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Gangster-Rap für Wimbledon-Queen Williams

Serena Williams feiert ihren Sieg in Wimbledon. Rapper Drake jubelt mit ihr.

(Hannover) Nur der Rapper Drake gibt sich siegessicher. „Ich schwöre, ich würde Serena schlagen“, rappt der Kanadier in dem Lied „Bad Behavior“. Muss er sich dennoch eingestehen: „Wenn sie mit links spielen würde.“

Veröffentlicht am 14. Juli 2015 von

Drake, seine Texte handeln meist von der Absurdität des Lebens statt vom Sport, meint damit keine Geringere als Tennisspielerin und Wimbledon-Siegerin Serena Williams.

Beide verbindet eine enge Freundschaft. Sie ist ein großer Anhänger seiner Musik, er wiederum nutzt jede freie Minute seines mit Auftritten, Proben und PR-Terminen gut gefüllten Kalenders um ihr auf den Tenniscourts dieser Welt live die Daumen zu drücken. Dass der King-of-Rap und die Wimbledon-Queen eine tiefe Verbundenheit füreinander verspüren und Drake der US-Amerikanerin sogar ein paar Zeilen in einem seiner Texte widmet, liegt auch daran, dass beide einen ähnlichen Aufstieg erlebt haben.

Eine Freundschaft, zwei Weltkarrieren

Er, abwechselnd aufgewachsen in Forst Hill im Wohlstand einer weißen Mutter und bei seinem Vater, einem Blues-Musiker im Ghetto von Memphis. Sie stammt aus Compton, einer Kleinstadt nahe Los Angeles, wo jeder Zweite sein Geld mit Drogen verdient und Morde auf der Tagesordnung stehen. Drake schafft es jedoch sich der Werte des kulturellen Torontos treu zu bleiben, er „habe den Struggle kennengelernt ohne selbst strugglen zu müssen“, gab er einst als Grund für den erfolgreichen Absprung aus dem Ghettosumpf bis hin zur internationalen Weltkarriere an. Serena ist von Kind auf wie Schwester Venus dem permanenten Drill des fanatischen Vaters ausgesetzt, der das Talent seiner Töchter erkennt und darin die Chance auf ein besseres Leben. Der Sänger und die Sportlerin. Die Entwicklung zweier Weltkarrieren.

Fokus auf US-Open und den Grand Slam

Doch vermutlich würde Drake die Weltranglistenerste nicht einmal mit links schlagen. Vor-oder Rückhandschlag, ein Slice Lob oder gar ein Top Spin: Serena ist ein Meister ihres Fachs, der Tennisschläger liegt in ihrer Hand wie ein angewachsenes Glied für mehr Funktionsfähigkeit. Ihr erneuter Sieg in Wimbledon, und damit der 21. Grand-Slam-Titel unterstreicht dieses Können einmal mehr. Nun richtet Williams den Fokus auf die US-Open, deren Gewinn Historisches bedeuten würde. Den Grand Slam perfekt machen und alle vier großen Titel – Australian Open, French Open, Wimbledon und US-Open – einsacken. Das haben bisher nur Maureen Connolly (1953), Margaret Court (1970) und Steffi Graf (1988) geschafft. Zudem will Williams die Bestmarke der mit 22 Grand-Slam-Titeln ausgezeichneten Graf knacken. Ob ihr der Turniersieg der US-Open gelingt, bleibt abzuwarten auch wenn ein Misserfolg der leistungsstarken Williams derzeit nahezu unmöglich erscheint. Fest steht: Im wichtigsten Turnier ihrer Karriere wird auch Rapper Drake wieder mit dabei sein – und auch im Falle einer Niederlage die schönsten Töne für sie singen.


Schlagworte: Drake, Serena Williams, Tennis, Wimbledon

Artikelinformationen


Datum: 14. Juli 2015
Veröffentlicht von:
Korrektur: Svenja Ebeling


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