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Hamilton nimmt wieder Fahrt auf

Quelle: gettyimages

Der Weltmeister will sich so früh in der Saison noch nicht geschlagen geben. Rosberg wiederum nach zwei sieglosen Rennen, eine Reaktion im Qualifying zeigen. Ferrari hat mit einem neuen Upgrade großes vor und bläst zur Aufholjagd auf die Silberpfeile.

Veröffentlicht am 12. Juni 2016 von

Der Weltmeister kommt wieder in seinen Rhythmus. In Kanada verweist Lewis Hamilton seinen Teamkollegen Rosberg auf den zweiten Platz. Ferrari zeigt sich formverbessert und wird dank neuem Motorenupgrade mit dem dritten Startplatz von Sebastian Vettel belohnt. Unrühmliches Highlight von Carlos Sainz junior, der die „Wall of Champions“ crasht.

Hannover. Lewis Hamilton setzt seinen Aufwärtstrend weiter fort. Nach seinem Sieg im Fürstentum Monaco zeigt sich auch in Montreal, dass der Brite die WM noch nicht aufgegeben hat. In einem knappen Qualifying setze sich Hamilton mit gerade einmal 62 Tausendstelsekunden Vorsprung gegen seinen ärgsten Rivalen, Nico Rosberg, durch. Von der Poleposition aus muss sich Hamilton aber steigern, sind seine Starts in dieser Saison doch sehr durchwachsen. Diese bilden die Chance für Rosberg, von Position zwei kommend, gleich vom Start weg zu attackieren. Hamilton selbst gab sich nach seiner Polezeit aber kritisch:“ Ich war einfach nicht so schnell wie gestern, aber es hat gereicht.“ Ganz anders Rosberg, der seine schnellste Runde als gut betitelte, „es aber knapp nicht gereicht hat“.

Ferrari schockt beinahe noch Mercedes

Die beiden Silberpfeile setzten ihre schnellsten Runden schon zu Beginn des Q3 und konnten sich im weiteren Verlauf nicht mehr steigern. Diese winzige Chance wusste Ferrari allerdings knapp nicht zu nutzen. Niki Lauda sprach anschließend von „einer Wunderrunde“, mit der Sebastian Vettel nur knapp die Silbernen nicht entzweite. Gerade einmal 0,178 Sekunden lagen am Ende zwischen dem Deutschen und der Pole. Für Vettel allerdings Grund genug sich bei seinen Mechanikern zu entschuldigen. „Über die Nacht haben wir einen Schritt nach vorn gemacht, aber ich bin nicht ganz zufrieden wenn ich ehrlich bin“, sagte Vettel nach kleinen Fehlern in den Kurven sechs und zehn.

Auch Red Bull setzt seinen Aufwärtstrend fort

„Es fühlte sich wie ein ziemlich heftiger Kuss an“, gab Daniel Ricciardo nach einer Berührung der „Wall of Champions“ an. Der Australier setzte sich, mit 0,354 Sekunden Rückstand auf die Spitze, gegen seinen jungen Teamkameraden Max Verstappen durch und geht vom vierten Platz aus an den Start. Für das morgige Rennen sieht er allerdings Außenseiterchancen. „Unsere Longruns waren gestern nicht gut, aber die Bedingungen werden morgen anders sein, vielleicht sogar nass“, gab Ricciardo leicht zuversichtlich zu Protokoll.

„Wenn es eine Mauer gibt, in die man am liebsten kracht …“

Im zweiten Abschnitt des Qualifying sorgte der Spanier Carlos Sainz junior für eine mehrminütige Unterbrechung. Nachdem schon im Training Kevin Magnussen und fast auch Jolyon Palmer in der letzten Kurve ihre Autos gegen die Wand fuhren, war es im entscheidenden Moment der Spanier. Für ihn war das Qualifying damit schon zu Beginn des Q2 beendet. Der Toro Rosso Pilot aber nahm es mit Humor: „Wenn es eine Mauer gibt, in die man am liebsten kracht, dann ist es die Wall of Champions“. Auch wenn man noch kein Weltmeister ist…

Vorläufiges Qualifyingergebnis (ohne Strafen)

Q3:

1. Hamilton (1:12.812 Min), 2. Rosberg (+ 0.062), 3. Vettel (+ 0.178), 4. Ricciardo (+ 0.354), 5. Verstappen (+ 0.602), 6. Räikkönen (+ 0.767), 7. Bottas (+ 0.858), 8. Massa (+ 0.957), 9. Hülkenberg (+ 1.140), 10. Alonso (+ 1.526)

Q2:

11. Perez (1:14.317 Min), 12. Button (+ 0.120), 13. Kwjat (+ 0.140), 14. Gutierrez (+ 0.254), 15. Grosjean (+ 0.486), 16. Sainz (+ 7.639)

Q1:

17. Palmer (1:15.459 Min), 18. Wehrlein (+ 0.140), 19. Ericsson (+ 0.176), 20. Nasr (+ 1.204), 21. Haryanto (+ 1.593), 22. Magnussen (ohne Zeit)


Schlagworte: Carlos Sainz jr., Circuit Gilles Villeneuve, Formel 1, Kanada Grand Prix 2016, Lewis Hamilton, Nico Rosberg, Qualifying, Sebastian Vettel

Artikelinformationen


Datum: 12. Juni 2016
Veröffentlicht von:
Autor: Marcel Musielak


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