegelbild für eine wirklich groteske Saison, die ich so noch nie erlebt hab. Der Abstieg in die zweite Liga ist sehr traurig für uns, aber der Verein ist ein großer Verein in seinem Wesen und wird es überstehen.“ Er blickt also zuversichtlich in die Zukunft. Das kann nun wohl auch der Retter von Hannover Michael Frontzeck. Mit keiner Niederlage und zwei Siegen in fünf Spielen gelang es ihm die Niedersachsen in der ersten Liga zu halten. „Ich bin sehr stolz auf das was passiert ist in den fünf Wochen. Die Spieler haben von der ersten Sekunde an Gas gegeben. Ich hatte das Gefühl, dass sie unbedingt wollten. Natürlich freue ich mich jetzt wahnsinnig darüber, dass wir es geschafft haben und das haben wir, denke ich, auch ein Stück weit verdient.“, so der Cheftrainer nach der Partie. Und auch der nach dem Spiel verabschiedete Lars Stindl teilte diese Gefühle: „Ich bin so froh, dass wir hier heute vor der Kulisse gewinnen konnten. Ein riesen Dank an die Fans.“ Die stolzen Hannoveraner können nun also entspannt ihren Urlaub genießen und mit der Planung für die nächste Saison beginnen. Die Freiburger hingegen müssen den Schock dieses Spieltages wohl noch ein wenig verdauen.


Schlagworte: 96, Fußball, Hannover 96

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Datum: 26. Mai 2015
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