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In die nächste Runde eingecheckt – Ein weiterer souveräner Auftritt des BVB

during the UEFA Europa League round of 16, second leg match between Tottenham Hotspur and Borussia Dortmund at White Hart Lane on March 17, 2016 in London, England.

Das Hinspiel war eine Offenbarung, nicht weil das Spiel so gut war, sondern wegen eines erschreckend schwachen Auftritts der Londoner. Der BVB reist mit breiter Brust an die White-Hart-Lane und sollte seine Form der letzten Wochen abermals bestätigen. Eine Trotzreaktion der Spurs wurde nicht nur von den eigenen Fans verlangt, auch wenn man sich mehr auf die Liga konzentrierte. Ein weiteres Spiel wie das in Dortmund und die Stimmung kann kippen.

Veröffentlicht am 20. März 2016 von

Hannover. Das Hinspiel souverän und ohne große Anstrengung gewonnen. Die Frage die sich vor dem Rückspiel in London stellt ist, wie Ernst nimmt Tottenham diesen Wettbewerb noch. Der BVB zwar mit einigen Änderungen in der Anfangself, im Vergleich zum Hinspiel, schafft aber mit dem 0:1 zur Pause eine sehr komfortable Situation. In der zweiten Hälfte kontrollierte der BVB weiter das Geschehen und ging mit 0:2 in Führung, durch Doppeltorschütze Aubameyang. Der Anschluss von Son kam zu spät und war nicht einmal selbst erspielt. Es wartet nun die nächste Runde auf die Borussen.


Auch Dortmund mit Personalwechseln

Angereist ohne die Verletzten Gündogan und Bender. Das Spiel beim Stand von 3:0 im Hinspiel eigentlich schon entschieden. In Folge dessen nimmt Tuchel auch ein paar Änderungen in der Startelf vor. Der in letzter Zeit starke Hummels bekommt ebenso eine Pause wie Stammkeeper Bürki, der in der Europa League für Roman Weidenfeller auf der Bank platznimmt.


Erste Szene, erster Verletzter

Das Spiel begann mit eine Schrecksekunde für die Spurs. Bei einem Pass in den Strafraum kamen sich Keeper Lloris und sein eigener Mann Davies in die Quere. Der Franzose checkte dabei seinen Mitspieler so hart um, dass dieser Minuten später den Platz verlassen musste. Dies sollte aber dem Spielfluss der Londoner nicht weiter beeinträchtigen. Die Anfangsminuten gehörten, im Gegensatz zum erstaunlich schwachen Auftritt im Hinspiel, den Gastgebern. Sie pressten früh und unterbunden so ein geordnetes Aufbauspiel des BVB. Chancen sollten sich daraus aber auch nicht ergeben. In der Folge kamen die Borussen aber immer besser ins Spiel, ohne dabei aber zu glänzen.

Ein Geniestreich von Afrikas Fußballer des Jahres

In der 24. Minute nach einem Ballgewinn im Mittelfeld sollte es dann zum ersten Mal schnelle gehen für die Borussen. Castro mit einem Pass auf Aubameyang, der zwanzig Meter vor dem Tor von Lloris maßnehmen durfte und mit einem phänomenalen Schuss zum 0:1 verwandelte. Der Ball nahm eine seltsame und für den Torwart schwierige Flugbahn, so dass es keine Chance gab diesen Sonntagsschuss zu entschärfen. Zu diesem Zeitpunkt mussten die Männer von Pocchetino fünf Tore für ein Weiterkommen erzielen. Das merkte man der Mannschaft dann auch zunehmend an. Zwar erspielten sie sich in der ersten Hälfte noch Chancen, die Qualität dieser war aber nicht mit den Konterchancen der Dortmunder zu vergleichen. So ließen die Dortmunder in Person von Aubameyang und auch Mkhitaryan beste Chancen aus. Zwei Versuche bei denen sie allein auf den Torwart zuliefen wurden leichtfertig vergeben.


Ein Aufbäumen zur Halbzeit? Fehlanzeige

Die zweite Halbzeit, so sollte man meinen, müssten die Spurs zumindest für ihre eigenen Fans besser gestalten. Ein Zeichen von Seiten des Trainers blieb aber ebenso aus, wie auch eine Trotzreaktion der Spieler. Die Dortmunder wurden so vor keine größeren Schwierigkeiten gestellt. Thomas Tuchel schien sich des Spiels auch schon sicher gewesen zu sein und nahm mit Sokratis den einzigen Stamminnenverteidiger früh in der zweiten Hälfte vom Platz. Auch Marco Reus bekam früh die Pause, nach zuletzt anstrengenden Wochen. Doch auch diese Wechsel sollten das Spiel nicht nachhaltig beeinflussen. Die Dortmunder ließen Ball und Gegner laufen und erspielten sich ab und an eigene Chancen. Bis zur 70. Minute aber sollten die Chancen nicht zwingend sein.


Die Entscheidung im Spiel

Nach einem Ballgewinn auf der rechten Abwehrseite des BVB durch Piszczek, ging es über drei Stationen schnell auf’s Tor von Tottenham zu. Der starke Mkhitaryan trieb den Ball durch die Mitte nach vorn und spielte am gegnerischen Strafraum den mitgelaufenen Aubameyang an, der den Ball zum 0:2 an Keeper Lloris ins Tor schoss. Ein gut vorgetragener Konter gegen immer konsterniertere Londoner. Auch der krasse individuelle Fehler von Neven Subotic in der 74. Minute, der einen Rückpass auf Torwart Weidenfeller spielen wollte, sollte dieses Bild nicht weiter trüben. Eine verunglückte Ballannahme und ein Pass, der auf dem Weg zum Keeper fast stehenblieb, war die Einladung für den Ehrentreffer der Londoner durch Son. Der Koreaner musste nur noch den rauslaufenden Schlussmann umkurven und zum 1:2 ins leere Tor einschieben. Ein Gastgeschenk, welches an diesem Abend jedoch das einzige bleiben sollte. In den Schlussminuten plätscherte das Spiel vor sich hin, einzig die beiden Fangruppen nutzen das Spiel noch um einen kurzen Wettstreit der Schlachtrufe auszutragen. Den einzigen Punktgewinn welchen sich die Londoner an diesem Abend erkämpfen konnten.


Der Kampf bleibt aus, das Hinspiel war zu eindeutig

Der BVB setzt sich auch im Rückspiel durch und schafft so den souveränen Durchmarsch in die nächste Runde der UEFA Europa League. Mit zwei Siegen eine eindeutige Angelegenheit für die Dortmunder. Mann des Spiels war Pierre-Emerick Aubameyang mit zwei Treffern und weiteren guten Aktionen für seine Mitspieler. Nun gilt es die Auslosung an diesem Freitag abzuwarten. Fürchten muss der BVB in dieser Verfassung jedoch keinen der verbleibenden Gegner.


Schlagworte: Borussia Dortmund, Europa League, Fans, Henrikh Mkhitaryan, Heung Min Son, Neven Subotic, Pierre Emerick Aubameyang, Tottenham Hotspur, White-Hart-Lane

Artikelinformationen


Datum: 20. März 2016
Veröffentlicht von:
Autor: Marcel Musielak


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