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Fressen und gefressen werden – Wölfe gehen auf Jagd

Supercup-Sieger: De Bruyne (li.) und Hecking

Nach dem Gewinn des Supercups gegen den FC Bayern München (4:5 im Elfmeterschießen) hat sich der VfL Wolfsburg den ersten nationalen Titel geangelt und damit ein klares Ausrufezeichen in Richtung München gesendet.

Veröffentlicht am 04. August 2015 von

Hieß es vor einigen Wochen noch: „Boar, die Bayern werden ja eh immer Meister“, kann sich der „Fußballinteressierte“, für die in elf Tagen startende Saison, auf einen neuen und ernstzunehmenden Bayern-Jäger freuen. Der VfL Wolfsburg ist längst vom Beutetier der übermächtigen Bayern zum selbstbewussten Raubtier mutiert und will dieses prächtige Image mit guten Leistungen untermauern. Der Supercup war eine eindrucksvolle Vorstellung, wie man in der Spielzeit 15/16 gegen den Rekordmeister bestehen könnte. Nach 90 Minuten hieß es 1:1 und dieses ausgeglichene Ergebnis spiegelte sich auch in der Statistik wieder: Bei Torschüssen (14:13), Ecken (5:4) und Zweikämpfen (51%) lag der VfL Wolfsburg sogar vor den Bayern. Diese starken Werte kombinierte der VfL mit einem klaren Plan, die Stärken und Schwächen der Bayern ausfindig zu machen – mit Erfolg.

Übermut tut selten gut

Trotz Titel, Lob und Heiterkeit ist man in Wolfsburg nicht übermäßig „frech“ oder gar ungehalten gegenüber der Konkurrenz. Vielmehr strahlt die Mannschaft von Dieter Hecking ein gesundes Selbstbewusstsein und eine Art „Vertrauen in die eigenen Stärken“ aus. VfL-Manager Klaus Allofs äußerte sich nach dem Sieg eher vorsichtig und mit höchstem Respekt vor dem zuvor geschlagenen Rekordmeister: „Sie sind der große Favorit für die Meisterschaft, bei Ihnen können wir uns noch einiges abschauen.“ Das hört Bayern-Coach Pep Guardiola natürlich gerne und kommentierte die Leistung der Wölfe mit viel Anerkennung: „Sie werden ein großer, großer Konkurrent“, denn sie haben eine „tolle, tolle Mannschaft“. Diese „tolle, tolle Mannschaft“ hat in der Tat das Zeug, die Bayern so richtig zu ärgern.

De Bruyne als Allzweckwaffe

Dieser Titel wird weiter für Aufwind in der Autostadt sorgen und die Stimmung in der Mannschaft aufwerten. „Wir haben nach dem zweiten Titel in so kurzer Zeit Blut geleckt“, so Dieter Hecking. Eines ist neben guter Stimmung und viel Selbstbewusstsein aber von entscheidender Bedeutung für den VfL – Kevin de Bruyne muss bleiben! Der Belgier ist das Herz der Mannschaft, sollte er den Verein in Richtung Manchester oder gar in Richtung München verlassen, wäre dies ein herber Schlag für das Wölfe-Rudel. Noch ist der „Leitwolf“ De Bruyne da, was bedeutet, dass der VfL neben finanziellen Mitteln auch eine attraktive Perspektive bieten kann. Sollte De Bruyne den Bayern widerstehen können, hat der VfL alles, was ein Spitzenteam braucht um zeitnah Titel-Träume wahr werden zu lassen.


Schlagworte: FC Bayern, Kevin De Bruyne, Supercup, VfL Wolfsburg

Artikelinformationen


Datum: 04. August 2015
Veröffentlicht von:
Autor: Linus Kurtenbach
Korrektur: Svenja Ebeling


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