Logo

Das Nachrichtenportal für Sport

Eishockey

Grizzlys rücken unbemerkt ins Playoff – Finale

Eishockey

Die Wolfsburger Grizzlys gewannen das Spiel gegen die Nürnberger Ice Tigers und stehen somit mit dem Vorrundensieger EHC Red Bull München im Finale der deutschen Eishockey Liga. Auch wenn nicht gerade beim Publikum beliebt, zeigen die Grizzlys trotzdem immer emotionale Spiele.

Veröffentlicht am 15. April 2016 von

Hannover. Die Grizzlys holten sich im Playoff- Finale in der Best-of-Seven-Serie den entscheidenden Sieg gegen die Ice Tigers Nürnberg mit einem wohl verdienten 2:1 Sieg. Die erste Schwächephase der Gastgeber wurde sofort ausgenutzt. „Wir haben uns leider im zweiten Drittel eine Auszeit genommen“, gab der Kapitän der Nürnberger, Patrick Reimer, zu. So schoss Sebastian Furchner in der 27. Minute den Puk ins Tor der Ice Tigers und James Sharrow sorgte neun Minuten später für ein 2:0. Im letzten Drittel ergriff Daniel Heatley die Chance und holte sich ein Punkt in der 44. Minute. Die Gastgeber kämpften weiterhin mit viel Druck um ihren Erhalt und drängten die führenden Grizzlys in deren Verteidigungsdrittel ein, doch ohne jeglichen Erfolg. „Wir wussten, dass die Nürnberger das Momentum hatten. Wir haben sehr viele Schüsse geblockt. Du bekommst in den Playoffs nichts geschenkt.“, sagte Pavel Gross, Trainer der Grizzlys. Die Niedersachsen haben sich zudem mit dem Einzug ins Finale automatisch für die Champions Hockey League der kommenden Saison qualifiziert.

Vorfreude sieht anders aus

Die große Freude über das Finale gegen den Red Bull München scheint es aber nicht zu geben. „Das ist die beste Mannschaft der Liga“, so Gross. Die Wolfsburger gehören mit einem Etat von 7,7 Millionen Euro nicht gerade zu den Großen in der Liga, wie beispielsweise der Finalgegner mit einem Etat von ca. 12,5 Millionen Euro. Sportlich gesehen zeigen die Grizzlys aber immer wieder was sie draufhaben, denn in den letzten sieben Jahren standen sie sechs Mal im Halbfinale – nicht gerade wenig. Ein weiteres Problem der Grizzlys ist, dass, obwohl sie mit „richtig geilem Hockey“punkten, so Manager Fliegauf, es keiner mitbekommt. Schon lange gucken kaum noch Zuschauer bei den Spielen zu. „ Die Leute sind entweder am Wochenende gar nicht in der Stadt, oder sie arbeiten. Und es gibt kein Hinterland.“, erklärt Fliegauf.

Mutige Außenseiter

Die Münchner hingegen freuen sich auf das Finale, egal gegen wen sie um den Meistertitel kämpfen müssen. „Wir müssen fokussiert sein und füreinander spielen. Das reicht eigentlich schon“, erklärte Nationalstürmer Frank Mauer. Ob das die Grizzlys auch so sehen ist fraglich. Sie selber bezeichnen sich als Außenseiter, wollen dennoch die Herausforderung annehmen und um den Titel kämpfen. „Wir werden bereit sein und sie herausfordern“, so der Grizzly Trainer.

Vorbereitung versteht jeder anders

Am kommenden Freitag, den 15. April finden die Playoffs im Olympia Eisstadion statt. Während sich die Grizzlys auf den großen Tag vorbereiten, können die Münchner ihre Füße hochlegen und ein paar freie Tage genießen. „Das ist wichtig für den Kopf, damit du mental frisch bleibst“, erklärte Siegtorschütze Mauer entspannt.


Schlagworte: Eishockey, Grizzlys Wolfsburg, Playoffs-Finale

Artikelinformationen


Datum: 15. April 2016
Veröffentlicht von:
Autor: Franziska Bednorz


Teilen & Versenden


Auf teilen
Auf teilen

Kurzlink: bit.ly/1DASnWi