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Geld schießt halt nicht immer Tore

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(Hannover./England.) Trotz der gefühlte 600 Milliarden, die die Premier League in neue Spieler investiert hat, läuft es international mehr als mies für die englischen Clubs.

Veröffentlicht am 20. September 2015 von

Sechs Spiele, fünf Niederlagen. Eine vernichtende Bilanz. Doch genau diese Bilanz trifft bisher auf das Abschneiden der Premier League Teams in der Champions League zu. Einzig und allein der FC Chelsea konnte bisher gewinnen, und zwar sein erstes Gruppenspiel gegen Maccabi Tel Aviv. Arsenal, und beide Clubs aus Manchester verloren jeweils ihr erstes Gruppenspiel und das nicht gegen Überclubs. Zugegebenermaßen musste Manchester City beim Vorjahresfinalisten Juventus Turin ran, doch wer solche Ansprüche an sich hat und 203,38 Millionen (Summe von transfermarkt.de) ausgibt, darf auch Juventus durchaus mal schlagen.

Und wer auch auf jeden Fall geschlagen werden sollte, ist Dinamo Zagreb. Doch auch das gelang dem FC Arsenal nicht. Mit 2:1 verlor das Team von Arsene Wenger bei den Kroaten, und als ob das nicht genug wäre, holte man sich am zweiten Spieltag direkt die nächste Pleite zu Hause gegen Piräus ab. 2:3 im eigenen Stadion von Piräus geschlagen werden kann nicht der Anspruch einer Mannschaft aus „der besten Liga der Welt“ sein.

Auch Rekordmeister Manchester United bekleckerte sich nicht gerade mit Ruhm, als sie mit 2:1 in Eindhoven verloren. Die Einzigen, die positiv in die Champions-League-Saison gestartet waren, verloren ihr zweites Spiel direkt auch, um sich dem Trend der englischen Clubs anzupassen. Die Rede in vom FC Chelsea, welcher 2:1 gegen Porto verlor.

Suche nach Gründen

Doch woran liegt dieses Auftreten der englischen Clubs? Überheblichkeit? Arroganz? Fehlender Teamgeist? So richtig kann es keiner sagen. Auch die Trainer finden keine richtigen Erklärungen. Mourinho stellt zwar seine Spieler in Frage aber findet trotzdem keine richtige Antwort: „Dass wir verloren haben bedeutet nicht, dass wir schlecht gespielt haben“, sagte „The Special One“  auf der Pressekonferenz nach dem Match gegen den FC Porto. Doch woran liegt es dann? Fehlt der Teamspirit, von dem Mannschaften wie Piräus, Zagreb und Porto leben? Gibt es für die Spieler keine besondere Identifikation mehr mit dem Verein, dessen Trikot sie tragen? Es wird wohl weiter ungeklärt bleiben.

Gutes Omen für Gladbach und Wolfsburg?

Aus deutscher Sicht ist diese Bilanz natürlich – gerade diese Woche – ein kleiner Traum. Denn Gladbach empfängt zu Hause Manchester City, die in der Liga von Tottenham mit 4:1 zerlegt wurden und Wolfsburg reist zu Manchester United.

Auch wenn die Gladbacher einen Saisonstart hinter sich haben, den man gut und gerne als völlig misslungen bezeichnen kann, haben sie doch Chancen. Nach dem Rücktritt von Lucien Favre hat die Borussia beide Pflichtspiele gewonnen. Bei City ist es genau umgekehrt: Die Citezens haben in die ersten fünf Ligaspiele allesamt gewonnen und dabei kein Gegentor kassiert. Dann verloren sie in der Champions League ihr erstes Spiel gegen Juve, worauf zwei weitere Niederlagen in der Liga folgten (1:2 gegen West Ham und 1:4 gegen Tottenham). Die Fieberkurven der Vereine zeigen also in entgegengesetzte Richtungen.

Beim VfL ist die Lage etwas anders. Vor einer Woche wurde er innerhalb von neun  Minuten von Robert Lewandowski auseinander geschossen. Fünf Tore erzielte der Pole von der 51. bis zur 60. Minute. Auch die gewünschte Wiedergutmachung gegen den Derbyrivalen Hannover 96 gelang nicht. Nur 1:1 hieß es nach 90 Minuten am Samstag. Da könnte Manchester United genau der richtige Gegner sein, um sich selber etwas zu beweisen. Doch beim Team von Louis van Gaal läuft es momentan auch nicht schlecht. Immerhin ist man Tabellenführer der Premier League.

Spätestens heute Abend wird sich zeigen, ob die englischen Clubs ihrer internationalen Linie treu bleiben oder die beiden deutschen Teams unter dem Comeback der Premier League leiden müssen.


Schlagworte: Borussia Mönchengladbach, Champions-League, FC Arsenal, FC Chelsea, Manchester City, Manchester United, VfL Wolfsburg

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Datum: 20. September 2015
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