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Ist es nun das endgültige Karriereaus für den Ski-Star Miller?

Der amerikanische Skirennläufer Samuel Bode Miller wird wohl bald nicht mehr in den alpinen Skirennsport zurückkehren. Bereits im Sommer hatte der 38- Jährige eine Pause angekündigt.

Veröffentlicht am 15. September 2016 von

Hannover. Olympiasieger Samuel Bode Miller hat seinen Rücktritt bisher nur indirekt bekannt gegeben. Seine Karriere würde er auf jeden Fall als erfolgreicher Skirennläufer beenden.  Als Kombinations-Olympiasieger mit insgesamt fünf Olympia- Medaillen und als Vater von bald vier Kindern könnte er sich nicht beklagen. Zudem investiert er seine Zeit und sein Geld in ein Unternehmen, das Wintersport Bekleidung herstellt.

„Ich bin glücklich mit dem, was ich erreicht habe. Es gibt tatsächlich nichts, was ich noch beweisen müsste. Ein Comeback steht nicht an der Spitze der Prioritätenliste“, so der Amerikaner.

Alle Zeichen stehen auf einen Abschied

Auch der Vertrag mit der Ski- und Snowboardmarke Head, hat Miller beendet. „Bode hat im Sommer oder Herbst gegenüber dem Team nie Anzeichen geliefert, dass er Rennen fahren wird“, so Megan Harrod, Pressesprecherin des US- Teams. Auch Rennsportleiter Rainer Salzgeber äußerte sich zu Millers voraussichtlicher Kündigung bekümmert: „Bode hat sich von uns getrennt, er wird uns alle fehlen.“ Für Miller selbst, sei ein Comeback „eine Möglichkeit, aber mit meiner Familie und all den anderen Sachen weiß ich nicht, wie es machbar wäre.“

Eine Karriere voller Triumphe und Niederlagen

Im Februar 2015 hatte Miller sein letztes Rennen bei den Weltmeisterschaften in Vail und Beaver Creek/USA bestritten. Dabei verletzte er sich während dem Super G wegen einer Torstange, an der er hingen blieb, schwer. Das Ergebnis der Verletzung war ein Muskel- Sehnenriss mit einer anschließenden Operation. Dennoch holte er sich fünf Jahre zuvor in 2010 den Titel zum Olympiasieger in der Super- Kombination in Vancouver.  In 2003 (Kombination, RTL) und 2005 (Super G, Abfahrt) gewann er sogar vier Weltmeistertitel.

„Für ein weiteres Mal sei jetzt nicht die Zeit“

„Ich fühle mich großartig. Nicht zu stürzen sorgt dafür, dass du dich gut fühlst“, sagte Miller. Sicher ist aber die Absage bei den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang. Obwohl ihn der US- Skiverband nach wie vor als Mitglied des A-Kaders führt, klingen seine Aussagen nach einem klaren Karriereaus. Zwar liebt er das Rennfahren und die Herausforderungen, doch ist auch bei ihm irgendwann mal die Luft raus. „Dann ist man eben auch einmal an einem Punkt, an dem man absolut glücklich damit ist, etwas anderes zu tun“, so Miller. Außerdem sei er schon das zweite Mal vom Rücktritt zurückgetreten.


Schlagworte: Bode Miller, Rücktritt, Ski

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Datum: 15. September 2016
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