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HSV holt Kopfnuss-Spahic – Diaz gewinnt Copa América

Emir Spahic spielte in der letzten Saison noch für Leverkusen in der Champions-League

Der Hamburger SV hat neben Gotoku Sakai (24) und Batuhan Altintas (19) nun seinen dritten Neuzugang vorzuweisen: Emir Spahic (34)!

Veröffentlicht am 05. Juli 2015 von

Lange Zeit passierte nichts in Sachen Transfers beim Hamburger SV – doch jetzt scheint der Bundesliga-Dino Gas geben zu wollen. Erst unterschreibt der türkische U-19-Nationalspieler Altintas bis 2017, dann folgt der ehemalige Stuttgarter und Labbadia-Liebling Sakai (Vertrag bis 2018). Mit einer Personalie hätte an der Elbe aber niemand ernsthaft gerechnet: Emir Spahic (34) wechselt ablösefrei zum HSV und unterschreibt einen Vertrag für eine Saison. Der bosnische Nationalspieler wird schon am Montag im Schweiz-Trainingslager in Graubünden erwartet und somit schnellstmöglich zur Mannschaft stoßen.

Ausraster kostete ihm seinen Job

Emir Spahic war zuletzt mit einer Prügel-Attacke bei Bayer 04 Leverkusen auffällig geworden, welche zu einer umgehenden Vertragsauflösung führte. Seither stand der Innenverteidiger  ablösefrei zur Verpflichtung bereit. Nach dem Pokal-Spiel im Viertelfinale gegen Bayern attackierte der Bosnier einen Ordner und wurde daraufhin umgehend suspendiert und vom Sportgericht bis zum 23.07.2015 gesperrt. Neben dem HSV war unter anderem auch Hertha BSC  an einer Verpflichtung des Innenverteidigers interessiert.

Hamburgs Trainer Bruno Labbadia machte bezüglich der Verpflichtung von Spahic keinen Hehl aus seiner Skepsis: „Ich hatte zunächst auch Bedenken“, so der 49-Jährige. Doch nach einem ausgiebigen Gespräch in Hamburg waren die Beteiligten wohl überzeugt, dass sich Spahic ändern möchte. Labbadia: „Ich habe ein sehr langes, sehr ausführliches Gespräch mit Emir Spahic in Hamburg geführt. Wir saßen mehrere Stunden zusammen, es kamen alle Punkte auf den Tisch. Ich hatte das Gefühl, dass Emir weiß, dass er einen großen Fehler begangen hat. Seine Reue wirkte nicht gespielt auf mich, nicht aufgesetzt. Das war für mich entscheidend. Ich wollte ein Gespür für ihn bekommen. Als ich das hatte, war für mich klar, dass ich mich für seine Verpflichtung stark machen würde.“ Spahic kann seine Fehler wohl nur mit viel Reue und guten Leistungen in der Bundesliga begleichen.

Diaz schlägt Messi und Co.

Eine Überraschung gelang HSV-Regisseur Marcelo Diaz (28) mit seinem National-Team Chile in der Copa América. Die Chilenen konnten am gestrigen Samstag den Favoriten Argentinien im Finale mit 4:1 im Elfmeterschießen bezwingen. Für Gastgeber Chile war dieser Titel der erste Copa-Triumph überhaupt. Held des Abends war Alexis Sanchez, der den entscheidenden Elfmeter zum 4:1 lässig einschob. Genauso freuen durfte sich auch HSV-Spieler Marcelo Diaz, der vor dem Turnier bereits fest entschlossen angekündigt hatte: „Wir wollen die Copa holen.“


Schlagworte: Copa America, Emir Spahic, Hamburger SV, Linus Kurtenbach, Marcelo Diaz

Artikelinformationen


Datum: 05. Juli 2015
Veröffentlicht von:
Autor: Linus Kurtenbach
Korrektur: Svenja Ebeling


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