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Hamburger SV gewinnt Abstiegsderby

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Nordderby. Ein Klassiker in der Bundesliga. Das verspricht immer Emotionen, Leidenschaft und Action. Doch wie sehr kämpfen die Hamburger und die Bremer wirklich für den Klassenerhalt?

Veröffentlicht am 24. April 2016 von

(Hildesheim) Das 104. Aufeinandertreffen der beiden erfolgreichsten Fußballvereine in Norddeutschland steht wieder an. Der Hamburger SV hat Werder Bremen zu Gast. Dieses Mal ist es ein Kampf um den Klassenerhalt und natürlich auch ein Kampf um den besten Verein im Norden.

Lasoggas Freischlag

Das Spiel beginnt mit einem Schock für die Bremer. Bereits in der fünften Minute trifft der angeschlagene Pierre-Michel Lasogga zum 1:0 für die Gastgeber. Nach weitem Abschlag von Torwart Drobny, gelang der Ball zu Müller, welcher ihn links zu Lasogga flankt. Lasogga steht komplett frei und trifft zum Führungstreffer. Einige Minuten später ist klar, dass Werder große Probleme im Spielaufbau hat. Sie stehen in den Außenpostionen zu risikoreich und sind hinten komplett blank, da sie versuchen hoch zu stehen. Ebenfalls deutlich wird das durch die schlechte Passquote von knapp 70 Prozent. Nach einer halben Stunde hat Holtby die Chance, um auf 2:0 zu erhöhen, Wiedwald hält aber souverän. Zwei Minuten später ist es allerdings so weit: Gebre Selassie fehlt auf seiner Position hinten rechts, worüber der Angriff gespielt wird. Dafür muss Vestergaard nach außen und fehlt somit im Zentrum, wo Lasogga problemlos nach der Flanke von Ostrzolek zum 2:0 einköpfen kann. Ein Doppelpack und der achte Saisontreffer für den Stürmer. Hamburg macht alles richtig, sie nutzen die Fehler von den Bremern vorne eiskalt aus. Die Bremer hingegen spielen offensiv ohne Absicherung und machen dadurch zu viele Angebote.

Der Hamburger SV hat von Anfang an die Initiative ergriffen, spielt bissiger und ist im Mittelfeld schneller. Werder Bremer hatte in der ersten Halbzeit nur drei Torchancen, welche ungefährlich waren. Die Hamburger gehen verdient mit einer 2:0 Führung in die Kabine.

Intensität bleibt

Im Gegensatz zu der ersten Halbezeit hat Bremen genügend Möglichkeiten, um den Anschlusstreffer zu erzielen, finden aber den Abschluss nicht. In den ersten zehn Minuten ist das Spiel genauso fair, wie in der ersten Halbzeit. In der 56. Minute begeht Djourou ein Foul an Pizarro im Strafraum. Gräfe entscheidet sofort auf Foulelfmeter. Der gefoulte Pizarro schießt den Strafstoß selber und probiert den Ball in der linken Ecke unterzubringen, doch Torwart Drobny hält souverän. Pizarros erster verschossener Elfmeter im Bremer Trikot. Dennoch hat Bremen kein Mentalitätsproblem, sie wirken aggressiv und wollen unbedingt das Tor machen. In der 65. Minute locht Ujah, nach einem hin und her im Strafraum, schließlich zum Anschlusstreffer der Bremer ein. Dadurch wird das Spiel noch brisanter, als es jetzt schon ist. Die Hamburger spielen zu passiv und lassen den Bremern zu viel Luft für Chancen. Ab der 80. Minute ist die Mannschaft von Bruno Labbadia nur noch auf Verteidigungskurs, damit der Meilenstein von drei Punkten gelegt werden kann. Es gibt gewaltige fünf Minuten Nachspielzeit, in der Werder noch eine Großchance von Pizarro hat, welche aber knapp am Pfosten vorbei geht.

Am Ende gewinnt der Hamburger SV das legendäre Nordderby gegen Werder Bremen mit 2:1. Für die Bremer war deutlich mehr drin, für die Hamburger war es ein Zittersieg. Mit diesem Sieg sichert sich Hamburg wichtige drei Punkte und Bremen muss sich weiterhin auf dem Relegationsplatz behaupten.


Schlagworte: Abstiegskampf, Claudio Pizarro, Derby, Hamburger SV, Nordderby, Pierre-Michel Lasogga, Werder Bremen

Artikelinformationen


Datum: 24. April 2016
Veröffentlicht von:
Autor: Nicole G.


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