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Fußball

Hannover erlebt historische Niederlage und bleibt weiterhin sieglos

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(Hannover) Auch am vierten Spieltag der Fußball-Bundesliga hatten die Roten das Nachsehen gegen Tabellenführer Dortmund und mussten sich trotz verbesserter Leistung mit 2:4 geschlagen geben. Dadurch mussten die Niedersachsen die 400. Niederlage in der Bundesliga-Geschichte hinnehmen, an der Pechvogel Felipe mit zwei verschuldeten Elfmetern und einem Eigentor einen maßgeblichen Anteil hatte.

Veröffentlicht am 14. September 2015 von

Nach der Länderspielpause veränderte 96-Trainer Michael Frontzeck seinen Kader gleich auf drei Positionen. Hiroshi Kiyotake kehrte nach seinem Mittelfußbruch zurück und konnte sofort einige Akzente setzen. Auch Leon Andreasen stand dieses Mal von Beginn an auf dem Platz und lieferte die Vorlage zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung der Roten. Außerdem bekam Artur Sobiech den Vorzug vor seinen Sturmkollegen Charlison Benschop und Mevlüt Erdinc und rechtfertigte seinen Einsatz mit zwei Treffern. Der Pole freue sich zwar über die beiden Treffer, sei aber dennoch traurig, da es erneut nicht für Punkte reichte.

Dennoch sollte das Wunder ausbleiben und Hannover 96 auch gegen die Borussia sieglos bleiben. Was die Dortmunder in der Defensive vermissen ließen, machten sie in der Offensive wett. Außerdem waren die Westfalen auch in allen anderen Belangen überlegen, es scheiterte lediglich an der Chancenverwertung, dass die Partie nicht schon früher entschieden wurde. Letzten Endes verhalf 96-Verteidiger Felipe der Borussia zum verdienten Erfolg durch ein ungestümes Einsteigen, wodurch er den ersten Elfmeter verursachte, einem unglücklichen Eigentor als er versuchte den Ball vor dem Gegner zu klären, und einem unnötigen Handspiel im Sechzehnmeterraum, das wiederum zu einem Elfmeter für Dortmund führte. Dabei rückte der Brasilianer nur spontan in die Startelf, da 96-Kapitän Christian Schulz durch Rückenprobleme kurzfristig ausfiel. Die ernüchternde Bilanz nach vier Spieltagen: Ein Punkt, 16. Tabellenplatz und ein Torverhältnis von 4:10. Hinzu kommt der schlechteste Start seit 13 Jahren für 96. Nur der VfB Stuttgart und Borussia Mönchengladbach stehen hinter den Hannoveranern mit 0 Punkten.

Hannover schöpft trotzdem Mut

Trotz des schlechten Saisonstarts und der dritten Niederlage in Folge lassen die Roten die Köpfe nicht hängen und versuchen das Positive aus dem Spiel gegen Dortmund mitzunehmen. Im Vergleich zu den ersten drei Partien und besonders zu der 0:3 Auswärts-Niederlage in Mainz war eine Leistungssteigerung erkennbar. Torhüter Ron-Robert Zieler lobte nach der Partie die Einstellung und Leidenschaft der Mannschaft. So beurteilte auch 96-Trainer Michael Frontzeck die Leistung seiner Mannschaft:“ Die Mannschaft hat sich wesentlich besser präsentiert, als bei der Niederlage zuletzt in Mainz. Dass wir keinen Punkt mitnehmen konnten, war einfach der Qualität der Dortmunder geschuldet.“ Auch 96-Neuzugang Oliver Sorg findet klare Worte und nimmt seinen Abwehrkollegen Felipe in Schutz: ‚‚Wir sollten uns nicht verrückt machen lassen. Wir haben es lange gut gemacht, auf diesem Spiel kann man auf jeden Fall aufbauen. Felipe kann man das nicht vorwerfen. Gegen so einen Sturm ist es schwer, als Verteidiger gut auszusehen.‘‘

Am kommenden Spieltag geht es für die Niedersachsen nach Augsburg und das weckt Selbstvertrauen, denn es geht gegen einen Lieblingsgegner. So heißt es zumindest, geht man nach der Statistik. Gegen die Mannschaft von Markus Weinzierl verlor Hannover noch nie (5 Siege, 5 Unentschieden), zudem gewannen sie auch in der vergangenen Saison am 33. Spieltag mit 2:1 in Augsburg. In Hannover hofft man nun auf ein Ende der Negativserie.


Schlagworte: Borussia Dortmund, Bundesliga, Hannover 96, Michael Frontzeck, Thomas Tuchel

Artikelinformationen


Datum: 14. September 2015
Veröffentlicht von:
Autor: Timon Messerschmidt
Korrektur: Marvin Sonnemann


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